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27.01. - 20.03.2005:
Julian Rosefeldt: »Trilogie des Scheiterns« (Teil 1 + 2)
The Soundmaker, Stunned Man
Videoinstallationen

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Julian Rosefeldt war im Jahr 2004 mit seinen Arbeiten auf internationalen Festivals und in Ausstellungen maßgeblich vertreten. Seine Einzelpräsentationen und Beteiligungen u.a. in den Kunstwerken Berlin, auf dem Theaterfestival in Avignon, in der Villa Arson in Nizza oder im Rahmen der 26. Sao Paulo Biennale erregten international große Aufmerksamkeit.

Der 1965 in München geborene Künstler zeigt in den beiden Vitrinen des ZKMax den ersten und zweiten Teil seiner Videoinstallationen »Trilogie des Scheiterns« aus dem Jahr 2004: Stunned Man und The Soundmaker. Die zwei- bzw. dreiteiligen Videoprojektionen zeigen jeweils zwei Männer inmitten ihrer häuslichen Umgebung und unterschiedlichen Beschäftigungen nachgehend. Was aber den Betrachter vor allem fesselt, sind die unterschiedlichen, teils extrem kontroversen Zustände und Verfassungen, in denen die Männer gezeigt werden.

Die Installationen zeichnen sich aus durch vielschichtige, parallele oder asynchrone Bildbezüge, die ihren Sinn entwickeln, indem sie eine erwartete Filmhandlung in ihr Gegenteil verkehren. Der Betrachter wird in dieses Spiegelkabinett einbezogen, indem er die Konstruktionen der Handlung und des Settings zwar durchschaut, ohne jedoch aus der Sinnwidrigkeit des Loops wirklich aussteigen zu können. Protagonist und Betrachter bleiben gefangen in der Gespaltenheit, es gibt keine Möglichkeit der Identitätsfindung. So 'scheitern' in diesen Teilen der »Trilogie« alle Beteiligten.

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