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»Das Denken des Raums in Zeiten der Globalisierung«

Sonntag 15.2.2004, 16 Uhr, Vortragssaal
Beatriz Colomina: »Battlelines: E.1027«

Sonntag 15.2.2004, 17 Uhr, Vortragssaal
Mark Wigley&: »Resisting the City: The Architect as Science-Fiction Tourist«

Dienstag 17.2.2004, 18 Uhr, Vortragssaal
Paul Majkut: »The Jungle and the Garden: Narratives of Indigenous Space and Globalized Space in a Neo-Colonial World«

Vorträge in englischer Sprache
Eintritt frei

Die drei Vorträge bilden einen Teil der Vortragsreihe »Das Denken des Raums in Zeiten der Globalisierung« organisiert vom IZKT – Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung in Verbindung mit dem Institut Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen der Stadt Stuttgart, die vom 12. bis 14. Februar im Theaterhaus Stuttgart stattfindet.

Beatriz Colomina:: »Battlelines: E.1027«

»E.1027 ist die Bezeichnung eines modernen Hauses von 1926-1929, das von Eileen Gray in Cap Martin, Frankreich entworfen worden ist. Der Vortrag schildert die Geschichte dieses Hauses und seine sukzessive Besetzung und Verunstaltung nicht nur durch die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkrieges sondern auch durch den Architekten Le Corbusier.«
Beatriz Colomina

Beatriz Colomina ist Professorin für Architektur und Gründungsdirektorin des Programms Media and Modernity an der Princeton University. Zu ihre Publikationen zählen unter anderem Titel wie Architectureproduction [1988], Sexuality and Space [1992] und Privacy and Publicity: Modern Architecture as Mass Media [1994]. Zur Zeit arbeitet sie an einer Publikation mit dem Titel Domesticity at War and a collection of essays on art entitled Double Exposure: Architecture Through Art, die sich mit dem Verhältnis von Krieg und moderner Architektur in den USA in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg befasst.

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Mark Wigley:»Resisting the City: The Architect as Science-Fiction Tourist«

»Das Zeitalter der Globalisierung und der elektronischen Ströme führte zu Veränderungen im Tourismus. Das Reisen ist zunehmend virtuell geworden, sowohl in dem Sinne als man den Raum nicht mehr verlassen muss, um reisen zu können, als auch in der Hinsicht, dass der Raum, den man betritt, zunehmend ähnlicher dem Raum wird, den man eben verlassen hat. Gleichzeitig wandelte unser zunehmend virtueller Lebensstil die einmalige materielle Eigenschaft beider Seiten in eine fetischistische Attraktion. Der Tourismus inszeniert einen außergewöhnlichen Tanz zwischen dem Virtuellen und dem Realen - ein Umstand, der an den Architekten eine einmalige Herausforderung stellt. Die Tatsache, dass der Architekt selbst seit jeher eine besondere Art von Tourist darstellt, der beständig reist, aufnimmt, analysiert und auf der Basis dessen, was er auf seinen Reisen sieht, entwirft, lässt diese Herausforderung größer werden. Der Vortrag untersucht die mobile Figur des Architekten, der die sich überschneidenden Ströme visueller Information als eine Form des Widerstandes einer zunehmend dematerialisierten globalen Stadt strukturiert.«
Mark Wigley

Mark Wigley war von 1987 bis 1989 Professor an der Princeton University, und hat seit 2000 eine Professor für Architektur an der Graduate School of Architecture an der Columbia University inne. Wigley publizierte eine Reihe von Büchern zur Theorie der Architektur unter anderem The Activist Drawing: Retracing Situationist Architecture from Constant’s New Babylon to Beyond und kuratierte eine Reihe von Ausstellungen am Museum of Modern Art und dem Drawing Center in New York.

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Paul Majkut: »The Jungle and the Garden: Narratives of Indigenous Space and Globalized Space in a Neo-Colonial World«

»Wenn die Landschaft eine Erzählung darstellt und –walking- das Äquivalent des –reading- bildet , dann wird, im Zeitalter des ungezügelten neo-liberalen Kapitalismus das -Book of Nature- wie William Wordsworth es nannte, neu interpretiert. Diese Revision der Geschichte, eingeschrieben in den -natural text- ist das Ergebnis eines Kampfes um die Kontrolle über die Natur selbst. Die Vorstellung von –space- in dem, was man für gewöhnlich als die -post colonial perspective- bezeichnet – wobei ich es vorziehen würde von einer -neo-colonial perspective- zu sprechen – ist umstritten. In meinem Vortrag versuche ich meine Erfahrungen im heimischen Raum, -the jungle-, und dem globalisierten Raum, -the institutional garden-, zu zeichnen, um eine anschauliche Annäherung an diesen Kontrast vorzuschlagen.«
Paul Majkut

Paul Majkut ist Associate Professor an der School of Arts and Sciences der National University, San Diego. Zu seinen veröffentlichten Beiträgen zählt unter anderem Splitting Hairs and Talking Back: Controversy Surrounding Carolivia Herrons’s Nappy Hair, Dialéctica. Puebla, Mexico: Universidad Autónoma de Puebla, vol 26, 2002; Owls and Nightingales: A Question of Self-Deception, Areté: Revista de Filosofía. Lima, Peru: Pontificia Universidad Católica del Peru, 2002 and Earth Some Special Good Doth Give: A Phenomenological Reading of Friar Laurence’s ‘Earth’ Monologue, Analecta Husserliana: The Yearbook of Phenomenological Research (Passions of the Earth in Human Existence, Creativity, and Literature), vol. 71. Ed. by Anna-Teresa Tymieniecka. The Netherlands: Kluwer Academic Publishers, 2001.

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