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Symposium: 29.02. - 02.03.2008
Ausstellung: 29.02. - 25.05.2008

OUR LITERAL SPEED
DER PERFORMATIVE DISKURS

Ein Symposium im ZKM_Vortragssaal und im ZKM_Medientheater mit begleitender Ausstellung im ZKM | Medienmuseum, Lichthof 8
Eröffnung: Fr 29.02.2008, 18 Uhr im ZKM_Foyer

Intro
Symposium
Ausstellung
Bibliographie
Information in English
www.ourliteralspeed.com

::: BIOGRAFIEN DER TEILNEHMER [A-H] [J-Z]

Art & Language
Das Konzeptkunst-Kollektiv Art & Language wurde 1968 von Terry Atkinson, Michael Baldwin, David Bainbridge und Harold Hurrell gegründet. Seitdem kamen in England wie Amerika stetig neue Mitglieder hinzu (u.a. Joseph Kosuth, Ian Burn, Charles Harrison, Philip Pilkington, Mel Ramsden, David Rushton, Graham Howard, Terry Smith), bis sich 1976 der amerikanische Teils des Kollektivs auflöste. Die programmatisch-orientierte Künstlergruppe arbeitet primär kunsttheoretisch und präsentiert in Ausstellungen Texte und Modelle, die den jeweiligen Stand der gruppeninternen Diskussion zusammenfassen. Statt der programmatischen Legitimation einer Kunstproduktion ging es bei Art & Language immer um die Ausdifferenzierung des theoretischen Ansatzes. Bis heute entstanden zahlreiche Manuskripte, theoretische Veröffentlichungen und Textproduktionen aber auch Malerei, Zeichnungen und Installationen. Die selbst gestellte Aufgabe des Kollektivs, kunst- und kunstkontextreflexive Kunst im Kunstkontext zu präsentieren, hat sich bis heute nicht geändert - der Anteil des Sichtbaren gegenüber dem Lesbaren hat sich allerdings erheblich erhöht.

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Walter Benjamin
Walter Benjamin (New York) hat durch seine Vorträge zu Mondrian '63-'96 (1986-1087) und seine Thesen zu Kopien (2003) größere Bekanntheit erlangt.

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John Bock
geboren 1965 in Gribbohm/Deutschland, lebt und arbeitet in Berlin. Der Künstler ist vor allem für seine spektakulären, komisch-grotesken Aktionen bekannt, in denen sich Theater, Performance, Vorträge, Video, Installation und Skulptur in einzigartiger Weise durchdringen. Kürzlich entstanden vermehrt Film- und Videorbeiten. Bock war an zahlreichen internationalen Ausstellungen, unter anderem der Biennale in Venedig (1999 und 2005), der documenta 11 in Kassel (2002) und der Manifesta 5 in San Sebastian (2004), beteiligt. Einzelausstellungen widmeten ihm u. a. das Museum of Modern Art, New York (2000), das Londoner ICA (2005) und die Schirn Kunsthalle Frankfurt (2007). Seit 2004 ist John Bock Professor für Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

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Tania Bruguera
geboren 1968 in Havanna, Kuba. Die in Havanna und Chicago lebende Künstlerin reflektiert in ihren Arbeiten das Verhältnis von Politik und Macht, thematisiert Migration und Postkolonialismus und setzt sich mit religiösen Fragestellungen sowie ihrem eigenen kulturellen Lebenskontext auseinander. Mit ihren Rauminstallationen, Performance-, und Videoarbeiten war die Bruguera u.a. auf der documenta 11 (2002) in Kassel, bei den Biennalen in Istanbul (2003), Shanghai (2004), Tirana (2005), Venedig (2001, 2005) und Göteborg (2007) vertreten. Derzeit lehrt Tania Bruguera am Department of Visual Arts der University of Chicago.

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Julia Bryan-Wilson
Julia Bryan-Wilson lehrt als Assistant Professor für zeitgenössische Kunst am Department of Art History und am PhD Program in Visual Studies an der University of California. Ihre Forschungsschwerpunkte sind zeitgnössische Kunst, feministische Theorie und Queer Theory, Performance und Video, künstlerischer Aktivismus und Koalitionspolitik. Für ihre wissenschaftliche Tätigkeit erhielt sie zahlreiche Forschungsstipendien und Preise, u.a. den Creative Capital/Andy Warhol Foundation Arts Writers Grant (2007). Ihre Texte erschienen in Art Bulletin, Artforum, Frieze, Modern Painters sowie im Oxford Art Journal. In Kürze wird Ihr Buch Art Workers: Radical Practice in the Vietnam War Era bei University of California Press erscheinen.

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Anthony Cokes
geboren 1956 in den USA. Seit Mitte der 1980er Jahre entstanden zahlreiche Videoarbeiten und Installationen wie beispielsweise Black Celebration (1988) oder Fade to Black (1990). Tony Cokes untersucht in seinen Arbeiten den Einfluss von Rasse, Gender und Klassenzugehörigkeit auf die persönliche, kulturelle wie historische Identitätskonstruktion. Cokes erhielt Stipendien der Rockefeller Foundation und der Guggenheim Foundation – seine Videoarbeiten und Multimediainstallationen wurden u.a. im Whitney Museum of American Art (2002), im Helsinki City Art Museum (2003), bei der Werkleitz Biennale in Halle (2004) und in der Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen (2002/2005) ausgestellt. Derzeit lehrt Cokes am Department of Modern Culture and Media der Brown University in New York.

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Darby English
Darby English promovierte in Visual und Cultural Studies an der University of Rochester. Derzeit lehrt er als Assistant Professor für Kunstgeschichte an der University of Chicago. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen auf der Rhetorik der Abstraktion im ästhetischen Diskurs des 20. Und 21. Jahrhunderts, auf der Geschichtlichkeit zeitgenössischer Praxis, sowie dem sozialen Subjekt in der modernistischen Kritik. Bisher erschienen von ihm u.a. die Publikationen How to See a Work of Art in Total Darkness (2007) und Kara Walker: Narratives of a Negress (hg. Darby English et al., 2003).

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Andrea Fraser
geboren 1965 in Billings, Montana, lebt und arbeitet in New York. Seit Mitte der 1980er Jahre setzt sich Andrea Fraser in ihren Performances, »Gallery talks«, Videos, Essays, Installationen und »Services« kritisch mit den Präsentationsformen, den Hierarchien und den Ausschlussmechanismen des Kunstbetriebes auseinander. Ihre Arbeiten, die mit dem Erbe von Institutionskritik und Ortsspezifiik assoziiert werden, waren auf internationalen Biennalen sowie in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in amerikanischen und europäischen Museen vertreten – kürzlich u.a. im Witte de With, Rotterdam (2007), in der Tate Modern, London (2006/07), in den KW Berlin (2006/07) und im P.S.1 MoMA (2006).

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Rainer Ganahl
geboren 1961 in Bludenz, Österreich, lebt seit 1990 in New York. Er studierte an der Hochschule für angewandte Kunst Wien bei Peter Weibel und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Nam June Paik, heute ist er Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Ganahl beschäftigt sich als Konzeptkünstler mit Fragen der Politik und Zeitgeschichte, der Lebenswelten und Mentalitäten, sowie der Sprache und der Medien. Seine Arbeiten waren bei zahlreichen internationalen Gruppen- und Einzelausstellungen vertreten und wurden mehrfach im Rahmen der Biennale di Venezia gezeigt. Seine Präsenz in der Ausstellung New York - States of Mind (Haus der Kulturen der Welt, Berlin/Queens Museum of Art, New York, 2007/08) deutet auf Ganahls Verwurzelung in der New Yorker Kunstszene.

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Boris Groys
geboren 1947 in Ostberlin, Ausreise in die BRD 1981. Nach einer Reihe von Stipendien und Gastprofessuren in Deutschland und den USA folgte 1992 die Promotion in Münster. Seit 1994 ist Groys Professor für Philosophie und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, seit 2001 Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien. Groys’ Forschungsinteresse gilt insbesondere der russischen Avantgarde, der Kunst des Stalinismus und den ästhetisch-intellektuellen Konzepten des Post-Kommunismus. In den letzten Jahren erschienen u.a. Groysaufnahme. Philosophische Gedanken zum Film (2007), Das kommunistische Postskriptum (2005), Politik der Unsterblichkeit. Vier Gespräche mit Thomas Knöfel (2002), Unter Verdacht. Eine Phänomenologie der Medien (2000), Die Kunst der Installation (mit Ilja Kabakow, 1996), Über das Neue (1992).

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Charles Harrison
Seit 1971 ist Charles Harrison Mitglied der Gruppe Art & Language, die die Ausdifferenzierung ihres theoretischen Ansatzes in den Vordergrund ihrer Aktivitäten stellt. Seit 1971 ist er Herausgeber der Zeitschrift Art-Language. Derzeit lehrt Harrison als Professor für Kunstgeschichte an der Open University (UK). In den letzten Jahren erschienen u.a. die Publikationen Homes from Home II (mit Michael Baldwin und Mel Ramsden als Art & Language, 2006), Painting the Difference: Sex and Spectator in Modern Art (2005), Art & Language: Writings since 1980 (mit Michael Baldwin und Mel Ramsden als Art & Language, 2005), Conceptual Art and Painting (2001). Zudem ist Harrison zusammen mit Paul Wood Herausgeber von Art in Theory 1900-2000 (2002), Art in Theory 1815-1900 (1998) sowie Art in Theory 1648-1815 (2000).

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Sharon Hayes
geboren 1970 in den USA, lebt und arbeitet in New York. Sharon Hayes’ Videoarbeiten, Installationen und Performances untersuchen den Einfluss von Geschichte, Politik und Raum auf die kollektive wie individuelle Subjektbildung. Zu diesem Zweck entwickelt sie konzeptuelle und methodologische Annäherungen, die sie aus künstlerischen und akademischen Zusammenhängen wie dem Theater, der Anthropologie, der Linguistik oder dem Journalismus entlehnt. Ihre Arbeiten wurden u.a. im Kunstmuseum St. Gallen (2007), im Centre Culturel Suisse, Paris (2007), in der Generali Foundation, Wien (2007), in der Tate Modern, London (2007), in The Moore Space, Miami (2005), bei der Biennale Vrsac (2004) und im P.S.1 MoMA, Long Island (2000) gezeigt.

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Christopher P. Heuer
geboren 1972 in New York, lebt und arbeitet in Princeton, New Jersey. Im Anschluss an seine Lehrtätigkeiten am Getty Research Institute, an der University of Washington und der Columbia University, lehrt Christopher P. Heuer seit 2007 als Assistant Professor am Department of Art and Archaeology der Princeton University. Nach der Veröffentlichung zahlreicher architektur- und kunstgeschichtlicher Essays wird im Juni 2008 seine Buchpublikation The City Rehearsed: Print, Performance, and the Architectural Imaginaries of Hans Vredeman de Vries erscheinen.

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