: ZKM :: Artikel :: Veranstaltungen 09-10/2003 Postcommunist Condition
 
 

  

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Zurück aus der Zukunft

The Post-Communist Condition

Eine Podiumsdiskussion zwischen Ekaterina Degot, Boris Groys, Peter Weibel, Martina Weinhart und Slavoj Zizek

Begrüßung : Hortensia Völckers und Max Hollein

Montag, 13.10.2003

Schirn Kunsthalle, Frankfurt a. M., 19.00 Uhr, Eintritt frei

Das Ende des utopischen Zeitalters dies haben Politiker wie Intellektuelle vor gut zehn Jahren nach dem Zusammenbruch des Sozialismus ausgerufen und damit breite Zustimmung gefunden. Die anti-kapitalistische Utopie scheint unmöglich geworden zu sein, eine Alternative zum westlichen System undenkbar. Die Oase der Zukunft, als welche sich die Sowjetunion verstanden hat, ist ausgetrocknet. Was folgt daraus für die postkommunistischen Gesellschaften? Wird die Marktwirtschaft zum einzigen Gegenstand des utopischen Konzepts oder bergen die osteuropäischen Kulturen andere, dem Westen unbekannte Potentiale? Bieten künstlerische Entwürfe einen Ausblick auf eine neue Welt, die auf dem postkommunistischen Experimentierfeld der Geschichte entstehen könnte?

Auf der Podiumsdiskussion thematisieren der Kunstwissenschaftler und Philosoph Boris Groys, der Philosoph Slavoj Zizek, der Medientheoretiker Peter Weibel, die Kunstkritikerin Ekaterina Degot und die Schirn-Kuratorin Martina Weinhart die Frage: Was ist aus den ästhetisch-intellektuellen Projekten im Postkommunismus geworden? Transformiert sich die totalitäre Massenkultur in eine kapitalistische Massenkultur?

Die Podiumsdiskussion führt das Forschungsprojekt »The Post-Communist Condition« ein, das unter Leitung von Boris Groys am Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe stattfindet. In dem von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Projekt untersuchen osteuropäische Wissenschaftler und Künstler die aktuelle Situation von Kunst und Kultur im postkommunistischen östlichen Europa. Das Projekt schließt eine Publikationsreihe ein, in der zentrale kultur- und kunsttheoretische Texte aus Osteuropa übersetzt und erstmalig einer deutschsprachigen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden: Der erste Band befasst sich mit den biopolitischen Utopien im Russland der 1920er Jahre, der zweite beinhaltet Schriften zur Kunst der Avantgarde, und der dritte Band veröffentlicht Beiträge über die gegenwärtige Situation der postkommunistischen Kultur. Am Ende des Projekts werden ein großer internationaler Kongress in Berlin und eine Ausstellung von Film- und Videoarbeiten stattfinden.

Rezensionen :

» TAZ vom 17.10.2003

Weitere Veranstaltung:

Donnerstag, 23.10.2003

ZKM_Medientheater, 18 Uhr, Eintritt frei

Projektpräsentation »The Post-Communist Condition«
mit Kurzvorträgen von Mikhail Ryklin, Ekaterina Degot, Boris Buden u.a.
Moderation: Boris Groys

Ein Initiativprojekt der



in Kooperation mit dem ZKM Karlsruhe

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