Ausstellungen 05|2007
12. Mai–19. August 2007
zwischen zwei toden / between two deaths
Eine Ausstellung im ZKM | Medienmuseum
kuratiert von Ellen Blumenstein und Felix Ensslin
Ausstellung: 12. Mai–19. August 2007
Eröffnung: 11. Mai 2007, 19 Uhr, ZKM_Foyer
between two deaths: the festival: 11.–12. Mai 2007
Tickets: T. +49-721-8100-1200 / infotheke
zkm.de
→ www.zkm.de/zwischenzweitoden
→ Festivalinfo/ Programm
→ Information in English
→ Literatur zur Ausstellung
→
Trailer (2min.30sec., QuickTime)
Vom 12. Mai bis 19. August 2007 zeigt das ZKM | Karlsruhe in Zusammenarbeit
mit Ellen Blumenstein und Felix
Ensslin künstlerisch-kritische Reflexionen
des politischen, gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Trends zur melancholischen
Rückbesinnung. Dessen Auswirkungen sind allerorts zu spüren: konservative
Kulturdebatten, Stagnation, Regression, Furcht, Unsicherheit, Lethargie oder
Nostalgie greifen um sich. Grenzenloser Pessimismus oder selbst- und staatsverordneter
Optimismus erscheinen als die allgemeinen Devisen.
Dabei wird zeitgenössische Kunst heute vielfach auf konservative Weise
als enigmatische Antwort auf ein immer schon traumatisches Leben gelesen – oder
man spricht erleichtert von einer »Rückkehr der Romantik« und
meint Gefühligkeit und Entpolitisierung. Die Positionen, die »zwischen
zwei toden / between two deaths« versammelt, stellen sich dieser Lesart
entgegen. Durch sie erweist sich die heutige »melancholische« Subjektivität
als eine Gestalt, die auch durchbrochen, durchkreuzt oder durchquert werden
kann.
Die Ausstellung zeigt daher Positionen, die nicht in der Situation des »erschöpften
Selbst« (Ehrenberg) oder in den »neuen Krankheiten der Seele« (Kristeva)
verharren. Während jede einzelne Arbeit nach dem Ausgangspunkt von Angst
und Stillstand fragt, leugnet keine die Diagnose; aber darüber
hinaus gelangen die Künstler durch und mit ihrer Kunst in dieser
Zone »zwischen zwei toden / between two deaths« zur einer Kritik
ihrer eigenen Gegenwart und damit zu der Frage: Was kommt danach? Wenn die
Menschen heute in dieser Zone sich wieder finden, dann zeigt die Kunst dieser
Ausstellung, dass in diesem »Zombieland« ein »emanzipatorisches
Potential« (iek) steckt.
Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Rita Ackermann, Ulf Aminde, Sue de Beer, Walead Beshty, Martin Dammann, Harry
Dodge und Stanya Kahn, Brock Enright, Barnaby Furnas, Luis Gispert und Jeffrey
Reed, Nan Goldin, Dan Graham, Nicolás Guagnini, Elín Hansdóttir,
Jutta Koether, Terence Koh, Erik van Lieshout, Ján Mančuka, Marlene
McCarty, John Miller, Chloe Piene, Adam Putnam, Stephen G. Rhodes, Kirstine
Roepstorff, Aïda Ruilova, Florian Slotawa, Javier Téllez, Mark
Titchner, Ryan Trecartin, Jennifer West, Charlie White
Katalog:
Begleitend zur Ausstellung erscheint im Hatje-Cantz Verlag ein umfangreicher
Katalog mit neuen Essays internationaler Kritiker, Künstler, Philosophen,
Kunstwissenschaftler und Soziologen, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven
beleuchten. Enthalten ist darüber hinaus ein Bildteil, der die ausgestellten
Arbeiten versammelt und einen Einblick in die aktuelle Produktion der eingeladenen
Künstler bietet.
Mit Beiträgen von u.a. Sonia Arribas und Howard Rouse, Ellen Blumenstein,
Alain Ehrenberg, Felix Ensslin, Dan Graham und Robin Hurst, Mika Hannula, Eva
Illouz, Doreet LeVitte Harten, John Miller, Laurence Rickels, André Rottmann,
und Slavoj iek.
Die Ausstellung wird gefördert durch die
Kulturstiftung
des Bundes.
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