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Texte von der ZKM-Seite in der Neuen Zeitschrift für Musik, Ausgabe 01/2009 (Januar+Februar)


FINK PREIS FÜR TANZ UND ELEKTRONIK

Kompositorische Innovation entstand oft aus der Verbindung von Klanggeste und körperlicher Bewegung. Tanz und zeitgenössische Musik sind spätestens seit Strawinskys Sacre oder John Cages Arbeiten für die Merce Cunningham Dance Compagnie dafür prominente Beispiele. Wie aber kann das Verhältnis von Tanz und zeitgenössischer Musik angesichts interaktiver Medien im 21. Jahrhundert neu definiert werden?
Der Mäzen Walter Fink sucht mit dem von ihm für das ZKM | Institut für Musik und Akustik gestifteten «Fink Preis für Tanz und elektronische Musik» darauf Antworten zu finden. Elektronische und elektroakustische Musik, Neue Medien und Tanz/Körper sollen dabei eine Symbiose miteinander eingehen, die kreatürliche Bewegung mit avancierter Klangverarbeitungs- und Aufführungstechnik in Übereinstimmung bringen soll. Der Körper soll innerhalb dieser Anordnung dasjenige schöpferische Element sein, das durch seine Choreografie das Kunstwerk im Moment der Aufführung immer wieder neu erschafft und steuert. Der Preis mit einer Preissumme von 10 000 Euro wird erstmals international für 2009 ausgelobt.
Einsendeschluss für die Projekte ist der 31. März 2009.
Informationen unter www.zkm.de/musik


REMOTE I: IUS LUCIS

Die ungewöhnliche Komposition von Valerio Sannicandro für das Ensemble musikFabrik wird in zwei unterschiedlichen, aber miteinander verbundenen Räumen aufgeführt. Die ZuhörerInnen alternieren zwischen den Räumen, während die Musik in Echtzeit-Transformation in den jeweils anderen Raum eingespielt und dabei live- elektronisch bearbeitet wird. In den beiden Räumen können jeweils andere Fassungen der Musik gehört werden, wodurch sich überlappende Erinnerungsbilder entstehen.
Musikalische Leitung: Pierre-André Valade (erster Dirigent), Valerio Sannicandro (zweiter Dirigent), Live-Elektronik: Serge Lemouton und Götz Dipper, Klangregie: Josh Martin und Sebastian Schottke.


REMOTE II: ARTíS BIRTHDAY 2009
«SAFE AND SOUND»


Am 16. Januar 2009 wird Ė im Gedenken an den Fluxus-Künstler Robert Filliou Ė in den «Artís Birthday» hineingefeiert. Filliou hatte 1963 behauptet, dass die Kunst exakt vor einer Million Jahren, am 17. Januar, seinem eigenen Geburtstag, geboren worden sei: «als jemand einen trockenen Schwamm in ein Gefäß voll Wasser fallen ließ». Er bemerkte dazu selbstironisch: «Bescheidene An fänge, aber schaut uns heute an.» Seit Fillious Tod 1987 führen Künstler weltweit den «Artís Birthday» fort: mit «mailart», Fax und «slow scan tv events». Die spontan durchgeführten und vernetzten Events finden an vielen verschiedenen Orten statt. Einzige Voraussetzung ist, dass jede Gruppe Geburtstagsgeschenke senden und empfangen kann. Die Ars Acustica Group der European Broadcast Union (EBU) organisiert seit fünf Jahren eines dieser Events: Über die EBU-Satellitenkanäle Verdi und Ravel werden akustische Geschenke zwischen den international Beteiligten ausgetauscht. Der Klangkünstler Stefano Giannotti wird in der HfG Karlsruhe zusammen mit einer polnischen Vokalsolistin, zwei Perkussionisten und Live-Elektronik ein Stück mit dem Thema «Relativität der Sicherheit» aufführen.
Livestream des Konzerts von 20.05 bis 0 Uhr unter: www.swr2.de


BRASS AND ELECTRONICS

Marco Blaauw (Trompete) und Melvyn Poore (Tuba) gehören zu den spieltechnisch und im Umgang mit avancierten elektronischen Mitteln versiertesten Bläsern in Europa. An zwei Konzertabenden werden neue Solo-Werke für Tuba und Trompete mit elektronischen Mitteln vorgestellt und geben damit einen Über blick über den Kompositionsstand elektroakustischer Musik. Zudem konnten für die Uraufführungen namhafte internationale Komponisten gewonnen werden.
Die beiden Konzerte werden als CD der «Edition ZKM» bei Wergo produziert.
Konzert 1 mit Werken von V. Sannicandro, G. Katzer, M. Koenders und Y. Kyriakides;
Konzert 2 mit Werken von C. Lippe, M. Poore, A. di Scipio und D. Dramm.


MY ULTRADEEP I

Die Musik des mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Klang- und Lichtkünstlers Marko Ciciliani bedient sich eines Klangvokabulars, das von Kammermusik bis zu elektronischem Noise reicht. Überraschende Wendungen und schillernde Klangfarben versprechen in der audiovisuellen Performance My Ultradeep I von Ciciliani und seiner Band «Bakin Zub» im ZKM_Klangdom ein synästhetisches Erlebnis.
My Ultradeep I wurde von Roland Spekle/Stichting Barooni produziert und durch Fördermittel des Fonds voor de Podiumkunsten, Buma Cultuurfonds und STEIM ermöglicht.


PORTRÄTKONZERT MARTIN SCHÜTTLER

Das ZKM präsentiert in einem Porträtkonzert elektronische und elektroakustische Werke des jungen Komponisten Martin Schüttler, die in seiner Zeit als Gastkünstler am ZKM | Institut für Musik und Akustik entstanden sind.

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