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Siemens Medienkunstpreis

Der internationale Siemens Medienkunstpreis ist vom Zentrum für Kunst und Medientechnologie und dem Siemens-Kulturprogramm 1992 ins Leben gerufen und zum ersten Mal am 22. Mai desselben Jahres vergeben worden. In den Jahren 1993 1997 erfolgte die Ehrung regelmäßig alle zwei Jahre.

Der Medienkunstpreis wurde vom Siemens-Kulturprogramm gestiftet und gemeinsam mit dem ZKM verliehen. Seit 1993 war die Multimediale, das Medienfestival des ZKM, Rahmen der Preisverleihung. Der Preis war mit jeweils DM 100.000 dotiert (zur Eröffnung im Jahr 1992 mit DM 110.000) und beruhte nicht auf einer Ausschreibung, sondern zeichnete durch die Entscheidung der Jury Personen oder Teams jeweils für ein Gesamtoeuvre aus. Die Auszeichnung würdigte die künstlerische oder wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den elektronischen Medien und den mit ihnen einhergehenden neuen Kulturtechniken.

Medienkunstpreis 1997

Die Verleihung des Medienkunstpreises 1997 unterschied sich in mancher Hinsicht zu den Vorjahren. Die Jury hatte sich darauf geeinigt, statt mehrerer kleiner Preise drei große Preise zu gleichen Teilen zu vergeben. Außerdem fiel die Trennung in Theorie- und Praxispreise zugunsten einer offeneren Handhabung weg. Die Preisträger waren: Vilém Flusser, Peter Weibel und Ingo Günther.

Jury: Horst Bredekamp, Stefan Iglhaut, Heinrich Klotz, Jeffrey Shaw, Siegfried Zielinski.

Medienkunstpreis 1995

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Die Preisträger im Jahr 1995 waren der französische Philosoph, Soziologe und Medientheoretiker Jean Baudrillard, Peter Greenaway erhielt den Preis für sein spartenübergreifendes Schaffen als Maler, Autor, Ausstellungs- und Filmemacher. Weitere Preise gingen an die Amerikanerin Lynn Hershman, die ein Spektrum in den Bereichen Aktions-, Konzept- und Medienkunst präsentiert, an das Künstlerpaar Steina und Woody Vasulka und an die deutsch-österreichische Gruppe Knowbotic Research. Der ZDF-Redakteur Eckart Stein erhielt einen Preis für die Durchsetzung von Kunst- und Experimentalfilmen.

Jury: Klaus Peter Dencker, Wulf Herzogenrath, Florian Rötzer, Heinrich Klotz und Peter Weibel.

Medienkunstpreis 1993

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Preisträger des Jahres 1993 waren: Bill Viola, international bekannter Medienkünstler (Hauptpreis mit DM 30.000), William S. Burroughs für sein Lebenswerk (DM 20.000) und der Medientheoretiker und historiker Friedrich Kittler (DM 20.000). Klaus Schöning, Gründer und Leiter des "Studio Aktustische Kunst" beim WDR, die Musikerin und Komponistin Sabine Schäfer und die deutsch-österreichische Gruppe Ponton European Media Art Lab erhielten jeweils einen Preis in Höhe von DM 10.000.

Jury: Klaus Peter Dencker, Wulf Herzogenrath, Florian Rötzer und Peter Weibel.

Medienkunstpreis 1992

Die Preisträger im Jahr 1992 waren die Medienkünstler Paul Garrin, Rebecca Horn und Stephan von Huene (je DM 30.000), der Philosoph Paul Virilio (DM 10.000) und Regina Cornwell und Victoria von Flemming (jeweils DM 5.000), für ihre Arbeit im Bereich der Vermittlung von Medienkunst.

Jury: Klaus Peter Dencker, Wulf Herzogenrath, Florian Rötzer und Peter Weibel.

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