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Veranstaltungen 11 | 2011

Mi–Fr, 23.–25.11.2011
Piano+/Iannis Xenakis



Konzerte und Symposium im Rahmen von IMATRONIC | Festival für elektronische Musik
Konzerte im ZKM_Kubus, Mi 20 Uhr, Do ab 19 Uhr, Fr ab 19 Uhr, Eintritt 9/6€
Symposium im ZKM_Vortragssaal, Do/Fr ab 17 Uhr, Eintritt frei

Information in English
IMATRONIC

In vier Konzerten stellt die von der Pianistin Catherine Vickers kuratierte Konzertreihe »Piano+« zentrale Positionen der zeitgenössischen Klavierliteratur vor, die den Rahmen des Instruments sprengen und medial, theatral oder elektroakustisch erweitern. Die einzelnen Konzerte setzen Schwerpunkte und pointieren Perspektiven. Der Eröffnungsabend wird mit audiovisuellen Kompositionen von Bodijar Spassov, Martin Messmer und Michael Beil beginnen. Neben den drei zentralen PianistInnen des Festivals Catherine Vickers, Rei Nakamura und Sebastian Berweck ist der Posaunist Mike Svoboda Gast dieses Konzertes. In dem anschließenden Konzertteil wird der Aspekt des Mechanischen in Kompositionen von Conlon Nancarrow, sowie des Minimalisten Phillip Glass bis hin zu einem partizipativen neuen Werk von Ludger Brümmer, Leiter des ZKM | Institut für Musik und Akustik (IMA) das Spiel der Pianistin Maki Namekawa bestimmen. »Piano+« präsentiert auch dieses Jahr ungewöhnliche Aufführungen, die den Kanon des Klaviers erweitern. Neben zwei Werken von Iannis Xenakis werden Kompositionen von Martin Iddon (mit Midi-Flügel) und pure-data-Aktionist Johannes Kreidler von Rei Nakamura zur Uraufführung gebracht. Der Pianist Sebastian Berweck, ein Spezialist der Verbindung von Elektronik und Klavier, präsentiert ein Programm mit kompositorischen Meisterwerken der jüngeren Vergangenheit von Orm Finnendahl, Enno Poppe, Maximilian Marcoll und Hans Tutschku. Die »Keyboard Study #2« von Terry Riley wird für den Klangdom räumlich neu konzipiert.

Dem Visionär zwischen Mathematik, Architektur und Musik Iannis Xenakis ist im Rahmen von »Piano+« ein Abend mit zwei Konzerten gewidmet: Selten gespielte Klavierwerke wie »Evryali«, »Six Chansons«, »Mists« und »À.r.(Hommage à Ravel)« sowie »Dikhthas« für Klavier und Violine werden elektroakustischen Kompositionen gegenübergestellt. Unter der Überschrift »Xenakis heute« wird das Klavierwerk von Iannis Xenakis mit neuen Werken junger KomponistInnen algorithmischer Musik konfrontiert. Xenakis wird interpretiert von den drei PianistInnen Martin von der Heydt, Axel Gremmelspacher und Catherine Vickers. Ein zweitägiges Symposium mit Xenakis-Spezialisten fokussiert die Zukunft seiner elektronischen Kompositionen unter aufführungspraktischen Aspekten und ihre Tragweite für die gegenwärtige algorithmische kompositorische Praxis.

Programm

Mi, 23.11.
Eröffnungskonzert IMATRONIC,
   20 Uhr im ZKM_Kubus
»Öffentliche Intimität« Piano+ I           
Bojidar Spassov (*1949) »La folia« für Klavier, Posaune, Elektronik und Video  (UA, 2009)
Martin Messmer »flat  2«, Etüde für Posaune und Klavier (1993)
Michael Beil (*1963) »Doppel« für 2 Klavier mit Live-Audio und Live-Video (2009)
Klavier: Catherine Vickers, Rei Nakamura und Sebastian Berweck
Posaune: Mike Svodboda
Klangregie: Bojidar Spassov                    
»Mechanics«  Piano+ II
Philip Glass »Etudes for Piano« No. 1, 4, 6 (2003)
Isang Yun »Shao Yang Yin«  (1966)                                   
Conlon Nancarrow                                               
Ludger Brümmer/Götz Dipper »Étude interactive« für Klavier, Elektronik und Zuschauer, Konzertfassung (UA, 2011, var.)
Klavier: Maki Namekawa 

Do, 24.11.
»Iannis Xenakis 1922 – 2001«
    17 Uhr im ZKM_Vortragssaal
Symposium »Xenakis, Algorithmen, Elektronik«
Vorträge von Makis Solomos und Sharon Kanach, danach Podiumsdiskussion
   19 Uhr im ZKM_Kubus
»Iannis Xenakis: Klavier und Elektroakustik« Piano+ III
Iannis Xenakis »Concret PH« für Zweikanal-Tonband (1958)
Iannis Xenakis »À.r.(Hommage à Ravel)« für Klavier (1987)
Iannis Xenakis »Herma« für Klavier (1960/61)
Iannis Xenakis »Bohor« für Mehrkanal-Tonband
Iannis Xenakis »Dikhthas« für Klavier und Violine (1979)
Iannis Xenakis »Six Chansons« für Klavier (1951)
Iannis Xenakis »Orient-Occident« für Vierkanal-Tonband (1960)
Iannis Xenakis »Evryali« für Klavier (1973)
Klavier: Martin von der Heydt, Axel Gremmelspacher, Catherine Vickers
Violine: Jacek Klimkiewicz
   21 Uhr im ZKM_Kubus
»Xenakis heute« Piano+ IV
Iannis Xenakis »Mists« für Klavier (1981)
Iannis Xenakis »Diamorphosis« für Tonband (1957)
Martin Iddon (*1975) »Neues Werk« mit Midi-Flügel und Elektronik (UA, 2011)
Johannes Kreidler (*1980) für Klavier und Video (UA, 2011)
Klavier: Rei Nakamura           

Fr, 25.11.
»BUTOH« & »PIATRONICS«
    17 Uhr im ZKM_Vortragssaal
Symposium »Xenakis, Algorithmen, Elektronik«
Vorträge von Daniel Teige und Reinhold Friedl
Achtung, geänderte Reihenfolge:
   19 Uhr im ZKM_Kubus
»Butoh-Tanz« – Elektronische Musik und Tanz
Gilles Gobeil »Effraction de l'oubli Compagnie Li(luo)« für Musik und Butoh-Tanz (2010)
Tanz: Camille Mutel
Gilles Gobeil: Klangregie / Klangdom
    21 Uhr im ZKM_Kubus
»Piatronics« Piano+ V
Enno Poppe (*1969) »Arbeit« (2007/08, 15')
Orm Finnendahl (*1963) »Wheel of Fortune« für Midi Flügel und Live-Elektronik mit Video (1993/94, rev. 1995, 15’)
Maximilian Marcoll (*1981) »Samstag morgen – Berlin-Neukölln. Studie. Und Selbstportrait. Mit Hirsch. Für Klavier und Zuspielungen« (2007)
Hans Tutschku (*1966) »Zellen – Linien« für Klavier und Live-Elektronik (2007)
Terry Riley (*1935) »Keyboard Study #2« (realisiert mit Zirkonium/Klangdom)
Klavier: Sebastian Berweck

Leider muss die Ausstellung »Iannis Xenakis« (23.11.2011 – 31.12.2011 auf dem ZKM_Musikbalkon) entfallen.



Kuratorin und Pianistin Catherine Vickers, © Wolfgang Kleber

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