: ZKM :: Artikel :: Z_KinoMittwoch | 01-02/2003
 
 

  

Z_KinoMittwoch ::

Januar | Februar _ 2003

Thema: »FUTURE CINEMA«

Vorstellungsbeginn: jeweils 20.30 Uhr
Ort: ZKM_Medientheater oder Vortragssaal

Eintritt :
»pay one, get two« :
Mit einem Ticket für Medienmuseum+Sonderausstellung gratis in eine Vorstellung des Z_KinoMittwoch: 5,10 / 3,10
Kinokarte allein: 4,50 / 2,50

° Januar 2003 ::

· 15.01.2003

Vortrag von Werner Nekes
ZKM_Vortragssaal, 19 Uhr, Eintritt frei

Der Filmhistoriker und Experimentalfilmer Werner Nekes, dessen filmhistorische Dokumentararbeiten Teil der Ausstellung FUTURE CINEMA sind, spricht über sein filmhistorisches Interesse, seine theoretischen Überlegungen in Bezug auf das Kino und dessen Geheimnisse.

· 15.01.2003

Der Tag des Malers
[R.: Werner Nekes, D 1997, 84 min.]

Ein Spaziergang durch die Bilderwelt des Malers, der den Blick auf das enthüllte weibliche Modell richtet. Assoziationen mit Werken von Dürer, Matisse, Seurat, bis hin zum »Ursprung der Welt« von Courbet und »Líétant donnés« von Duchamp kommen in den Sinn und sind intendiert. »Der Tag des Malers« lässt die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten von Malerei, Video und Computerbildern zusammenschmelzen zum Medium Film. Die ungewöhnliche Darstellung ist ein Abenteuerfilm über das Sehen.

· 22.01.2003

*Corpus Callosum
[R.: Michael Snow, CDN 2002, 93 min.]

Die Kamera und wir im Publikum schauen den Beobachtungen von Schauspielern in offensichtlich inszenierten Situationen zu. Was wir sehen und was sie sehen wird bestimmt von unseren und ihren unterschiedlichen Ansichten. Obwohl eine fiktionale Handlung fehlt, scheint der Film Held und Heldin zu haben. Von Szene zu Szene erscheinen sie als immer wieder andere Menschen, identisch kostümiert oder elektronisch verändert. Der Film ist ein Tableau der Transformationen, eine Tragikomödie filmischer Variablen. Auch der Ton ist eine anhaltende Metamorphose und wie der Film ein »Nervensystem«. Ein artifizieller Film, der als bildliches und musikalisches Phänomen wahrgenommen werden will.

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° Februar 2003 ::

· 05.02.2003

Machinima Film: Anachronox: The Movie
[R.: Jake S. Hughes, USA 2001, 137 min. (produziert mit Quake II)]

»Machinima«, eine Wortschöpfung aus »machine«, »animation« und »cinema«, sind erzählerisch gestaltete Filme, die mit 3D-Engines - der Grundlage solch bekannter Ego-Shooter-Spiele wie »Quake« oder »Half-Life« - produziert werden. Kostengünstig und schnell lassen sich mit ihnen flüssig erzählte Abenteuergeschichten produzieren. »Anachronox: The Movie« basiert auf dem SciFi-Computerspiel gleichen Namens. Verschiedene Szenen des Spiels wurden dazu zusammen geschnitten und auch einige Spielfunktionen hinzugenommen, um die narrative Struktur des Films zu unterstützen. Herausgekommen ist eine Science Fiction-Abenteuergeschichte wie sie uns vom Kino vertraut erscheint. »Anachronox: The Movie« erhielt auf dem Machinima Filmfestival 2002 die Auszeichnung »Bester Film« und »Beste technische Umsetzung«.

· 12.02.2003

Video- und Filmarbeiten von Martin Arnold, Virgil Widrich und Les LeVeque

Martin Arnold [A]: »Pièce touchée«, 1989; »Passage à l'acte«, 1993; »Alone. Life Wastes Andy Hardy, 1998«
Virgil Widrich [A]: »Copy Shop«, 2001
Les LeVeque [USA]: »2 Spellbound«, 1999; »4 Vertigo«, 2000

Die Video- und Filmarbeiten benutzen Szenen aus alten schwarz-weiß Filmen, manipulieren mit gekonnter Montage ihre Bild- und Tonspuren und schaffen damit Kurzfilme mit einer vollkommen neuen Bedeutung und bizarrschöner Ästhetik. Martin Arnold, Künstler und Filmemacher aus Wien, zeigt zwei seiner besten und vielmals ausgezeichneten Werke. »Pièce touchée« [1989, 16 min.] entwickelt aus einer banalen häuslichen Szene einen Horrorfilm. »Passage à l'acte« [1993, 12 min.] lässt eine Frühstücksszene aus dem Film »To Kill a Mockingbird« aussehen wie einen surrealistischen Albtraum. Als Special wird der ausgezeichnete Kurzfilm »Copy Shop« von Virgil Widrich [2001, 12 min.] gezeigt. Es ist die Geschichte eines Mannes, der in einem Copy Shop arbeitet und sich so lange vervielfältigt, bis die ganze Welt nur noch aus ihm selbst besteht.

· 19.02.2003

TEKNOLUST
[R.: Lynn Hershman Leeson, USA 2001, 85 min.]

Die strebsame Biogenetikerin Dr. Rosetta Stone hat zu Hause, unbemerkt von ihren Kollegen, drei Replikanten mit ihrem eigenen Antlitz geklont. Ruby, die mutigste der Drillinge, verführt des nachts Männer um Sperma zu sammeln, das wiederum den anderen beiden als Vitalspritze dient. Als Nebenwirkung macht sich ein juckender Strichcode auf den Männerstirnen bemerkbar. Die Künstlerin Lynn Hershman Leeson hat den Cyper Punk-Film geschrieben, gedreht und produziert. Entstanden ist ein farbiges, intelligentes, witziges und romantisches Werk, dem mit seiner Hauptdarstellerin Tilda Swinton - gleich in vier Rollen - an Leichtigkeit nichts fehlt. Der Film findet seine Fortsetzung in der »realen Welt« auf der Website http://www.agentruby.com.

· 26.02.2003

- Die Vorstellung muß aus organisatorischen Gründen am 26.02. leider entfallen und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. -

Future Animation
Werkschau/Kurzfilme von Tommy Palotta und Bob Sabiston

Der Z_KinoMittwoch widmet sich den Kurzfilmen von Tommy Palotta und Bob Sabiston, die als kreative Köpfe hinter »Waking Life« berühmt wurden und damit neue Maßstäbe für den Animationsfilm setzten. Ihr Markenzeichen ist die »Rotoscoping Software«, eine Erfindung Bob Sabistons mit Hilfe derer ein digitales Video Bild für Bild verändert werden kann und damit gänzlich zur Animation wird. Die Software erlaubt es, direkt über das Filmmaterial zu zeichen. Das einzigartige Erscheinungsbild changiert zwischen Animation und Realität, ein »schimmernder Impressionismus mit Pop-Cartoon Flair« [Filmmaker Magazine].

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