ZKM_Veranstaltungen 06|2005
51:49 - Alle Macht geht vom Volke aus
Ausstellung
Eröffnung: Fr, 03.06.2005, 19 Uhr, ZKM_Foyer
Ausstellung: 04.06.-14.08.2005
- verlängert bis 03.10.2005! -
ZKM, LH 7, Museumsbalkon, Musikbalkon und Medialounge
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[=> Information in english]
»Wahlkabine« :: »Quantenspiegel« ::
»Zentral Kommando Meinungsmassaker«
»Damit, dass jeder nach seinem Gewissen handelt, hört weder das
Chaos noch das Elend auf, welches daraus hervorgeht. Die formale
Anweisung, mit sich selbst im reinen zu bleiben, einen widerspruchslosen Willen zu haben, bildet keine Richtschnur, welche
den Grund der moralischen Unruhe beheben könnte. Gibt es auch
nur eine Schandtat, die nicht schon einmal mit gutem Wissen
begangen worden wäre?«
Max Horkheimer
Die grundlegende Konzeption des Projektes 51:49 - Alle Macht geht vom Volke aus besteht im berechtigten Zweifel an der plebiszitären Entscheidung als Mittel der Wahl: inwieweit lassen sich die häufig inakzeptablen Konsequenzen und Ergebnisse
direkter Entscheidungsmechanismen mit der populären Forderungen
nach stärkerer Einbindung der Bürger vereinen?
Das Ziel des Projektes 51:49 ist es zu zeigen, dass Entscheidungen, die (beispielsweise durch plebiszitäre Mechanismen) formal korrekt herbeigeführt werden, nicht unmittelbar zu einem richtigen Ergebnis kommen, sondern auch in kontra-intuitive Aussagen münden können.
51:49 versteht sich in diesem Sinne keinesfalls als künstlerische
Ausstellung, sondern vielmehr als Illustration und visueller
Gedankenanstoß. Der Besucher kann an einer fingierten Abstimmung über die Bebauung des Karlsruher Messplatzes teilnehmen, die Installation Quantenspiegel erleben oder in virtuellen
Spielebenen die ZKM-Lichthöfe erkunden. Inhaltliche Verständigung
und Austausch fungieren als Schlüsselmomente. Jeder
direkten Entscheidungssituation bietet 51:49 durch Spiegelung
der individuellen Vorgänge die Möglichkeit zur gemeinschaftlichen
Synchronisation verschiedener Meinungen und damit zur
Verständigung. Es ist nicht die Absicht des Projektes 51:49 Antworten, Handlungsanweisungen oder Empfehlungen zu geben –
es wäre schon ein Erfolg, wenn produktive Verunsicherung entsteht.
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Realisiert durch Förderung der Stadtverwaltung Karlsruhe
Mit freundlicher Unterstützung von Universität Karlsruhe, HfT Karlsruhe, HfT Stuttgart, Staatliche Akademie der
Bildenden Künste Stuttgart, Müller Systemtechnik GmbH
Projektorganisation
Klaus Elliger, Wolf-Dietrich Gierth, Uwe Hochmuth, Christina Lindner, Michael Mangold, Barbara Rettenmaier
Projektbeteiligte
Hans Diebner, Florian Grond, Adolf Mathias, Jan Minar, NeIKa e.V., Malte Paetsch, Thomas Pasiek, Per Sterner, David Theis, Martin Walser
Projektpartner
Jan Dieterle, Prof. Nicolas Fritz, Prof. Detlef Kurt, Müller Systemtechnik GmbH, Prof. Günther Telian, Prof. Alex Wall
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