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Ausstellungen 2011

18.06.2011–29.01.2012

CAR CULTURE. Medien der Mobilität



ZKM | Medienmuseum
Eröffnung: Fr, 17.06.2011, 19 Uhr, ZKM_Foyer

Die Eröffnung des Karlsruher Programms zum Automobilsommer und zum Stadtgeburtstag

Information in English
www.zkm.de/car-culture
Audioguide
www.automobilsommer2011.de

Als Kultobjekt und Symbol für individuelle Freiheit ist das Auto das Medium der Mobilität par excellence. Durch seine jederzeitige individuelle Verfügbarkeit nimmt es eine Sonderstellung ein. Das Erdgeschoß des ZKM | Medienmuseum wird in der Ausstellung zu einem Parkplatz für immobile Autos als Skulpturen. Von der erstmals am ZKM realisierten Idee eines Gebäudes aus Automobilen von Hans Hollein, über das Auto als Ursprung und Spiegel gesamtgesellschaftlicher Veränderungsprozesse wie in „Aktion 20.000 km“ von HA Schult bis zur Umdeutung des Automobils vom reinen Fortbewegungsmittel zu einem scheinbar fühlenden Objekt wie „Brain Car“ von Olaf Mooij – künstlerische Positionen zeigen in besonderer Weise die gesellschaftliche Tragweite der Entwicklung des Automobils.
Die erste Phase der Industrialisierung unserer Gesellschaft war geprägt von der physischen Mobilität, von der materiellen Überwindung räumlicher und zeitlicher Distanzen. Bei diesen individuellen und kollektiven Verkehrsmitteln ging es in erster Linie um den Transport von Gütern und Menschen.

Der Übergang von einer physischen zu einer virtuellen Mobilität war im beginnenden 20. Jahrhundert mit einer Trennung zwischen Bote (Körper) und Botschaft (Zeichen) verbunden. Reisende Zeichen, körperlose Botschaften sind die Insignien der virtuellen Mobilität. Insofern ist virtuelle Mobilität nicht nur eine Fortsetzung und Erweiterung der physischen Mobilität, im Idealfall soll sie diese ersetzen und überflüssig machen.
Aus diesem Grund präsentiert die Ausstellung „CAR CULTURE. Medien der Mobilität“ parallel zu künstlerischen Interpretationen des Automobils auch die technologischen Entwicklungen, die die Mobilität der Information erst ermöglichten.

Im ersten Obergeschoss wird − bis 8. Januar 2012 − die technische Geschichte der Funktechnologie ‘von Hertz zum Handy’ zu sehen sein. Als Geburtstunde dieser Entwicklung gelten bis heute, die von Heinrich Hertz an der Technischen Hochschule Karlsruhe, im Jahre 1886 erfolgreich durchgeführten Funken-Experimente zur Übertragung elektromagnetischer Wellen. Von diesen Versuchen bis zu den heute eingerichteten zellularen Mobilfunknetzen und Mobiltelefonen war es ein weiter Weg. Beide Entwicklungen sind eng miteinander verbunden, beide haben hier, in Baden, ihren Ursprung. In Baden-Württemberg als einem der weltgrößten Autocluster nutzt das ZKM die Chance des Automobilsommers, in einer großen Schau die soziale, künstlerische und wirtschaftliche Relevanz der „CAR CULTURE“ weltweit in einer neuen Perspektive zu präsentieren.

Der Ausstellungsbereich ‘von Hertz zum Handy’ ist nur bis 8. Januar 2012 zu sehen.

Kuratoren:
Peter Weibel, Bernhard Serexhe
Co-Kuratoren: Manfred Hauffen (Apps), Franz Pichler (Funktechnologie)

Katalog:
CAR CULTURE. Medien der Mobilität, Peter Weibel (Hg.), ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, 2011, 416 Seiten, zahlreiche Abbildungen [Info]


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