: ZKM :: Artikel :: Z_KinoMittwoch | 11 - 12/2002
 
 

  

Z_KinoMittwoch ::

November | Dezember_ 2002

Thema: »FUTURE CINEMA«

Vorstellungsbeginn: 20.30 Uhr
ZKM_Vortragssaal

Eintritt ::
»pay one, get two«: EUR 5,10 / 3,10
[Mit einem Ticket für Medienmuseum+Sonderausstellung gratis in eine Vorstellung des Z_KinoMittwoch]
Kinokarte allein: EUR 4,50 / 2,50

° November 2002 ::

· 13.11.2002 ::

Il Disprezzo / Le Mepris [Die Verachtung]
R: Jean Luc Godard, F/I 1963, 95 min.

Basierend auf dem gleichnamigen Roman Alberto Moravias [1907–1990], erzählt »Die Verachtung« die Geschichte einer scheiternden Liebesbeziehung und eines scheiternden Filmprojekts. Godards Film ist eine raffinierte, vielschichtige Satire auf das Filmgeschäft, mit dem legendären Regisseur Fritz Lang in der Rolle des Regisseurs Fritz Lang, der von seinen Geldgebern zu künstlerischen Kompromissen gezwungen wird. Vor allem aber ist es ein Film für und mit Brigitte Bardot: Sie ist Star und Mittelpunkt der Inszenierung vor dem Hintergrund der berühmten Villa Malaparte. Godards Film über das Filmemachen und die Welt des Films.

· 20.11.2002 ::

Julien Donkey Boy
R: Harmony Korine, USA 1999, 94 min.

Julien arbeitet in einer Blindenschule, lebt zu Hause zusammen mit seinem herrischen Vater, seiner Großmutter, seinem Bruder und seiner Schwester, die schwanger ist – von Julien. Aus seiner Sicht erzählt, ergibt die abrupte Montage grobkörniger und schwarz-weißer Videopassagen und Standbilder ein Familienportrait der besonderen Art. Julien ist schizophren. Ein junger Mann, der versucht einen Sinn in all dem Chaos in ihm und um ihn zu finden. Die Episoden reihen sich kaleidoskopartig aneinander. »Julien Donkey Boy« ist der erste amerikanische Film, der keine Kinotricks, künstliches Licht oder Studio Sound verwendet, sondern nach Dogma-Regeln mit 30 digitalen Videokameras gefilmt wurde.

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° Dezember 2002 ::

· 11.12.2002 ::

Timecode
R: Mike Figgis, UK 1999, 97 min.

Gedreht in Realzeit ohne einen einzigen Schnitt, erzählt »Timecode« vier Geschichten in vier Strängen, gleichzeitig. Die Aufmerksamkeit der Zuschauer wird abwechselnd auf einen Ausschnitt der viergeteilten Leinwand, des »split screen« gelenkt. Hier überwiegt die melodramatische Handlung und auch die Tonspur konzentriert sich meist auf diesen Ausschnitt. Personen geraten von einem Bild ins andere, tauchen auf, wo man sie nicht erwartet, werden doppelt eingefangen. Momente des Kreuzens. Ein experimenteller Film, der sich an den Grenzen der Erzählform Kino bewegt.

· 18.12.2002 ::

Strange Days
R: Kathryn Bigelow, USA 1994, 139 min.

Los Angeles, 24 Stunden vor dem Neujahrstag des nächsten Jahrtausends: Der schmierig wirkende Ex-Cop Lenny Nero dealt mit sogenannten „Squids“: Laser-Discs, die menschliche Gedankenströme eins zu eins aufzeichnen und jederzeit konsumiert werden können. Inhalt dieser Virtual-Reality-Disks sind meist drastische Sex- und Mord-Szenen. Auch Lenny selbst unterliegt der Sucht nach dieser scheinbar perfekten Droge. Er gelangt an eine Disc, auf der der grausame Tod eines Rap-Stars aufzeichnet ist und gerät unversehens zwischen die Fronten der Realitäten. Die technisch virtuos realisierte Utopie thematisiert die fortschreitende Tendenz der visuellen Medien zu aggressiver Stimulation.

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