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ZKM_Kooperation :: EXPO 2000

Der Skoda Pavillon - Architektur

Thema der Architektur und Inszenierung des Skoda Pavillons ist die Mischung der Kulturen aus dem slawischen, germanischen, italienischen, österreichischen und ungarischen Raum. Aus der Verschmelzung der Traditionen entstehen neue Qualitäten einer spezifisch tschechischen Kultur. Der tschechische Architekt Borek Sipek entwarf das Gebäude des Pavillons - eine Kombination mitteleuropäischer Einflüße aus Barock und Kubismus. Aus der Vogelperspektive gesehen lässt sich im Grundriss das Logo der Marke Skoda erkennen.

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»Zimmer mit Aussicht«

Im sogenannten DOM, dem 360 ° Innenraum des Skoda Pavillons, kann der Besucher selbst entscheiden, welche Aussicht er betrachtet. Mit einem Flachbildschirm-Interface, dem Navigator, wird der Bildausschnitt ausgewählt und von einer Videokamera aufgenommen. Dreht man den auf einer Säule in der Mitte des Raums stehenden Navigator, zeigen sich je nach Ausrichtung wechselnde Bildausschnitte auf der Leinwand. Zusätzlich erscheinen auf dem Touchscreen ICONS (Bildsymbole), die auf Berührung hin visuelle und akustische Elemente in die Projektion einspielen. Ausgehend vom »Zimmer mit Aussicht« kann sich der Besucher durch sieben verschiedene Welten navigieren.

Innovative Multimedia-Technologie im Skoda Pavillion

In der 12m breiten und 9 m hohen Kuppel des Skoda Pavillions hat das ZKM Karlsruhe mit dem Projekt »Zimmer mit Aussicht« einen Prototyp für 360°-Projektionen entwickelt. Ein eigens entwickeltes Programm, MTK (Mapping Toolkit), wurde für den Einsatz in Installationen und Performances konzipiert. Die Software zeichnet sich durch interaktive Bedienung und Programmierbarkeit aus, die Erzeugung und Programmierung von Graphik wird von Echtzeitanwendungen unterstützt. MTK bietet die allgemeine Softwareplattform für die Programmierung, für Graphik und Dynamik der sichtbaren Objekte werden Algorithmen eingesetzt, welche im Benutzer-Interface durch sichtbare Knoten repräsentiert werden. Diese Knoten werden mit der Maus vernetzt und tauschen während der Programmführung Daten untereinander aus. Alle Parameter der verwendeten Algorithmen können zudem interaktiv durch das Benutzer-Interface verändert werden.

Software-Entwicklung: Bernd Lintermann

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