: ZKM :: Artikel :: ZKM-Seite in der Neuen Zeitschrift für Musik
 
 

  

Texte von der ZKM-Seite in der Neuen Zeitschrift für Musik,
Ausgabe 02/2009 (März+April)



NOTATION. KALKÜL UND FORM IN DEN KÜNSTEN

«Notation. Kalkül und Form in den Künsten» widmet sich dem vielfältigen Spektrum der künstlerischen Prozesse zwischen Konzept und Werk. Die Ausstellung setzt Arbeiten aus allen Bereichen der Kunst von 1900 bis heute zueinander in Beziehung: Zeichensysteme zu Literatur, Musik, Malerei, Choreografie, Architektur, Fotografie, Film und Medienkunst. Über 450 Positionen von über hundert Künstlern aus internationalen Sammlungen, dem ZKM und aus dem Archiv der Berliner Akademie der Künste werden gezeigt.
In der Verbindung von wissenschaftlichem Kalkül und künstlerischer Form haben die Künstler des 20. Jahrhunderts immer neue Wirklichkeiten sichtbar gemacht. Morphische Resonanzen, serielle Strukturen und Schallwellen: die Moderne hat die geistige Seite der Existenz als Forschungsfeld der Künste wiederentdeckt.
John Cage, Etiénne-Jules Marey und Walter Benjamin, Edgard Varèse und Iannis Xenakis, Mary Wigman und Robert Walser, Oskar Fischinger und Marcel Broodthaers, Allan McCollum und Mel Bochner, Antonin Artaud und Pierre Boulez: die Künstler des 20. Jahrhunderts entwerfen Beziehungsfelder in Notationen, (in den Worten von György Ligeti) als Anweisung zum Spiel, als Mittel zur Kommunikation oder aber als autonomes Werk.
Kuratiert von Hubertus v. Amelunxen, Dieter Appelt und Peter Weibel, in Zusammenarbeit mit Angela Lammert, Akademie der Künste, und Bernhard Serexhe, ZKM | Karlsruhe.


TOYSRUS 3.0

Der Komponist Josef Klammer gehört zu den künstlerisch kreativsten Köpfen der Musikszene Österreichs. Toysrus 3.0ist das dritte Update seiner Live-Kompositionsserie für Schlagzeug, EDV, E-Gitarre und acht Lautsprecher. Die Daten für die Echtzeitmodulation des Schlagzeugspiels extrahiert Klammer aus seinem Gestus, seiner Dynamik und der Diadochokinese der vier Extremitäten. Damit werden Tonhöhen, Delayzeiten und Filterungen sowie die Aufteilung der Klänge auf das achtkanalige Lautsprechersystem gesteuert. Begleitet wird Klammer von Seppo Gründler, mit dem er seit dreißig Jahren musikalische Experimente durchführt und zahlreiche Tonträger, Theatermusiken, Hörspiele und musikübergreifende Projekte realisiert hat.


QUANTENSPRÜNGE VIII

Zum achten Mal präsentiert das ZKM | Institut für Musik und Akustik das Festival «Quantensprünge», bei dem instrumentale und elektronische Mittel in unmittelbaren Dialog treten. Das Institut des ZKM und die Internationale Ensemble Modern Akademie Masterstudiengang «Zeitgenössische Musik» der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (IEMA) ergänzen sich hier mit ihren Stipendiatenprogrammen für Komponisten, Instrumentalisten und Tonmeister kongenial.


PORTRÄTKONZERT KUMIKO OMURA

Kumiko Omura (geb. 1970) zählt zu den führenden KomponistInnen elektroakustischer Musik in Japan. In mehreren Gastkünstleraufenthalten am ZKM | Institut für Musik und Akustik entstanden zahlreiche Werke, mit denen sie international erfolgreich bei renommierten Festivals und Konzerten auf sich aufmerksam machte. Sie studierte bei Isao Matsushita und Jo Kondo an der Universität der Schönen Künste und Musik in Tokio sowie an der Folkwang Hochschule in Essen Komposition bei Nicolas A. Huber und elektronische Musik bei Ludger Brümmer. Ihre Werke wurden in Europa und Japan aufgeführt, darunter bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik, dem Festival «Agora» in Paris und auf der International Computer Music Conference in Berlin.


IMA WEBRADIO

Das DEGEM WebRadio@ZKM, eine Plattform für die elektroakustische Kunst, ist ein gemeinsames Projekt der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik (DEGEM) und des IMA.
Im Programm: Konzertmitschnitte aus dem IMA-Gastkünstlerprogramm und Aufnahmen mit Werken von Trevor Wishart, Josef Klammer, Matthias Ockert, Jennifer Walshe und Bernhard Gàl.
Redaktion der ZKM-Slots: Achim Heidenreich.
www.degem.de/webradio


RÜCKSCHAU

Pressestimme zu Ius Lucis für zwei Ensembles von Valerio Sannicandro (Konzert am 16. Januar 2009):
«Der Klang bewegt sich ständig zwischen den beiden Konzerträumen und die Raumakustik wird selbst zu einem musikalischen Gestaltungsmerkmal. Das formal wie ein Palindrom aufgebaute Stück greift eine Idee aus dem Licht-Zyklus Karlheinz Stockhausens auf, entwickelt jedoch die Idee des Komplementären, sich simultan Ergänzenden auf eigentümlich packende Weise weiter.»
(Claus-Dieter Hanauer, Badische Neueste Nachrichten)

© 2014 ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe :: Impressum/Web Site Credits