
Yasuaki Matsumoto:: Gravity and Grace [1995] |
*_Der Betrachter steht einem halbverspiegelten Glas gegenüber, auf dem sich blinkende rote LED Lichter und das Bild des Betrachters spiegeln. Nach kurzer Zeit erscheinen auf dem Glas um sein Spiegelbild herum Lichtstrahlen. Mit Hilfe eines Kamerasystems, das die Bewegungen registriert, wird der Eindruck erweckt, diese Strahlen würden den Bewegungen des Betrachters folgen. Auf diese Weise vermischt sich das Spiegelbild des Körpers mit digitalen Bildmotiven.
Während Mystik und Technologie gemeinhin als unvereinbar gelten, ruft Gravity and Grace das Bild, wenn nicht sogar die Erfahrung der Transzendenz insgesamt auf technischem Weg hervor, und verleiht einer unsichtbaren Realität eine sichtbare Form. In den frühen Jahren der Technologiegeschichte wurden Innovationen unterschiedlichster Art mit dem Uebernatürlichen und Wunderbaren in Verbindung gebracht - etwa die Telegraphie und ihre vielgepriesene Fähigkeit, durch sie mit den Toten in Verbindung treten zu koennen. Gravity and Grace simuliert die Erfahrung der Transzendenz und des Uebernatürlichen ganz direkt und offen als spirituelles Ereignis und versteckt sie nicht hinter anderen, vorgeschobenen Inhalten. Die Künstler porträtieren den realen Körper als eine Mischung aus zeitlichen Zuständen und unsichtbarer Information. ][ |
Abteilung: · Institut für Bildmedien |
publiziert in: · MultiMediale 4 ·
Hardware Software Artware |
Credits: · Konzept und Realisierung: Yasuaki Matsumoto in Zusammenarbeit mit Masayuki Towata ·
Anwendungssoftware: Hisakazu Igarashi und Adolf Mathias |
Gattung: · Interaktive Installation |
Hardware: · Silicon Graphics Indigo2 ·
Pentium PC ·
Rückprojetionsfläche, 400 x 300 cm ·
Videoprojektor ·
50 % reflektiernder Spiegel, 200 x 300 cm ·
LED-Board, 300 x 400 cm ·
Videokamera ·
Verstärker ·
2 Lautsprecher |
verwendete Software: · eigens entwickelte Software zur Positionserkennung ·
eigens entwickelte Software in C zur Interaktion |