: ZKM :: Artikel :: Veranstaltungen 05-06/2003 Peter Fromherz
 
 

  

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Fakten und Fragen zur Nanotechnologie

Peter Fromherz: Halbleiterchip mit Hirn
- Cyborg im Reagenzglas?

Begleitprogramm zum Thema »Nanotechnologie«
im Rahmen der Ausstellung science + fiction

Freitag, 23. Mai 2003, 19 Uhr

ZKM_Medientheater, Eintritt frei

Peter Fromherz gelang 1991 das, was einige Jahre zuvor in den Romanen der Cyberpunkliteraten William Gibson und Bruce Sterling noch Fiktion war: die Verbindung biologischer Substanz mit einem Siliziumchip. Ihm war es möglich, die lebende Nervenzelle eines Blutegels auf einem Halbleiter anzusiedeln und die Signale der Zelle über einen Transistor zu registrieren. Die umgekehrte Stimulation einer Zelle durch den elektrischen Impuls eines Chips gelang 1995. In enger Zusammenarbeit des Forscherteams um Fromherz mit Infineon entstand ein 2003 in San Francisco vorgestellte Bio-Chip mit circa 16.400 Sensoren, der neue Möglichkeiten der neuronalen Messung und Forschung erlaubt.

Mit diesem Vortrag von Peter Fromherz vom Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried, wird die vierteilige Vortragsreihe und das Dialogforum zur Nanotechnologie fortgesetzt, eines der Kernthemen aktueller Forschung.
Der folgende Vortrag am 4. Juli beschäftigt sich mit der Nanotechnologie aus neuro-wissenschaftlicher Sicht.

Peter Fromherz wurde 1942 in Ludwigshafen geboren und studierte nach Schulbesuch in der Schweiz seit 1961 an der TH Karlsruhe, wo er 1966 sein Studium mit dem Titel des Dipl. Chemiker abschloss. 1969 promovierte er bei Hans Kuhn in Marburg und arbeitete im Anschluss von 1970 bis 1981 am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen. Nach seiner Habilitation 1978 hatte er von 1981 bis 1994 den Lehrstuhl für Experimentalphysik an der Universität Ulm inne. Seit 1994 ist Fromherz Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie (Abt. Membran- und Neurophysik) und Honorarprofessor in der Fakultät für Physik an der TU München. Fromherz ist seit 1992 Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und erhielt 1998 den Julius Springer Prize for Applied Physics.

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