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Kirsten Johannsen :: Das panoptische Dorf [1995]


*_Winzige Holzfiguren eines Spielzeugdorfes befinden sich in Augenhöhe auf einer rotierenden Metallscheibe, drei Überwachungskameras nehmen die Spielzeugwelt auf. Die Videoaufnahmen werden durch Farbfilter verändert und in einem überlebensgroßen Format auf drei
Leinwände eines zweiten Installationsraums projiziert. Durchschreitet der Besucher diesen Raum, fällt sein Schatten auf die Projektionsflächen. Kirsten Johannsen thematisiert in ihrer zweiteiligen Installation den Verlust des Vertrauten: "Heimatliches" wandelt sich in "Unheimliches" und wird zu einem Ort der Neuorientierung. Situiert sich der Mensch im ptolemäischen Zeitalter im Zentrum der Welt, so ist Heimat heute, in einer Zeit wachsender, medialer Kommunikationsstrategien nicht länger an eine Stadt oder ein Land gebunden. Die Installation fordert den Rezipienten auf, seinen individuellen Heimatbegriff zu hinterfragen. ][
Abteilung:
· Institut für Bildmedien
publiziert in:
· Hardware Software Artware
in Kooperation mit:
· Stiftung Kulturfonds Berlin
Credits:
· Konzept und Realisation: Kirsten Johannsen
· Kooperation: Stiftung Kulturfonds Berlin, ZKM/ Institut für Bildmedien
Gattung:
· Videoinstallation
Hardware:
· 3 Videoprojektoren, 3 Farbüberwachungskameras, 3 Projektionsflächen
· Eisenkonstruktion mit kleinem Monitor, hölzernes Kinderspielzeug

Abbildungen:
Kirsten Johannsen: »Das panoptische Dorf« [1995]
Abb. links: Eisenkonstruktion mit Überwachungskameras
Abb. rechts: Screenshot
© Kirsten Johannsen

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