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SpeedForce

Werkliste

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° Laetitia Bourget (*1976), (...), 2001, Frankreich, 9:00

Das Verheilen von Blutergüssen, das Vernarben von Wunden, das Wachsen von Körperbehaarung... körperliche Prozesse, die hier im Zeitraffer durch das Morphing eingescannter Bilder gezeigt werden. Diese faszinierenden Phänomene machen von unserem Willen unabhängige körperliche Vorgänge sichtbar - eine Art unbewusstes Bewusstsein, eine passive Aktivität oder eine aktive Passivität, die man als etwas Lebendiges bezeichnen könnte. (L.B.)

° Malgorzata Dobke (*1975), Cars at Night, 2003, Polen, 5:10

Die Bewegung nächtlicher Fahrzeuge entlang oder entgegen der Straßenführung führt den konstanten Energiefluss im öffentlichen Raum vor Augen. Die fliehenden Autos markieren Energiebahnen und Kräftefelder, die sich dem regelnden Verlauf der Straßenkennzeichnung widersetzen und ihren eigenen Weg suchen.

° Ulrich Fischer (*1971), Ballast, 2004, Schweiz, 1:50

Das Bild wird durch ein symmetrische Struktur unterstützt und beflügelt – keine Bewegung ohne Ballast... (U.F.)

° Mihai Grecu (*1981), Metamorph #1, 2004, Frankreich, 2:40

Eine vielfach geteilte Zelle im roten Licht beginnt sich wieder zu einem komplexen Zellkern zu vereinen. Zellteilung rückwärts – eine unmögliche Bewegung, die jeder Vorstellung von Entropie widerspricht.

° Ingo Günther (*1957), Eleven Waiters, 1982, Deutschland, 9:32

Aufzug, Straße, Brücke - Ingo Günthers Band handelt von Orten der Bewegung und des Verkehrs. Durch vielfältige Variationen zum Thema Bildteilung und rhythmischer Schnitt untersucht er räumliche Parameter wie vertikal / horizontal, oben / unten, rechts / links, vor / zurück. Die Montage von Wirklichkeitsschnipseln mündet in einer langen Einstellung einer fallenden Bombe. Danach geht das Licht aus.

° Hanna Haaslahti (*1969), Solarium, 2002, Finnland, 2:05

„Solarium“ ist der erste Film in einer Kurzfilm-Trilogie über Leichtathletik und die Darstellung des menschlichen Körpers in der Welt des zeitgenössischen Sports. Bewegung wird aufgrund der Leistungsanforderung zur stupiden Stereotype degradiert, die Schönheit von Tanz und Choreographie pervertiert in ein perpetuum mobile aus menschlicher Muskulatur.

° Nan Hoover (*1931), Wigry, Poland, 1989, Niederland, 6:39

Ungeachtet des im Titel genannten Ortes, zeigt Hoover keine äußeren Bilder wie Landschaftsaufnahmen, sondern vielmehr die Bewegung von Wasser begleitet vom beruhigenden Klang fallender Tropfen in einer formalen Studie. Die Spiegelungen von Licht und Schatten im mal ruhigeren Plätschern oder im Strudel des Wassersogs sind Ausdruck meditativer Geisteszustände, eine Metapher des Gedankenstroms.

° iAS interActive Systems GmbH (gegr. 1994) - Katrin Gaedt, Die
  neuronale Sektion des Lachens, 2004, Deutschland, 1.00

„Die neuronale Sektion des Lachens“ zeigt in einer 3D-Animation die für das Lachen benötigte Gesichtsmuskulatur. Die Mimik wird Ausdruck einer Idee, die im Kopf entsteht. Die Prozesse im Kopf, die Innervation der Nerven, die Umschaltung in den Kerngebieten und die an Emotionen beteiligten Gehirnareale werden für den Betrachter sichtbar. (iAS)

° Jens Kull (*1975), Makromorphosis, 2004, Mexiko, 1:20

„Makromorphosis“ ist eine visuelle Reise in die uns verborgene Welt der Kleinstlebewesen und Existenzformen, die den Mikrokosmos mit dem Makrokosmos vereint... (J.K.)

° Elena Näsänen (*1968), Drive, 2003, Finnland, 9:15

„Drive“ ist ein Roadmovie, das in einer einsamen, verschneiten Landschaft spielt. Hauptfigur ist eine 30-jährige Frau. Die Tonspur führt Elemente eines Aktionsfilms in die Geschichte ein. Während der hypnotischen Fahrt vermischen sich Realität und Vorstellung durch die Imaginationskraft der Geschwindigkeit.

° Semiconductor (Ruth Jarman, *1973, und Joseph Gerhardt, *1972),
  Inaudible Cities: Part One, 2002, Großbritannien, 6:40

„Inaudible Cities: Part One“ ist der erste Kurzfilm einer Serie des Künstlerduos Semiconductor, in der Städte aus Klang bestehen und durch ihn gesteuert werden. In dieser Episode entwickeln sich die einzelnen Details einer urbanen Landschaft aus dem Schalldruck eines aufziehenden elektrischen Sturms. Die Struktur dieser isolierten Welt wird durch das Rauschen und die Frequenzen definiert, die diesen Ort, der in einer anderen akustischen Dimension angesiedelt ist, umgeben. (S.)

° Steina und Woody Vasulka, Evolution, 1969-1971, USA, 13:00

Grundlagenforschungen aus der Pionierzeit der Videokunst werden hier vorgestellt: Ein Bild, das durch die Bewegung des Sounds generiert wird, oder verschiedene Rückkopplungsmuster, die Monitor und Sound beeinflussen. Schnelle horizontale Bildläufe entlang einer Motivkette, die von der Evolutionsdarstellung über Werbetexte bis zu mikroskopierten Spermien reicht, versetzen das „bewegte Bild“ wahrhaft in eine rauschende Geschwindigkeit.

° Jan Verbeek (*1966), Interferenz, 1990, Deutschland, 7:42

Eine Zugfahrt wird zur Grundlage einer Analyse der verschiedenen Interferenzen von Klang, Bewegung und vorbeiziehenden Strukturen. Die durch die parallele Ausrichtung der Gleiskörper in horizontale oder diagonale Lagen gegliederte Bildfläche steht dem Format füllenden all over der ersten Bandhälfte gegenüber.

13 Videos auf drei Leinwänden verteilt (3 x je 25:00 Minuten Laufzeit) aus der Videokunstsammlung des ZKM in Karlsruhe und aus den Nominierungen des seit 1992 jährlich gemeinsam vom Südwestrundfunk Baden-Baden und dem ZKM veranstalteten \\internationalen\medien\kunst\preis.

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