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Veranstaltungen 10 | 2013

So, 27. Oktober 2013
IMA | lab No. 19: TopoPhonien
20 Jahre RaumKlangKunst von Sabine Schäfer

Konzertinstallationen für den ZKM_Klangdom und Vorträge ZKM_Kubus, 17 Uhr, Eintritt frei

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Programm
TeilnehmerInnen

Die 19. Ausgabe des IMA | lab feiert das 20-jährige Jubiläum des RaumKlangKunst-Projekts TopoPhonien, für das die Karlsruher Künstlerin Sabine Schäfer 1993 den Siemens-Medienkunstpreis erhielt. Im Rahmen des Projekts wurden in den frühen 1990er-Jahren zwei exklusive Raumklangsteuerungssysteme von dem Hard- und Softwaredesigner Sukandar Kartadinata am ZKM | Institut für Musik und Akustik (IMA) entworfen und gebaut.

Für die Veranstaltung werden 8- bis 27-kanalige installative und konzertante Werke aus dem »TopoPhonien«-Zyklus aufgeführt, welche die Künstlerin für den ZKM_Klangdom eingerichtet hat. Ergänzt wird die Konzertinstallation durch einen Kurzvortrag in zwei Teilen der Klangkunst-Theoretikerin und Kuratorin Dr. Kersten Glandien, London (UK) und eine Einführung von Prof. Dr. Michael Harenberg, Hochschule der Künste Bern (CH).

Der TopoPhonien-Werkreihe liegt die künstlerische Idee zugrunde, den Klang »real« anhand von einem computergesteuerten Raumklangverteilungssystem über einen im Raum etablierten, mehrgliedrigen Lautsprecher-Körper zu bewegen. In der Neufassung erfahren die Werke für den ZKM_Klangdom eine neue Interpretation, in dem sich die einzelnen Klangebenen der Kompositionen zu einem bewegten Gesamtklang-Ergebnis vermischen. In den Urfassungen waren diese auf einzelne Lautsprechergruppen im architektonischen Raum verteilt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Studienbereich »Musik und Medienkunst« an der Hochschule der Künste Bern (CH) statt.
Mit freundlicher Unterstützung des WDR Köln und des SWR Baden-Baden

Programm

Einführung
»Zur ästhetischen Verortung nicht-simulativer Raumklangprojektionen am Beispiel der TopoPhonien und des Hörbildes von Sabine Schäfer«
Prof. Dr. Michael Harenberg, Hochschule der Künste Bern (CH)

Kurzvortrag in zwei Teilen
»Klangräume I: Betrachtungen zu Sabine Schäfers TopoPhonien im Spannungsfeld zwischen Klangkunst und Musik«
und
»Klangräume II: Betrachtungen zu Sabine Schäfers radiophonen Arbeiten − im Spannungsfeld zwischen virtuellen und realen Raum«
Dr. Kersten Glandien, London (UK)

Werke aus dem Zyklus TopoPhonien
Folgende Werke sind als Konzertinstallationen für den ZKM_Klangdom an diesem Abend zu erleben
LOST
1992 Badischer Kunstverein/2013 ZKM_Klangdom, UA [5:04]
Sound Warp Vers. II
1994 Kunst-Werke Berlin/2013 ZKM_Klangdom, UA [10:15]
TopoPhonicPlateaus
1995 Donaueschinger Musiktage/2010 ZKM_Klangdom [17:18]
Cycle of Sound No. 4-6
1997 MusikTriennale Köln/2013 ZKM_Klangdom, UA [05:16, 03:49 & 03:52]
Was erzählte ich über Sprach(t)räume?
1997 5.Acustica International WDR Köln/2013 Remix für den ZKM_Klangdom, UA [10:12]
TopoPhonie Nr. 4
1997 Einweihung ZKM | Karlsruhe/2007 ZKM_Klangdom [07:30]

Komposition, Klangregie: Sabine Schäfer
Tontechnik: Jannis Lehnert
Klavier: Claudia Klinkenberg (TopoPhonicPlateaus)
Vorträge: Kersten Glandien, Michael Harenberg

TeilnehmerInnen
Sabine Schäfer
Sabine Schäfer, freischaffende Komponistin, Klangkünstlerin und Medienkünstlerin, lebt und arbeitet in Karlsruhe. Sie studierte Klavier und Komposition, bei Matthias Spahlinger und Wolfgang Rihm, an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe und arbeitete von 1982 bis 1991 an interdisziplinären Projekten und als Composer-Performer. 1990 bis 1992 begann die künstlerische Entwicklung des RaumKlangKunst-Projekts TopoPhonien sowie die technische Entwicklung eines digitalen Raumklang-Steuerungssystem mit dem Soft- und Hardwaredesigner Sukandar Kartadinata. Seit 1991 arbeitet sie an der Realisation von computergesteuerten Raumklanginstallationen, begehbaren und konzertanten Raumklangkörpern und –objekten sowie an Produktionen für <sabine schäfer / / joachim krebs>, seit 2009 unter dem Künstlernamen <SA/JO> bekannt. Von 2004 bis 2008 war sie Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik (DEGEM).
Mehr: www.sabineschaefer.de

Kersten Glandien
Dr. Kersten Glandien ist Autorin, Kuratorin und Dozentin in den Bereichen Sound- und Radiokunst, Ästhetik und zeitgenössische Kunst. Sie studierte Philosophie, Ästhetik und Kunstgeschichte an der Universität St. Petersburg in Russland. Nach ihrer Tätigkeit in Lehre und Forschung an der Technischen Universität Dresden und als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ästhetik und Kunsttheorie an der Akademie der Wissenschaften Berlin, lebt sie seit 1989 als freischaffende Autorin und Kuratorin in London und lehrt seit 1993 zeitgenössische Kunst an der Richmond University London und seit 2003 SoundArt an der Kunstfakultät der Universität zu Brighton.
Ihre akademischen Publikationen umfassen zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich Sound- und Radiokunst, Ästhetik und experimentelle Musik. Sie kuratierte Konzertreihen experimenteller Musik, Radiokunstveranstaltungen und SoundArt-Ausstellungen. Gegenwärtig arbeitet sie an einem Buch zur Ästhetik der SoundArt.
Mehr: www.kerstenglandien.com

Michael Harenberg
Prof. Dr. Michael Harenberg studierte systematische Musikwissenschaft in Gießen und Komposition in Darmstadt und promovierte zum Thema »Virtuelle Instrumente im akustischen Cyberspace“. Harenberg ist Co-Leiter des Bachelorstudiengangs »Musik und Medienkunst« sowie des »Master of Contemporary Arts Practice« (CAP) an der Hochschule der Künste in Bern. Harenberg war von 2004 bis 2013 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik e.V. (DEGEM)und leitet das »DEGEM WebRadio@ZKM« Mehr Informationen unter: www.medien-kunst.ch und www.degem.de

Claudia Klinkenberg
Die Pianistin Claudia Klinkenberg verbindet in ihren Programmen alte Musik, Klassik, Weltmusik, Jazz und Pop. Sie hatte diverse Rundfunk- und Fernsehauftritte, darunter beim Deutschlandfunk, dem SWR, bei South East Asia und Amrita Channel. Sie gastierte in Bonn, Stuttgart, Karlsruhe, Münster, Bachstadt Köthen, München, Mailand, Paris, Wien, Los Angeles, in verschiedenen indischen Großstädten (New Delhi Siri Fort Auditorium), und an vielen Orten Deutschlands und der Welt. Ihre CD Einspielungen zeugen von Experimentierfreudigkeit und Vielseitigkeit. Durch Sabine Schäfers Improvisationsunterricht an der Musikhochschule Karlsruhe entdeckte Claudia Klinkenberg in den 1980er -Jahren ihre Liebe zur freien Improvisation und Neuen Musik.


- Änderungen vorbehalten -

Abbildung: Sabine Schäfer, © Foto: Christian Zecha

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