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31.03.-22.05.2005:
Gary Hill: »Suspension of Disbelief« [1991-92]
Videoinstallation

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Gary Hill [*1951, Santa Monica, USA] wurde zu Beginn der 90er Jahre durch seine Beteiligungen an der Ausstellung »Metropolis« [1991 im Martin Gropius-Bau Berlin] und auf der »Documenta IX« in Kassel einem grösseren deutschen Publikum bekannt. In der Arbeit »In as much as it is always already taking place« von 1990 sah man einen Körper, zergliedert durch die Darstellung auf etwa 16 Monitoren verschiedenster Grösse. Für Hill ein »nie endender, wenn auch fragmentarischer anatomischer Schauplatz wie Elemente eines Stilllebens«.

In diesem Kontext steht auch die Arbeit »Suspension of Disbelief« [etwa: Aussetzung des Unglaubens], die auf 30 Monitoren - in einer Reihe über Augenhöhe an einer Aluschiene montiert - einen weiblichen und einen männlichen nackten Körper zeigt. Der Fluss der beinahe nur schemenhaften Bilder, wird ständig unterbrochen: die Körper driften aufeinander zu, überlagern sich, kommen aber doch nicht zusammen. Die Wahrnehmung gleicht einem Nachbild, etwas das vor dem geistigen Auge erscheint, nachdem der Blick sich bereits abgewandt hat. Die ätherischen Bilder, ihr sanft pulsierendes Erscheinen und die schiere Länge der Installation lassen eine gewohnte filmische Rezeption nicht zu. Der Anschein diskreter Scheuheit - angesichts der entblößten Körper - steigert sich zur unüberwindlichen Distanz bedingt durch das elektronische Medium.

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