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Alexandru Patatics :: Work-in-Progress [1994]

*_Der zunächst vorläufig gedachte Titel "Work in progress" erwies sich als Leitmotiv des ganzen Stücks. Da in Rumänien keine Arbeitsmöglichkeiten für Medienkünstler bestehen, mußte Alexandru Patatics seine Arbeit vor Ort entwickeln. Bei seiner Ankunft in Leipzig zwei Wochen vor der Eröffnung entwarf er ein ganz auf den Kellerraum in den Buntgarnwerken bezogenes Konzept. Nach einer Woche Arbeit im Videostudio des ZKM zurück in Leipzig nahm das Stück in mannigfachen Transformationen Form an, wobei von der Anfangsidee kaum noch etwas übrigblieb. Patatics verwendete zahlreiche Materialien aus den Restbeständen der Buntgarnwerke, von großen Blechen bis zur Elektroinstallation.
Das Endresultat war eine interaktive Closed-Circuit-Installation für Sound und Video: Sobald man in dem dunklen Kellerraum in den Lichtstrahl der Installation tritt erscheint das eigene Bild auf zwei großen Projektionsflächen. Gleichzeitig löst man ein lautes Dröhnen aus, dessen Stärke sich unmittelbar in Verzerrungen der beiden Bilder auswirkt. Der Effekt entsteht dadurch, daß das Bild über eine Wasseroberfläche bzw. ein Blech gespiegelt wird, die jeweils vom dröhnenden Ton in Schwingungen versetzt werden und unterschiedliche Verzerrungen der beiden Videobilder bewirken. Mit einfachsten Mitteln und aus recycelten Materialien entsteht so eine komplexe und irritierende Installation, die Bild und Ton ebenso wie Elektronik und Mechanik in direkten Zusammenhang bringt. ][
Abteilung:
· Institut für Bildmedien
Credits:
· Konzept und Realisation: Alexandru Patatics
Gattung:
· Video- und Sound-Installation
Hardware:
· 2 Videoprojektoren
· 3 Monitore
· 2 Videokameras
· 2 Stahlseiten
· 2 Gitarrenverstärker
· Lautsprecher
· hängendes Stahlblech
· 1 Wanne mit Wasser

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