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Symposium: 29.02. - 02.03.2008
Ausstellung: 29.02. - 25.05.2008

OUR LITERAL SPEED
DER PERFORMATIVE DISKURS

Ein Symposium im ZKM_Vortragssaal und im ZKM_Medientheater mit begleitender Ausstellung im ZKM | Medienmuseum, Lichthof 8
Eröffnung: Fr 29.02.2008, 18 Uhr im ZKM_Foyer

Intro
Symposium
Teilnehmer
Ausstellung
Bibliographie
Information in English
www.ourliteralspeed.com

::: BIOGRAFIEN DER TEILNEHMER [A-H] [J-Z]

Matthew Jesse Jackson
Matthew Jesse Jackson promovierte an der University of California, Berkeley, seit 2005 ist er Assistant Professor am Department of Visual Arts und am Department of Art History and the College an der University of Chicago. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u.a. auf Konzeptkunst und Performance sowie auf der Theorie und Praxis kollaborativer und kollektiver Ansätze in der zeitgenössischen Kunst. Kürzlich erschienen u.a. die Essays Para-Performative Practices and Late Modernism: On Contemporary Art and the Museum (in: Museum International, Sept 2007), Managing the Avant-Garde (in: New Left Review, March/April 2005), Alternative Artists at 'Alternative' Institutions (in: An Alternative Art History, hg. Jill Snyder, Ilya and Emilia Kabakov, 2005). Seine Buchpublikation The Experimental Group: Ilya Kabakov, Moscow Conceptualism, Soviet Avant-Gardes wird in Kürze bei University of Chicago Press erscheinen.

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Jackson Pollock Bar
Die Jackson Pollock Bar ist ein 1993 gegründetes Performanceunternehmen für Theorieinstallationen. Die von Christian Matthiessen inszenierten Playback-Performances zum Ästhetischen Diskurs der bildenden Kunst und des Theaters behandeln insbesondere Themen der Systemtheorie. Darsteller sind Martin Horn und Peter Cieslinski, Anna Wouters und Gotthard Lange. Seit 1995 entstehen regelmäßige Kooperationen mit der britischen Konzeptkunstgruppe Art & Language, seit 1996 ist die Jackson Pollock Bar im Theater Freiburg ansässig. Arbeiten der Jackson Pollock Bar waren u.a. in der Getty Foundation Los Angeles (2004), im Schauspielhaus Zürich (2003), in der Lisson Gallery, London (2003), in der Volksbühne Berlin (2001), im ZKM | Karlsruhe (2000, 2007), im P.S. 1 New York (1999) und bei der documenta X (1997) zu sehen.

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David Joselit
Seit 2003 ist der Kunsthistoriker und Kritiker David Joselit Professor am Department of Art History der Yale University, seit 2006 ist er Vorsitzender des Departments. In seinen zahlreichen Publikationen hat Joselit - von der Dada-Bewegung bis hin zur Aktualität von Globalisierung und Neuen Medien - immer wieder Schlüsselmomente der modernen wie zeitgenössischen Kunst behandelt. Sein aktuelles Buch Feedback: Television Against Democracy (2007) befasst sich mit dem Fernsehen als geschlossenem, antidemokratischem System, welches seit den 1960er Jahren immer wieder von Videokünstlern und Medienaktivisten durchbrochen wurde. Weitere Buchpublikationen sind u.a. American Art Since 1945 (2003) und Infinite Regress: Marcel Duchamp 1910-1941 (1998).

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Juliet Koss
Juliet Koss lehrt als Assistant Professor of Art History am Scripps College in Claremont, Kalifornien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Europäische Moderne des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, Architektur und angrenzende Felder, sowie die deutsche und russische ästhetischen Theorie und künstlerische Praxis. Für ihre wissenschaftliche Arbeit erhielt Koss zahlreiche Auszeichnungen und internationale Forschungsstipendien wie u.a. beim Getty Research Institute Los Angeles und der Humboldt Stiftung Berlin. Im Frühjahr 2008 wird sie einen Forschungsaufenthalt am Canadian Centre for Architecture in Montreal antreten, im Frühjahr 2009 wird ein Stipendium an der American Academy in Berlin, im Sommer 2009 eine Rudolf Arnheim-Professur an der Humboldt Universität Berlin folgen. Nach der Veröffentlichung zahlreicher Essays wird ihre Buchpublikation Modernism after Wagner dieses Jahr bei The University of Minnesota Press erscheinen.

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Miwon Kwon
Miwon Kwon lehrt als Associate Professor am Department of Art History der University of California und beschäftigt sich mit zeitgenössischer Kunst, Architektur, Public Art und Urban Studies. Neben Ihrer kuratorischen Tätigkeit am Whitney Museum of American Art, war sie Mitbegründerin und Herausgeberin von Documents, einem Magazin für Kunst, Kultur und Kritik (1992 - 2004), zudem sitzt sie im Beirat des October Magazins. Neben ihrer Buchpublikation One Place After Another: Site-Specific art and Locational Identity (2002) erschienen zahlreiche Essays, u.a. zu den künstlerischen Positionen von Felix Gonzalez-Torres, Christian Marclay, Ana Mendieta, Do-Ho Suh, Mark Dion, Gabriel Orozco, Jimmie Durham, Christian Philipp Müller, Josiah McElheny.

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Porter McCray
Porter McCray ist Mitarbeiter des Museum of American Art in Berlin. Seinen Vortrag MoMA and The International Program hielt er zum ersten mal im Dezember 2006 am Museum für zeitgenössische Kunst in Belgrad im Kontext der Ausstellung Modern Art in the USA. Erneut hielt er den Vortrag zur Eröffnung der Documenta II im Kunsthaus Dresden im Juni 2007.

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Janice Misurell-Mitchell
Janice Misurell-Mitchell arbeitet als Komponistin, Flötistin und Performancekünstlern, sie ist Co-Direktorin des CUBE Contemporary Chamber Ensemble in Chicago und Mitglied der Fakultät der School of the Art Institute of Chicago. Ihre Werke wurden beim Randspiele Festival in Berlin, beim Festival of Winds in Novara, Italy, beim Robert Helps Festival der University of South Florida, bei den National Flute Association Conventions, im Museum of Contemporary Art in Chicago und in der Carnegie Hall aufgeführt. Ihre Musik wird von MMC Recordings, OPUS ONE Recordings, Capstone Records und Arizona University Recordings produziert und vertrieben. Für die Performance I Do Not Want to See That At My Breakfast Table von Tania Bruguera und Weather Underground war Misurell-Mitchell als Sounddesignerin tätig.

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W. J. T. Mitchell
Der Medien-, Kunst und Literaturwissenschaftler W. J. T. Mitchell ist Professor für Englisch und Kunstgeschichte an der University of Chicago. Als Herausgeber des Critical Inquiry hat er u.a. Themenhefte zu Public Art, Psychoanalyse, Pluralismus, Rasse und Identität sowie postkolonialer Thorie herausgegeben. Für seine wissenschaftliche Arbeit erhielt er zahlreiche Preise und Forschungsstipendien, u.a. den Morey Prize in art history, verliehen von der College Art Association of America sowie den Faculty Award for Excellence in Graduate Teaching der Chicago University. Seine Publikationen beinhalten u.a. Bildtheorie (deutsche Fassung hg. von Gustav Frank, 2008), The late Derrida (Hg., 2007) What Do Pictures Want? (2005), The Last Dinosaur Book: The Life and Times of a Cultural Icon (1998), The Picture Theory (1994) und Pictorial Turn (1992).

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Hila Peleg
Hila Peleg lebt und arbeitet als freie Kuratorin in Berlin. Gemeinsam mit Anselm Franke, Adam Budak und Raqs Media Collective wird sie die diesjährige Manifesta 7 in Trentino kuratieren. Hila Peleg und Anselm Franke haben bereits bei den Ausstellungen The Imaginary Number in den KW Berlin (2005) und Clinic - A Pathology of Gesture im Hebbel am Ufer Berlin (2006) zusammengearbeitet. Desweiteren organisierte und co-kuratierte Peleg mehrere internationale Projekte, die sich mit Kunst- und Kulturpraxis aus dem Nahen Osten beschäftigen. Bei der Verfilmung A Crime Against Art (UNP Berlin, 2007) führte Peleg Regie.

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Andrew Perchuk
Seit 2003 ist der Kunstwissenschaftler und Kurator Andrew Perchuk als Assistant Director for Contemporary Programs and Research am Getty Research Institute, Los Angeles tätig. Neben der Organisation und Moderation zahlreicher wissenschaftlicher Konferenzen hat Perchuk u.a. die Ausstellungen Matter of Time (Dorsky Gallery, New York, 1999), The Masculine Masquerade (co-curator Helaine Posner, MIT List Visual Arts Center, Cambridge, MA, 1995; begleitende Buchpublikation: The Masculine Masquerade, Andrew Perchuk and Helaine Posner, eds., 1995) und Maureen Connor: Discreet Objects (Alternative Museum, 1994) kuratiert. Zwischen 1992 und 2001 schrieb er regelmäßig für Artforum, zwischen 1999 und 2004 war er Redaktionsmitglied von Documents. Für seine wissenschaftliche Tätigkeit erhielt er zahlreiche Forschungsstipendien, u.a. vom National Endowment for the Arts, Museum Program und vom Getty Research Institute, Los Angeles.

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The Project of the New American Century
The Project for the New American Century ist eine pädagogische Non-Profit Organisation, welche das fundamentale Anliegen verfolgt, die Vorteile der amerikanische Herrschaft für Amerika aber auch für die Welt zu demonstrieren. Desweiteren möchte die Organisation darauf hinweisen, dass eine solche Führung militärische Strenge, diplomatische Energie und das Bekenntnis zu moralischen Prinzipien erfordert. The Project for the New American Century verfolgt die Absicht, durch journalistisches und wissenschaftliches Engagement über die Folgen und Errungenschaften einer amerikanischen Weltherrschaft aufzuklären. Das Projekt verfolgt die Unterstützung einer rigorosen und prinzipientreuen Politik der amerikanischen internationalen Präsenz und Einbindung sowie die Förderung einer wertvollen öffentlichen Debatte zur Außen- und Verteidigungspolitik und Amerikas Rolle in der Welt.

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Tino Sehgal
Der 1976 in London geborene Künstler studierte Choreographie und Volkswirtschaftslehre in Berlin und Essen, heute lebt und arbeitet er in Berlin. Tino Sehgals Arbeiten nehmen allein in dem Moment Gestalt an, in dem der Zuschauer ihnen begegnet. Hierfür setzt der Künstler Interpreten ein, die mit den Besuchern der jeweiligen Ausstellung in Form von Bewegungen, gesprochenen Worten oder Gesang in Kontakt treten. Damit ersetzt er die materielle Produktion von Objekten durch temporäre Werke aus Körper, Raum und Zeit. Die Arbeiten, welche nur in Museen oder Ausstellungen realisiert werden, sind käuflich und können über Monate hinweg während der Öffnungszeit aufgeführt werden – jedoch sind sie weder filmisch noch fotografisch dokumentiert. Neben zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen war Tino Sehgal u.a. im deutschen Pavillon der 51. Biennale in Venedig (2005) mit seinen Arbeiten This is so contemporary und This is exchange vertreten.

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The Size Queens
Die Size Queens wurden 1983 von Adam Klein gegründet. Nachdem über einige Jahre hinweg keine gemeinsamen Projekte entstanden waren, rief Klein die Size Queens zusammen mit seinem langjährigen Kollegen Michael Mullen wieder ins Leben - sie holten u.a. Nicole Brodsky, Hannah Marcus, Tim Mooney, Chip Dalby, Carlos Forster, Abel Mouton, John Murry, Dale Pickard mit ins Boot.

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Anton Vidokle
geboren 1965 in Moskau, lebt und arbeitet in Berlin. unitednationsplaza ist Vidokles aktuelles Projekt in Berlin: eine Art Institut, das als Freie Universität, als Schule wie Ausstellung gestaltet ist und daher ein radikales Maß an Offenheit birgt. In Zusammenarbeit mit ca. 60 KünstlerInnen werden öffentliche Ereignisse, Publikationen, Symposien etc. in Bezug auf zeitgenössische Kunst, Politik und Kritische Theorie entwickelt. Weitere kürzlich entstandene Projekte von Anton Vidokle sind u.a. die Martha Rosler Library und der e-flux Videoverleih. Beide arbeiten mit der »direkten« Verbreitung und Kontaktnahme mit dem Publikum, die für gewöhnlich für Institutionen aufgrund ihrer Verpflichtung, die Werke, die sie präsentieren, auch vor dem Publikum zu »schützen«, problematisch ist. Auf der Grundlage von Anton Vidokles und Tirdad Zolgdhars The Trial auf dem International Contemporary Art Experts Forum auf der ARCO in Madrid entstand kürzlich Hila Pelegs Videoarbeit The Crime of Art (2007).

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Anne M. Wagner
geboren 1949 in Connecticut, USA. Seit 1988 lehrt sie als Professorin für moderne und zeitgenössische Kunst an der University of California in Berkeley. Ihre Forschungsaktivitäten richten sich auf so unterschiedliche Themenfelder wie die Ästhetik von John Heartfields Montage, die Cybernetik und die Kunst der 60er und 70er Jahre, die Auswirkungen von Genderpolitik und kultureller (insbesondere afroamerikanischer) Identität auf die zeitgenössische künstlerische Produktion, oder körperliche Materialismen in der Performance. Zu ihren zahlreichen Buchveröffentlichungen gehören u.a. Mother Stone: The Vitality of Modern British Sculpture (2005), Three Artists (Three Women): Modernism and the Art of Hesse, Krasner, and O’Keeffe (1996) und Der Tanz: Jean-Baptiste Carpeaux (1989). Zudem veröffentlichte Anne Wagner kürzlich Essays zu Willem De Kooning, Kara Walker und Gordon Matta-Clark.

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The Weather Underground
Die Weathermen (auch Weather Underground Organisation, Weatherman, Weather People, nach dem Bob-Dylan-Song Subterranean Homesick Blues benannt) waren eine linke militante Untergrundorganisation in den USA, die Ende der 1960er bis in die 1970er Jahre aktiv waren. Nach einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg im Oktober 1969 erklärten die Weathermen 1970 dem Staatsapparat den Krieg und gingen in den Untergrund. Auslöser für die Bombenanschläge der folgenden Jahre auf staatliche, vor allem auf militärische und polizeiliche Einrichtungen, war die Tötung des Vorsitzenden der Black Panther in Illinois durch die Polizei. In den 1970ern waren die Weather People vor allem in der Drogen-Subkultur aktiv und beeinflussten dort die Yippies. Mitte der 1970er Jahre zerfiel die Gruppe in legale wie illegale Ableger. Bekannte Mitglieder des Weather Underground waren Kathy Boudine, Mark Rudd, Bernardine Dohrn und Bill Ayers. Bernardine Dohrn ist heute Professorin für Jura an der Northwestern University in Chicago und Gründungsdirektorin des Children and Family Justice Centers. Bill Ayers lehrt heute als Professor für Pädagogik an der Universität von Illinois in Chicago.

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Peter Weibel
Peter Weibel (geboren 1944 in Odessa) studierte Literatur, Film, Mathematik, Medizin und Philosophie in Wien und Paris. Der Künstler, Ausstellungskurator, Kunst- und Medientheoretiker war u.a. künstlerischer Berater, später Leiter der Ars Electronica in Linz, Direktor der Instituts für Neue Medien an der Städelschule in Frankfurt am Main sowie künstlerischer Leiter der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz. Seit 1984 hat Weibel eine Professur für Visuelle Mediengestaltung an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien inne, seit 1999 ist er Vorstand des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. 2008 wird er gemeinsam mit Marie-Ange Brayer und Wonil Rhee die 3. Internationale Biennale für Zeitgenössische Kunst Sevilla kuratieren. Zudem ist er Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen.

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