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Ausstellungen 01|2007

14.01.-25.03.2007
art_clips.ch.at.de
90 Kurzvideos aus der Schweiz, Österreich
und Deutschland

Eine Ausstellung im ZKM | Medienmuseum
Ausstellung: 14.01.-25.03.2007
Release-Party: Sa, 13.01. 22 Uhr im ZKM_Foyer
Einführung in die Ausstellung: So, 14.01. 14 Uhr
im ZKM | Medienmuseum


Künstlerbiografien art_clips.ch


11 LORI HERSBERGER / BURNOUT / 2002 / 02:23 min
Lori Hersberger (*1964 in Basel) studierte an der Kunstgewerbeschule und an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel. Bei seinen Installations-, Performance-, Malerei-, Objekt- und Videoarbeiten ist Hersberger stets an Mechanismen interessiert, die bestimmte Stimmungen und Emotionen erzeugen. Unter Verwendung verschiedener visueller und akustischer Mittel – der Künstler benutzt u.a. radikal umgeschnittene Sequenzen aus Hollywoodfilmen in Kombination mit dröhnenden Soundtracks – befragt er althergebrachte Muster männlicher Selbstentwürfe. Zuletzt entstanden u.a. die Multimediainstallationen Preview of the Hollow Sky und Life is a bitch and then you die (beide 2004).


12 SUSANNE HOFER / LE JEU D’AMOUR / 2001 / 02:25 min
Susanne Hofer (*1970 in Luzern) studierte an der Höheren Schule für Gestaltung Luzern. In der Videoarbeit Cotton, bist du das? (2004) fügt Hofer Sequenzen mit schreienden Protagonistinnen aus Hollywoodklassikern aneinander – alles dreht sich um den abwesenden Mann. Konsequent legt die Künstlerin hier das geschlechtsspezifische Verständnis des westlichen Mainstreamkinos offen. In den performativeren Arbeiten other people’s clothes (2003) und victoria’s secrets (2003) nimmt Hofer selbst die Rolle der Protagonistin ein und spielt mit der Idee der Transformation von Körper, sowie kultureller und sexueller Identität.


13 BERNHARD HUWILER / TAGESSCHAU / 2004 / 03:04 min
Nach dem Staatsexamen in Humanmedizin studierte Bernhard Huwiler (*1957 in Luzern) an der École Supérieure des Arts Visuel in Genf. In seinen Performances, Installationen und Videos thematisiert der Künstler immer wieder die Erkundung und Erfahrung seiner unmittelbaren Umgebung. Oftmals sind seine Arbeiten auch mit Zeichnungsperformances verbunden – etwa dann, wenn er endlose Sandspuren durch die Landschaft legt, ein Scotchband auf Strassen klebt oder eine blaue Linie vertikal gen Himmel laufen lässt. Aktuelle Videoarbeiten sind u.a. Tumbler (2002) und Tagesschau (2004).


14 FRANTICEK KLOSSNER / LIQUID IDENTITY / 2005 / 02:34 min
Frantiček Klossner (*1960 in Bern) arbeitet an der Schnittstelle von traditionellen, neuen und neuesten Medien. In performativen Werken, Video-Performances bis hin zur Inszenierung seiner DNA verbindet Klossner eine Vielzahl von Medien im dynamischen Spiel zwischen Interaktion und Interaktivität. In der Arbeit Melting Selves (2006) beispielsweise kombiniert der Künstler eine schmelzende Portrait-Büste seines eigenen Körpers mit der Projektion der rhythmischen Wellen, die durch die Tropfen in der Wasseroberfläche entstehen. So ergibt sich ein spannungsvolles Wechselspiel aus Konzentration und Auflösung. Seit 2006 hat Klossner einen Lehrauftrag an der Hochschule der Künste Bern.


15 ERIC LANZ / BLIND DATE / 2003 / 04:15 min
Eric Lanz (1962 in Biel) studierte an der École Supérieure d'Art Visuel in Genf und der Kunstakademie Düsseldorf. Neben verschiedenen Lehraufträgen war er mit seiner künstlerischen Arbeit bei zahlreichen Ausstellungen vertreten. In seinen Videos, Installationen und skulpturalen Objekten manifestiert sich eine Leidenschaft des Sammelns, des Inventarisierens und Ordnens, die jedoch immer begleitet ist von einer leichten, humoristischen Haltung. Beispiele hierfür sind die Arbeiten Choses (1999), Eingriff (2001) oder Blind Date (2003). Die kürzlich entstandenen Videos Timing, Borderline und Doublebind (alle 2005) stellen die Simulation von Interaktivität in den Mittelpunkt.


16 CLAUDE LUYET & XAVIER ROBEL / RUSH / 2004 / 02:55 min
Der Video- und Filmemacher Claude Luyet (*1948 in Genf) war Mitbegründer von Studio GDS. Seit den 1970er Jahren entstanden unter diesem Label zahlreiche Animationsfilme, Grafiken und Illustrationen. Als Comiczeichner und Illustrator veröffentlichte Xavier Robel (*1971 in Montreal) bisher u.a. bei den Verlagen und Magazinen Drozophile, Bile Noir, Strapazin, Le Temps und Le Courrier. Der gemeinsam realisierte Animationsfilm Rush (2004) zeichnet sich durch seinen starken Experimentcharakter aus: das 35mm-Material wurde direkt durch Kratzen, Zeichen und Malen bearbeitet. Seine sogartige Wirkung zieht der Film nicht zuletzt aus dem Einsatz der pulsierenden Musik von Gabriele Scotti.

Musik: Gabriel Scotti, Verleger: Studio GDS / C. Luyet


17 HEINRICH LÜBER / ASTROMOBIL / 2005 / 02:05 min
Heinrich Lüber (*1961 in Wattwil) arbeitet an der Schnittstelle von Ton, Bild und Körper. Er führt physisch-räumliche Eingriffe durch, die dem Betrachter konfrontierend gegenübertreten. Oft wird Sprache in die Performances einbezogen, jedoch geht es hier nicht um Kommunikation, sondern lediglich um den Akt des Sprechens. Wenn Lüber bedächtig auf einen Fußboden einredet oder seine Stimme sich überschlägt, um über eine Art Megaphon-Posaune die trostlose Umgebung des Berner Kunstmuseums zu erheitern, ist neben Faszination auch Frustration zu spüren, die die unerwiderte Kommunikation mit dem rätselhaften Gegenüber auslöst.


18 CHANTAL MICHEL / DIE FALLE / 2005 / 06:00 min
Chantal Michel (*1968 in Bern) studierte in der Fachklasse Keramik an der Schule für Gestaltung Bern. Später besuchte sie die Klasse von Harald Klingelhöller an der Kunstakademie Karlsruhe. In ihren Videos, Performances und Fotografien inszeniert sich die Künstlerin selbst in unterschiedlichen Räumen. Chamäleonhaft wandelt sie dabei ihre Gestalt: Kostüm, Gestik und Mimik fügen sich subtil in die Stimmung der Umgebung ein. Die Inszenierung lässt die Grenze zwischen Objekt und Subjekt verschwimmen. In ihren neueren Videoarbeiten wie z.B. Hinter weißen Türen (2005) oder Die elfte Episode (2006) arbeitet die Künstlerin mit der Idee der Verdopplung bzw. Spaltung des Subjekts.


19 GIANNI MOTTI / POLICE IN CONCERTO / 2005 / 04:17 min
In seinen Aktionen und Interventionen greift Gianni Motti (*1958 in Sondrio) kulturelle, natürliche und politische Phänomene auf. Dabei erfindet er nicht, sondern zeigt die Realität so, wie sie existiert. Er versteht sich als universeller Aktivist, der politische, kulturelle, religiöse oder soziale Veranstaltungen unterwandert – wie eine Präsidentschaftskampagne, die Abdankung eines Despoten oder gar eine Todeszeremonie zu Ehren der Santa Marta. Dabei zeigt der Künstler manchmal spielerisch, manchmal unausweichlich und direkt erfahrbar die Funktionsweise von Systemen auf, die er dabei nicht selten auch zerstört.


20 VICTORINE MÜLLER / AQUACOM / 2005 / 04:00 min
Victorine Müller (*1961 in Grenchen) studierte an der Schule für Gestaltung Bern und an der F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich. In ihren Performances, Installationen und Fotografien arbeitet die Künstlerin mit der Inszenierung des Körpers und dessen Energiezuständen. Ihr Körper ist „ihr Medium, Poesieerreger und Verbündeter“. Immer wieder geht es um das Thema der Auflösung von Zuständen, Körper- und Subjektsvorstellungen. Stets handelt es sich um Grenzsituationen – so setzt die Künstlerin in ihrer Videoarbeit aquacom (2005) Körper unter Wasser und entzieht dabei neben den Protagonisten auch dem Betrachter die Luft.

Darstellerinnen: Ines Müller, Cornelia Providoli, Vreni Spieser / Kamera: ARTcommunication, Stephan Stucki

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