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Peter Weibel: The Panoptic Society or Immortally in Love with Death [2001]

IDie Arbeit »The Panoptic Society or Immortially in Love with Death« gibt einen Ausblick in die Zukunft einer aufkommenden Überwachungsgesellschaft. Gefängnisse werden zu privat betriebenen Institutionen, die begonnen haben mit ihren Insassen Geld zu verdienen. Der Zuschauer kann einen Einblick in das Gefängnisleben eines Insassen bekommen, Brief- oder Emailverkehr mit ihm unterhalten oder mit ihm telefonieren wenn er dafür bezahlt. Je interessanter das Verbrechen umso interessanter natürlich der Gefängnisinsasse, umso grösser das Publikum und schliesslich auch der Profit. Daher stehen die Gefängnisse in der Zukunft untereinander im Wettbewerb um den berüchtigtsten Insassen. Die grausamsten Killer werden zu Anziehungspunkten der Überwachungsgesellschaft, und damit in der Lage Geld und Ruhm zu erlangen. Sie werden zu den geheimen Stars der Mediengesellschaft. Als Konsequenz werden Personen, die auf normalem Wege im Leben keinen Ruhm erlangt haben, Verbrechen begehen, um reich und berühmt zu werden. Für den Erhalt der Mediengesellschaft werden diese Personen so wichtig, dass sie nach ihrem Tod unbemerkt durch virtuelle Doppelgänger und Avatare ersetzt werden.

Gattung
Interaktive Arbeit auf DVD-ROM
publiziert in: »(dis)LOCATIONS«, ZKM digital arts edition, 2001.

Credits

Konzept: Peter Weibel
Design, Programmierung und Multimedia-Produktion: Skye Daley, Daniel Wright
Zusätzliche Programmierung: Volker Kuchelmeister
Zusätzliches Bildmaterial: Franz Wamhof

Koproduktion Peter Weibel und ZKM | Institut für Bildmedien; iCINEMA Centre for Interactive Cinema Research, University of New South Wales [AUS].

publiziert in: »(dis)LOCATIONS«, ZKM digital arts edition, 2001.

ZKM-Abteilung
Institut für Bildmedien

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