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Ausstellungen 2012

15. September 2012−10. März 2013
ARTandPRESS
Kunst. Wahrheit. Wirklichkeit.

Eine Ausstellung im ZKM | Museum für Neue Kunst
Eröffnung: Fr, 14. September 2012, 19 Uhr, ZKM_Foyer, Eintritt frei

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Bibliografie
Beitrag im ZKM Blog

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Medium Zeitung Material und Gegenstand der Kunst. Ob als Werkzeug der Aufklärung oder als Instrument der Manipulation − KünstlerInnen bedienen sich dieses Mediums auf vielfältige Weise mit jeweils unterschiedlicher Motivation und Bedeutungszumessung. Die Ausstellung »ARTandPRESS. Kunst. Wahrheit. Wirklichkeit.« präsentiert rund 50 künstlerische Positionen, die die Vernetzung von Journalismus und Kunst offenlegen.

Die Zeitung gilt als der älteste Informationsträger und ist bis heute in der breiten Bevölkerung etabliert. Wenngleich das Medienzeitalter radikale Veränderungen mit sich bringt: Ohne die Zeitung sind die Demokratie, der moderne Staat und die heutige Informationsgesellschaft nicht denkbar.

Ein Blick auf die Kunstgeschichte der letzten 200 Jahre zeigt eine enge Vernetzung von Kunst und Presse. Kunst und Zeitung begegnen sich in ihrem Willen zur Nachfrage, zur Klärung, zur Infragestellung. Den Anspruch, die Realität möglichst authentisch abzubilden − objektiv, subjektiv und mithin als reine Behauptung − verbindet Zeitungsarbeit und künstlerisches Schaffen. Presse schafft Öffentlichkeit, Kunst braucht Öffentlichkeit. Eine Abhängigkeit, die dem Medium Zeitung bis heute einen Platz innerhalb der Kunst einräumt.

Neben den zeitgenössischen Exponaten wird in der Ausstellung »ARTandPRESS. Kunst. Wahrheit. Wirklichkeit.« ein historischer Überblick über die Geschichte der Zeitung in und mit der Kunst geboten. Dies geschieht jedoch nicht anhand von Originalen, sondern via iPad − einem Medium, welches bereits als digitale Zeitung fungiert und damit als einer der größten Konkurrenten der analogen Presse beschrieben werden kann. Das iPad wird in der Ausstellung seinerseits zum Träger von Kunstinformationen, sowohl in bildlicher als auch interaktiver Form. Das moderne Medium möchte den BesucherInnen den Zugang zu den historischen Werken erleichtern und die Beziehung zwischen Zeitung und Kunst aufzeigen.

Damit präsentiert die Werkschau ein breites Spektrum an Medien: Von klassischer Malerei über Installationen, Objektkunst und Video bis hin zur modernsten Internetkommunikation. Die Ausstellung »ARTandPRESS Kunst. Wahrheit. Wirklichkeit.« ist ein Projekt der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn und war zunächst im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu sehen. Im ZKM | Museum für Neue Kunst Karlsruhe ist darüber hinaus ein Kabinett integriert, in welchem eine Arbeit von Hans Richter aus der Sammlung des ZKM | Karlsruhe präsentiert wird, in der ebenfalls Zeitungen als Element der Collage verwendet wurden.

Kuratoren: Walter Smerling und Peter Weibel

Zur Ausstellung ist ein Katalog erhältlich: ARTandPRESS. Kunst. Wahrheit. Wirklichkeit. Hrg. v. Walter Smerling; Martin-Gropius-Bau Berlin, Wienand Verlag, 2012, ISBN: 978-3-86832-094-7, € 19,90

KünstlerInnen:
John Baldessari, Elisabetta Benassi, Christian Boltanski, Joseph Beuys, Noam Chomsky, Denmark, Marlene Dumas, Angus Fairhurst, Günther Förg, Gloria Friedmann, Nikolas Gambaroff, Gilbert & George, Robert Gober, Douglas Gordon, Melissa Gordon, Eberhard Havekost, Damien Hirst, Marine Hugonnier, On Kawara, William Kentridge, Anselm Kiefer, Jannis Kounellis, KRIWET, Sigalit Landau, Robert Longo, Markus Lüpertz, Adam McEwen, Jonathan Meese, Annette Messager, Olaf Metzel, Gustav Metzger, Aleksandra Mir, Farhad Moshiri, Wolf Pehlke, Richard Prince, Hans Richter, Thomas Ruff, Sarkis, Gregor Schneider, HA Schult, James Scott, Nedko Solakov, Itamar Shimshony, Rirkrit Tiravanija, Luc Tuymans, Günther Uecker, Marcel van Eeden, Angel Vergara, Wolf Vostell, Kelley Walker, Peter Weibel


Ein Projekt der
Stiftung für Kunst und
Kultur e.V. Bonn
Als Medienpartner
begleitet BILD die
Ausstellung
Unterstützt wird
ARTandPRESS
von RWE





Abbildung: Gloria Friedmann: "L’envoyé special", 1995, Sammlung der Künstlerin © Gloria Friedmann, Courtesy Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn/ Foto: Stefan Korte

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