: ZKM :: Artikel :: Deleuze Festival | Programm-Informationen
 
 

  

ZKM_Ausstellungen | Programm-Informationen

Gilles Deleuze und die Künste
Wiederholung und Differenz

»Eines Tages wird das Jahrhundert vielleicht deleuzianisch sein.« [Michel Foucault]

Vorträge - Ausstellung - Filmprogramm - Konzerte

Festival :: 24. - 26.10.2003
Ausstellung :: 24.10. - 07.12.2003

-> zurück zum Intro
-> Programmübersicht
-> Information in english


° Ausstellung

25.10.- 07.12.2003
ZKM | Medienmuseum Projektraum

Die Ausstellung zeigt Videoinstallationen, Tonbandaufnahmen, Filme, Malerei, Zeichnungen und Fotos, sowie das umfassende Archiv zu Gilles Deleuze aus dem Merve Verlag, Berlin. Veröffentlichungen von und über Deleuze veranschaulichen die Erfahrungswelten des Philosophen und dokumentieren 29 Jahre Arbeit mit Deleuze.

^

° Konzerte

Fr 24.10. | 20 Uhr
ZKM-Medientheater

Walter Zimmermann: Kindheitsblock (1994)
Mitglieder des ensemble recherche, Freiburg
Barbara Maurer (Bratsche)
Klaus Steffes-Holländer (Celesta)

Der Berliner Komponist Walter Zimmermann nahm auf den Strassen Nürnbergs Kinderlieder auf und transkribierte sie mit all ihren fehlerhaften Intonationen, Wiederholungen und vergessenen Versen. Das ensemble recherche spielt das von Gilles Deleuze inspirierte Stück, das an das Kind-Sein erinnern möchte.

Sa 25.10. | 22 Uhr
ZKM-Foyer

Deleuze Sound Night
Live-Performances von Achim Szepanski (Mille Plateaux), Richard Pinhas und Gérôme Schmidt.
Achim Szepanski präsentiert das von Foucault, Deleuze und Guattari inspirierte Label Mille Plateaux in Form eines Live-Features in Wort und Sound und definiert mit der ihm eigenen charismatischen Leichtigkeit Philosophie und Musik neu. Der »Vater der französischen Electronic Music« und Heldon-Gründer Richard Pinhas lässt mit seinem Schizotrope-Projekt eine Hommage an seinen Freund Gilles Deleuze hören, garniert mit Videoaufnahmen aus Vincennes, wo Deleuze lehrte.

^

° Filmprogramm

Fr 24.10. | 20:30 Uhr
ZKM-Medientheater

Le Grand Escroc
R. Jean-Luc Godard, F 1964

»Man könnte auch bei Godard einen noch kleineren (mineur), aber grundlegenden Film anführen, weil er in systematischer und gesammelter Form dasjenige darstellt, was Godards ganzes Œuvre inspiriert hat, nämlich eine Macht des Falschen, die er als neuen Stil durchzusetzen vermochte und die von nun an, innerhalb des Bezuges eines unmittelbaren Zeit-Bildes, von den reinen Beschreibungen zur falsifizierenden Erzählhandlung gelangt: Le Grand Escroc, die freie Interpretation einer Episode aus dem großartigen Roman von Herman Melville.« (Gilles Deleuze, Das Zeit-Bild, Kino 2, Frankfurt 1991)

Sa 25.10. | 20 Uhr
ZKM-Medientheater

Schatten der Engel
Daniel Schmid, CH 1976, 110 min.

Daniel Schmids notorische, kitschig-dekorative Verfilmung von Rainer Werner Fassbinders Theaterstück »Der Müll, die Stadt und der Tod« wurde nicht minder skandalträchtig als ihr Vorbild. Der Film erzählt die Geschichte einer Prostituierten, die zu schön ist für ihre Kunden. Sie lebt mit ihrem Zuhälter bis sie eines Tages einem Mann begegnet, der ihr rät, nicht mehr zu sprechen, und der sie für ihr Schweigen bezahlt. Von da an wird sie zum Mülleimer der Mächtigen - sie schläft nicht mehr mit ihren Kunden, sie hört ihnen zu. Selber reich und mächtig geworden, erträgt sie ihre Situation nicht mehr. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem Mörder, der ihre Geschichte verstehen und sie umbringen kann.

So 26.10. | 20:00 Uhr
ZKM-Medientheater

Ein neues Leben [Peau neuve]
R: Emilie Deleuze, F 1999

Emilie Deleuze zeigt in ihrem Spielfilmdebüt, wie sehr Normalität den Blick auf die Zerbrechlichkeit des Lebens verstellen kann: Alain, braver Familienvater in Paris, merkt plötzlich, dass er eine radikale Veränderung braucht – und erfährt, dass die Grenze zwischen Wunsch und Alltag, Freiheit und Notwendigkeit nicht unüberwindlich ist.

^

© 2014 ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe :: Impressum/Web Site Credits