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Veranstaltungen 06 | 2010

So 13.06.10
Hiroshi Kawano – Auf der Suche
nach der wahren Bedeutung der Computerkunst

Vortrag von Hiroshi Kawano und Podiumsgespräch
in deutscher und englischer Sprache
16 Uhr im ZKM_Kubus
Eintritt frei

Intro
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Teilnehmer des Podiums:

Yoshiyuki Abe
[*1947, Gunna, Japan] studierte Photographie an der Chiba Universität, Japan. Von 1972 bis 1982 arbeitete er als Regieassistent im Bereich Spielfilm und realisierte eigene Kurzfilme. 1981 wandte er sich der Erzeugung von Bildern und Filmen mit Hilfe von Digitalcomputern zu. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. im Rahmen der Ars Electronica, Eurographics und von Pixxelpoint. Seit 2003 forscht er zur Frühgeschichte der Computerkunst.

Gilles Gheerbrant
[*1946] studierte Wirtschaftswissenschaften und Kommunikation in Paris. 1969 ging er nach Canada. 1971 bildete er zusammen mit Serge Poulard, Maxime Renard und Claude Schneegans „CYGRA", die „Cybernetic Graphics and Animation Group". 1972 gründete er den Verlag Éditions Gilles Gheerbrant und publizierte „Ars ex machina", das erste Album mit Originalserigraphien computergenerierter Bilder. 1973 eröffnete er die Galerie Gilles Gheerbrant.

Hiroshi Kawano
[*1925, Fushun, China] studierte Philosophie und Wissenschaftsphilosophie an der Universität von Tokyo. Bereits 1935 war seine Familie nach Japan zurückgekehrt. Ab 1955 unterrichtete er an unterschiedlichen Universitäten, u. a. University of Tokyo, Tokyo Metropolitan College of Air Technology, Tokyo Metropolitan College of Technology, Tokyo Metropolitan Institute of Technology, Nagano University, Tohoku University of Art and Design, Tama Art University und Nihon University. Sein Interesse an Semiotik führte ihn Anfang der 1960er Jahre zu den Schriften von Max Bense und der Informationsästhetik. Im September 1964 veröffentlichte er erste computergenerierte Bilder. Es folgten Experimente mit computergenerierter Literatur und, in den 1970er Jahren, mit computergenerierter Musik.

Siegfried Maser
[*1938, Stuttgart] studierte Philosophie, Mathematik und Physik an der Technischen Hochschule Stuttgart und der Universität Tübingen. 1965 promovierte er bei Max Bense über „Die ontologischen Grundlagen und ihre Folgen im Werk von Gottlob Frege", 1968 habilitierte er an der Universität Stuttgart über „Numerische Ästhetik". Ab 1969 lehrte er an zahlreichen Hochschulen, u. a. der Universität Stuttgart, dem Institut für Umweltplanung in Ulm, der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und der Bergischen Universität – Gesamthochschule Wuppertal. Seine Lehre umfasst Zeichen-, Informations- und Kommunikationstheorie, Kybernetik, Systemforschung und Planungstheorie sowie Designtheorie.

Frieder Nake
[*1938, Stuttgart] studierte Mathematik an der Technischen Hochschule (ab 1967 Universität Stuttgart), wo er 1967 über Wahrscheinlichkeitstheorie promovierte. 1963 erzeugte er erste computergenerierte Zeichnungen auf dem Plotter Zuse Graphomat Z64 am Recheninstitut der Technischen Hochschule Stuttgart. 1968/1969 forschte er auf Einladung von Leslie Mezei über Computerkunst an der University of Toronto. Von 1970 bis 1972 war er Assistant Professor am Computer Science Department der University of British Columbia in Vancouver, Canada. Seit 1972 ist Nake Professor für Grafische Datenverarbeitung und interaktive Systeme an der Universität Bremen. Seit 2005 ist er Gastprofessor bzw. Lehrbeauftragter für Digitale Medien an der Hochschule für Künste Bremen. Er ist Gründer und Leiter von compArt des Kompetenzzentrums Digitale Kunst der Universität Bremen.

Elisabeth Walther-Bense
[*1922, Oberweissbach/Thüringen] studierte Philosophie, Germanistik, Romanistik, Physik und Mathematik an den Universitäten Jena, Mainz und an der Technischen Hochschule Stuttgart. 1950 promovierte sie bei Max Bense mit der Dissertation "Die Rolle der Logik von Port-Royal in der Frühgeschichte der exakten Wissenschaften". Sie lehrte von 1956 bis 1983 an der Technischen Hochschule (seit 1967 Universität Stuttgart), außerdem an der Hochschule für Gestaltung in Ulm (HfG Ulm) und der Escola Superior de Desenho Industrial in Rio de Janeiro. Sie war Redakteurin der Zeitschrift "augenblick" (1955-1960), Mitherausgeberin der Reihe "rot" (1960-90) und der internationalen Zeitschrift für Semiotik und Ästhetik "Semiosis" (1976-1990). Seit 1990 ist sie alleinige Herausgeberin von "rot" und "Semiosis".


Abbildung:
Hiroshi Kawano, Artificial Mondrian, 1966
ZKM | Collection, Photo (c) ZKM

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