: ZKM :: Artikel :: Veranstaltungen 05-06/2003 Werner Sobek
 
 

  

ZKM_Veranstaltungen

Werner Sobek

Dienstag, 24. Juni 2003

ZKM_Vortragssaal, 18.00 Uhr, Eintritt frei

Mit dem Vortrag von Werner Sobek, setzt das ZKM die Veranstaltungsserie, »Bischoff-Lectures in Architecture« fort. In dieser Vortragsreihe präsentiert das ZKM mit Unterstützung des Unternehmens BGT Bischoff Glastechnik, Bretten, zentrale Persönlichkeiten der internationalen Architekturszene und gibt damit einen Überblick über die wichtigsten Positionen des aktuellen architektonischen und urbanistischen Theorie und Praxis.

Werner Sobek plädiert in seinem Vortrag für eine Architektur, die in der Zukunft ihre Gestalt in Hinblick auf aktuelle und zukünftige Formen des menschlichen Lebens entwickeln sollte. Um diesen Anspruch erfüllen zu können, muss sie auf der Basis integraler Planungs- und Organisationsprozesse entstehen und darf nicht auf tradierte Formen und Materialien zurückgreifen. Für den Architekten sollte daher die Frage nicht lauten »Wie haben wir gewohnt und gearbeitet«, sondern »Wie werden wir wohnen und arbeiten«. Die Architektur der Zukunft bezeichnet Sobek als ephemer, da sie in ihrem Wesen nicht das Wissen um das für lange Zeiträume gültige impliziert, sondern das Morgen vielleicht Gültige antizipiert. Unabdingbar für die Entstehung einer solchen Architektur im Unterschied zu bisherigen Ansätzen, wäre ein verändertes Verhältnis zur natürlichen Umwelt, zu ihren Nutzern und zu der ihr inhärenten Technologie.

Der 1953 in Aalen geborene Ingenieur Werner Sobek hat in der Nachfolge von Frei Otto mit seinen eleganten Lösungen für architektonische Tragwerke internationales Renommee erlangt. Sobek studierte von 1974 bis 1980 in Stuttgart, wo er 1987 promovierte und inzwischen seit 1994 den Lehrstuhl von Frei Otto inne hält und sein Ingenieursbüro betreibt. Sobek arbeitete vorher bei Skidmore Owings & Merril, sowie Schlaich, Bergermann & Partner. Seine Zusammenarbeit mit dem Architekten Helmut Jahn in 15 Projekten seit 1995 wurde 1999 im Museum Schloß Morsbroich (Leverkusen) in einer Ausstellung unter dem bezeichnenden Titel »Archi-Neering« der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu seinen wichtigsten Projekten zählen die Mitarbeit am Sony-Center Berlin, dem Bangkok International Airport und dem neuen Dach der Arena in Nimes.

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