: ZKM :: Artikel :: Veranstaltungen 05|2004 Forum 02: Platz der Grundrechte
 
 

  

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Einladung zum Forum 02: PLATZ DER GRUNDRECHTE

Vortrag

Fr 14.05.2004

ZKM-Medientheater | 18 Uhr | Eintritt frei

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Weitere Foren :
Forum 01: Di 11.05.2004 | 18 Uhr | Bürgersaal des Rathauses, Marktplatz
Forum 03 : Sa 15.05.2004 | 16 Uhr | Feuerbachsaal, Staatliche Kunsthalle

Seit Anfang 2002 arbeitet Jochen Gerz in Karlsruhe im Auftrag der Stadt am PLATZ DER GRUNDRECHTE, einem Kunstwerk für den öffentlichen Raum. Ausgangspunkt war die Idee der Stadt, die eigene Beziehung zum Recht und zu den Karlsruher Gerichten, vor allem zum Bundesverfassungsgericht, zu thematisieren, zu vertiefen und sichtbar zu machen. Jochen Gerz stellt im ersten Teil der Arbeit den Karlsruher Gerichtspräsidenten, einigen anderen Juristen, aber auch prominenten Bürgern der Stadt Fragen über den Beitrag des Rechts zur Gesellschaft. Danach wendet er sich mit seinen Fragen an Autoren von Straftaten, Bürger, die mit dem Gesetz in Konflikt gerieten, aber auch an einige, die keine berufliche oder existenzielle Vorstellung von Recht und Unrecht haben. So entstehen zweimal 24 Aussagen. Je eine Antwort der beiden befragten Gruppen wird auf die Vorder- und Rückseite eines Straßenschilds emailliert. Realisiert werden insgesamt 24 Straßenschilder mit 48 Aussagen zum Recht, jedes auf einen Metallposten montiert.

Auch das öffentliche Kunstwerk wird es doppelt geben. Der Künstler sieht eine zentrale Version des PLATZ DER GRUNDRECHTE und eine dezentrale Version vor, die über das Stadtgebiet verteilt ist. Den zentralen Standort soll die Stadt bestimmen, über die dezentrale Version diskutieren die Einwohner Karlsruhes. Die Standort-Vorschläge des dezentralen PLATZ DER GRUNDRECHTE sind das Ergebnis von drei Foren. Zum ersten Forum [11.05.2004] lädt die Stadt Karlsruhe ein, zum zweiten die Bundesanwaltschaft [14.05.2004] und zum dritten die Staatliche Kunsthalle [15.05.2004].

Wie an anderen Orten Europas entsteht auch die Karlsruher Gerz-Arbeit dank des Beitrags der Öffentlichkeit, mit anderen Worten dank der Einwohner, die Autoren werden. Die Einladung zu den Foren geht also an Mitbürger, die sich über einen Standort Gedanken machen, über einen konkreten Ort der Stadt, den sie für eines der 24 Straßenschilder geeignet halten. Historische Argumente - wie für den Schlossplatz, wo Markgraf Karl Friedrich 1783 die Aufhebung der Leibeigenschaft verkündete - können neben persönlichen Erlebnissen oder Ereignissen zu Wort kommen, die einem Haus, einer Strasse oder einem Stadtteil eine neue Bedeutung geben.

JEDES FORUM SOLL EINE DISKUSSION UND EINE ABSTIMMUNG ÜBER ACHT DER INSGESAMT 24 STANDORTE ERMÖGLICHEN. ES GEHT UM KARLSRUHE UND DAS RECHT, DIE KUNST UND DEN ÖFFENTLICHEN AUSDRUCK.

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