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Heiner Blum :: Augentauschen [1987-93]

*_Augentauschen basiert auf einem Archiv von Photographien, die der Künstler in Zeitschriften, Zeitungen und privaten Porträtsammlungen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts gefunden hat. Die Arbeit stellt eine lineare Abfolge von Bildern dar, deren strenge Kalkuliertheit eine latente Erzählung oder einen Bogen unaussprechlicher Emotionen suggeriert. Das Ganze ist eine Untersuchung der dem menschlichen Gesicht eingeschriebenen, von den Photographien festgehaltenen Erfahrungen.
Augentauschen betont die Unterschiede zwischen den Menschen, die trotz aller oberflaechlichen Aehnlichkeit des Ausdrucks oder der Pose sichtbar sind. Das unabgeschlossene und unabschliessbare Ausdrucksspiel ist eine Antwort auf die Geschichte, die sich jenseits des Bildes entfaltet. Die 'Augen' an der Wand stellen also eine Projektionsflaeche dar, auf welche die Weltereignisse subjektiv reflektiert werden - gemaess der alten Vorstellung, dass die Augen der Spiegel der Seele sind. Waehrend also die Photographie mit ihrer, womoeglich truegerischen, Verbindung zur inneren und Aeusseren Realitaet in der digitalen Kultur aufgeht, erinnert uns Blums Augentauschen an Ueberzeugungen und Werte, die ebenfalls einer Transformation unterliegen. ][
Abteilung:
· Institut für Bildmedien
publiziert in:
· MultiMediale 3
· Hardware Software Artware
Credits:
· Konzept und Realisation: Heiner Blum
Gattung:
· Installation
Hardware:
· 4 Karussell-Diaprojektoren
· 1 Überblendeinheit
· 4 Rundmagazine (mit je 81 Dias in runden Edelstahlmasken und speziellen Passer-Rahmen)

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