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Frank den Oudsten :: Floating Identities [1995]

*_Floating Identities zeigt, wie schwierig die Suche nach dem Authentischen geworden ist, weil sie immer dramatischer von Simulationen und Illusionen behindert wird. Der Niederländer Frank den Oudsten, der sich seit Jahren mit multimedialen Skulpturen und Installationen beschäftigt, hat seine künstlerischen Wurzeln an der Schnittstelle zwischen subjektiver Dokumentation und objektiver Interpretation. Doch den Oudstens Blick ist nicht mehr auf die Wirklichkeit in ihrer unmittelbar sinnlich erfahrbaren Form gerichtet, sondern auf ihre mediatisierten Ausprägungen. Keines von jenen Ereignissen, die auf den Monitoren der Skulpturen zitiert werden, haben wir selbst miterlebt, aber die meisten sind uns so geläufig, sind derart fest im kollektiven visuellen Bewußtsein verankert, daß sie unser Bild der Welt ausmachen, unser Weltbild konturieren.
Grafische Zeichensysteme rhythmisieren die Bildchoreographie, und filmische Zitate erscheinen durch die räumliche Anordnung in immer neuen Bezügen. Das Raum-Zeit-Gefüge wird in seine Bestandteile zerlegt und erst im Akt der flanierenden Rezeption zu einer neuen, für jeden Betrachter eigenen kognitiven Orientierungskarte zusammengesetzt, die ihm helfen könnte, seinen ganz spezifischen Weg durch das Chaos der mediatisierten Weltbilder zu finden. ][
Abteilung:
· Medienmuseum
publiziert in:
· MultiMediale 4
· Medien Kunst Geschichte
Credits:
· Konzept und Realisation: Frank den Oudsten Ausführung: Anouk van Dijk, Mischa van Dullemen, Gerard Stam (Video), Maarten Ploeg, Micha Klein (Grafik), Rob Moonen, Bas Bossinade (Skulpturen)
Gattung:
· Videoskulptur
Hardware:
· 10 Monitore ohne Chassis
· 2 Laserdiskplayer, Laserdisks, Laservision Kontrolleinheit, 2 Verstärker
· 10 Lautsprecher
· 10 orangefarbene Stahlkästen mit Monitortechnik
· 10 Stahlskulpturen
· Elektrosonic Picbloc-3 Videowallsystem
verwendete Software:
· eigens entwickelte Software (zur Synchronsteuerung der Laserdiskplayer)

Photo: Frank den Oudsten

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