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Ken Feingold :: Interior [1997]

*_Vor einem Fenster steht ein medizinisches Modell eines menschlichen Torsos mit freigelegter Wirbelsäule. Berührt der Betrachter die Wirbelsäule, werden über die eingebetteten Sensoren Bild- und
Tonsequenzen auf der Projektionsfläche außerhalb des Fensters ausgelöst. Die Szenerien der Landschaften können teilweise kontrolliert werden, manche sind nur in Kooperation mit anderen Besuchern auffindbar. Interior ist ein Ort der ambivalenten Erfahrung: Sprechende Körperteile fließen durch die digitale Welt wie absurde, surreale Avatare eines neuen körperlosen Daseins. Ewig wiederkehrende Episoden fügen sich zu einem figurativen symbolischen Drama von Körper und Geist.
In diesem Werk dreht Feingold das Prinzip der Navigation um. Denn im Gegensatz zu den meisten Arbeiten, in denen VR-Technologien zum Einsatz kommen, definiert der Künstler einen statischen
Blickpunkt. Die Arbeit will den virtuellen Raum nicht navigierbar machen. Das Sammeln von Erkenntnissen zum Verhältnis von Innen und Außen, von Repräsentation und Realität ist hier in einer
mit dem Theater und Kino vergleichbaren Weise strukturiert. Für den Betrachter, der aus dem Fenster auf entfernte, seltsame, zum Teil bedrohliche Kompositionen blickt, entwickelt sich die Spannung von Interior im Wechselspiel zwischen Wahrnehmen und Erkennen. ][
Abteilung:
· Sonstige
Credits:
· Konzept und Realisation: Ken Feingold
· Ausführung: Ashish Verma (Programmierung), Gideon May, Ken Feingold (zusätzliche Programmierung), H. Carl Ott (technische Beratung)

·Mit Unterstützung von Coryphaeus Software, Inc. (Entwicklungssoftware)

·Produziert für NTT InterCommunication Center, Tokio, für die "ICC Biennale '97"
Gattung:
· Interaktive Installation

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