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Jill Scott :: Digital Body-Automata [1997]

*_Die drei Akte dieses Werkes handeln von Transformationen des menschlichen Körpers. Sie beschreiben die Angst vor der Anpassung an Bedingungen der technisch bestimmten Welt. "Interskin" reflektiert diese Problematik als Spiel: Zwei Akteure und ein Moderator müssen entscheiden, welche Bedeutung sie einzelnen Körperteilen zuweisen wollen - funktionale, symbolische, ästhetische oder medizinische. "A Figurative History" stellt fünf Charaktere vor. Sie stehen für Formen der Schöpfung und reflektieren auf ihre Weise Ideen, die zu ihrer Entstehung und ihrem 'Leben' geführt haben. "Immortal Duality" handelt von einem wichtigen Transformationsproblem der Gegenwart: die zukünftig mögliche biogenetische Verwandlung des Menschen. Das Werk steht symbolisch für den Diskurs über das Verhältnis von Mensch und Technik.
Die Arbeit spiegelt deutlich den Ehrgeiz, theoretische und praktische Reflexion und Ausdrucksform zu einer Gesamtaussage zu verbinden. Die drei Akte dieses interaktiven Werkes provozieren, jeder auf ganz eigen-sinnige Weise, die Faszination an der Transformation des menschlichen Körpers. Sie beschreiben auch die Angst vor der Anpassung des Körpers an die Bedingungen einer immer raffinierteren Technologie.
Digital Body-Automata bildet die Quintessenz aller Diskurse, die innerhalb des Medienmuseums anklingen, ein hybrides Gesamtkunstwerk, das versucht, technowissenschaftliche Forschung, geisteswissenschaftliche Reflexion und künstlerische Gestaltung zu einer neuen Qualität zusammenzufügen. ][
Abteilung:
· Medienmuseum
publiziert in:
· Medien Kunst Geschichte
Credits:
· Konzept und Realisation: Jill Scott
· Ausführung:
· "Figurative History": Sabine Hirtes, Jan Stoltz, Matthias Whittmann, Oliver Seiter (Filmproduktion), Jens Müller (Programmierung), Alan Giddy (Interface-Konstruktion), Martin Häberle (Interface-Elektronik)
· "Immortal Duality": Sabine Hirtes (3D-Grafik), Andreas Schiffler (Programmierung), Robert Chong (Roboter-Steuerung)
· "Interskin:" Andreas Schiffler (Programmierung), Sabine Hirtes (3D-Grafik), Lucas Romeik (Grafik), Dr. Mathias Tenholt (medizinische Recherche), Jennifer Schiffler (chinesische Sprache)
· Kooperation:
· Allgemein: Frank Schweitzer (Musik), Schwab Engineering (Konstruktion), Carter Hodgkins (Silkscreen Design)
· "Figurative History": Paul Charlier; Filmakademie, Baden-Württemberg; Akademie der Bildenden Künste München - "Immortal Duality": Dynamax, Paris
· "Interskin": Institut für Biomedizinische Technologie, Universität Karlsruhe
Gattung:
· Interaktives Environment
Hardware:
"Interskin":
· 2 Grafik-Projektoren, 2 SGI Maximum Impact, 3 Videomonitore, Videokonverter,
· 2 Surround 4-Kanal Lautsprechersysteme, Stereo Lautsprechersystem, 5 Verstärker, Pentium PC
· 2 3D Interface [>]Flock of Birds[<], Eigenentwicklung, 3 Telefone mit Steuerelektronik, Waagen mit Gewichtssensoren

"Immortal Duality":
· 2 30" Videomonitore, 16 x 30" Videomonitore (6 Pentium PCs, 4 LCD-Kameras, Videokonverter, Verstärker, Lautsprecher)
· Raumsensoren (3-DIS-Midi-Interface,
· Pentium PC, 2 LCD-Kameras)
· pneumatischer Roboter
· beleuchtetes Fries
· Power Macintosh 7600

"A Figurative History":
· 5 15" Monitore, 5 9" S/W- Monitore
· (5 Power Macintosh 7600, Verstärker, 6 Lautsprecher, 5-Kanal Mischpult)
· Berührungssensoren in 5 Skulpturen
· (mit modifizierten Tastaturen)
· 5 Skulpturen
· (Helm, Zahnrad, Herz, Transistor, Vase)
· 5 Power Macintosh 7600
· 2 LCD-Kameras - über Internet steuerbar
· Webserver - Pentium PC
verwendete Software:
"Interskin":
· LINUX, IRIX, AudioWorks 2, Eigenentwicklung

"Immortal Duality":
· DOS, Mac/OS, TRAX, LINUX, Eigenentwicklung

"A Figurative History":
· Macromedia Director, Eigenentwicklung
· Internetanbindung
· LINUX, Eigenentwicklung

Linkempfehlungen:
· Body as Interface

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