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Jeffrey Shaw :: The Virtual Museum [1991]

*_Jeffrey Shaw greift scheinbar leidenschaftslos ein Thema auf, das bezeichnenderweise fast zyklisch die ganze Geschichte der Kunst der Moderne durchzieht. Niemand beschäftigt sich so intensiv mit der Rolle und Funktion des Museums wie die Museumsstürmer der diversen Avantgarden. Die Kunstwerke, auf die der Betrachter in The Virtual Museum trifft, sind virtuell, da sie ihre eigentümliche Gestalt an abstrakte Zeichenstrukturen abgegeben haben. Zentrales Motiv in The Virtual Museum ist der Besucher.
Da das Interface so konstruiert ist, dass der Besucher mit seinem ganzen Körper im Realraum der Blickrichtung seiner Augen folgt, wird er schon im sinnlich erfahrbaren Raum auf die Dominanz des Visuellen vorbereitet. Das Schauen im virtuellen Raum tritt an die Stelle des körpergebundenen, begrenzten Sehens.
The Virtual Museum ist mehr als nur ein vordergründiger Kommentar zur Rolle des Museums. Es macht die Paradoxien bewußt, die beim Übergang zwischen realem und virtuellem Raum entstehen, und versucht, diese nicht einfach aufzulösen, sondern sie auszuhalten. ][
Abteilung:
· Medienmuseum
publiziert in:
· Medien Kunst Geschichte
in Kooperation mit:
· Städelschule, Institut für Neue Medien, Frankfurt/Main
Credits:
· Konzept und Realisation: Jeffrey Shaw
· Ausführung: Gideon May (Software), Huib Nelissen und Bas Bossinade (Hardware)
· Kooperation: Städelschule, Institut für Neue Medien, Frankfurt/Main
Gattung:
· Interaktive Installation
Hardware:
· Superscreen (SGI VGX)
· elektrisch drehbare Plattform
· Bewegungssensoren im Sessel
verwendete Software:
· Eigenentwicklung
Linkempfehlung:
· The Virtual Museum

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