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Ausstellungen 11|2008



27.11.2008-10.01.2009
"Once in a Lifetime"
Formalismus heute

Ausstellung: 28.11.2008-10.01.2009
Eröffnung: Do, 27.11.2008, 19 Uhr
Die Eröffnung findet an beiden Ausstellungsorten statt: Mayerei und Ferenbalm Gurbrü Station

John M Armleder, Aline Cautis, Paul Drissen, Christian Ertel, Marcel Frey, Norbert Grunschel, Axel Heil, David Heitz, Petra Herzog, Florian Köhler, Schirin Kretschmann, Alexander Lieck, Klaus Merkel, Mirjam Schwab, Rob Skolte, Sophia Solaris, Christoph Wedding, Elmar Zimmermann

Die Verhandlung von Zeit und Ort erscheint als Gemeinplatz im zeitgenössischen Kunstschaffen. Kunstwerke sind gerade in ihrer Zeitgenossenschaft aufgehoben und verwenden Spuren von Geschichte oder Referentialität mit künstlerischer Strategie. Die Abstraktion als Arbeiten an der Form, als formale Strategie schafft eine Spannung, die weniger in der Inhaltlichkeit, sondern in der vordergründig ästhetischen Dimension des Werkes begründet liegt. Die Ausstellung Once in a Lifetime versammelt verschiedene Formen dieses zeitgenössisch differenten Ansatzes von abstrakten Stellungnahmen gegenwärtigen Lebens. Lifetime versteht sich hier wörtlich als Lebenszeit, in der abstrakte Analysen zwischen Vergangenheit und Zukunft eine Gegenwart einfordern.

Once in a Lifetime basiert auf der Ausstellung WHAT TIME is IT? vom Juni 2008 im Hedah in Maastricht, kuratiert von Agata Jastrzabek. WHAT TIME is IT? konzentrierte sich auf die Frage nach der Zeit als sehr abstraktes Konzept eines Teil unseres Alltagslebens: "The show is about now and here. The displayed works are an intrinsic part of contemporary living. Personal lives are part of the works. Simultaneously they incorporate the heritage of modernity into our contemporaneity."

Der spezifische Punkt des Now and Here aber sind die Motivation und die Haltung zur Abstraktion, ihres einzelnen, vertrauten, kooperativen, globalen und lokalen Ausdrucks. Abstraktion heute ist die Balance zwischen einem möglichem Abstand zur Figuration und der Wiederbelebung von Hauptfragen zum Modernismus. Die Abstraktion der Gegenwartskunst verfolgt jedoch keinen revolutionären Gestus. Sie formuliert eher ein Vokabular, um auf die hyper-ästhetisierte Alltagskultur und auf die profane Frage des status quo von Kunst im gesellschaftlichen Kontext zu reagieren. Was bedeuten Ausdrücke wie "das Neue", "Ideologie" und "Revolution" in der Frage der Mittel für zeitgenössische Künstler? Wo gibt es noch Grenzbereiche von Oberflächen, Form, Räumlichkeit und ästhetischen Grundsätzen auszuloten?

Das Konzept der Maastrichter Ausstellung wird erweitert um Künstler, die in einer Verbindung stehen mit kritischen Ansätzen zur Abstraktion rund um die Kunstszene von Karlsruhe. Ihre Verbindungen sind lose und doch ergeben sich Verknüpfungen über das Prinzip einer abstrakten Verbindung des Formalen.

Kuratiert von Gregor Jansen
mit Lukas & Sebastian Baden und Max Mayer

Künstlergespräch am 09. Januar 2009 um 18 Uhr, ZKM Vortragsaal

Unterstützt von ZKM Karlsruhe und Mondriaan Stichting

mayerei
Schützenstraße 38 76137 Karlsruhe
info[at]mayerei.com
www.mayerei.com

ferenbalm-gurbrü station
Passagehof 13
76133 Karlsruhe
ferenbalmgurbruestation[at]googlemail.com
www.ferenbalm-gurbrüstation.de

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