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ZKM_Ausstellungen/ Projektpräsentationen 2002 ::

Bernhard Leitner :: »Akustische Architektur«
[Installation]

und
»Kopf-Raum-Stücke« - CD Präsentation

Fr, 18.10.2002 : Eröffnung u. CD-Präsentation
19 Uhr : ZKM_ subRaum | Eintritt frei
Ausstellungsdauer : 19.10. - 01.12.2002

Wie klingt akustische Dichte? Kann das Gehirn sich selbst hören? Der österreichische Künstler Bernhard Leitner zeigt im ZKM die Installation Akustische Architektur und präsentiert seine CD Kopf-Raum-Stücke.

20 von der Decke freischwebend abgehängte Metalltafeln - warm gewalzte Industriebleche, 3mm stark, 2,5m hoch, 1,5m bzw 1,25m breit - bilden die Wände einer passagenartigen, akustischen Architektur.
Lautsprecher, die magnetisch im mittleren Bereich der Metallplatten montiert sind, übertragen das Ton-(Bau-)Material auf die Stahlflächen und verwandeln diese in tönende Resonanzflächen. Der 75cm breite Raum zwischen den parallel abgehängten Tafeln wird durch die gegenseitig abgestrahlten Schwingungsfelder akustisch verdichtet, dass ein körperlich-sinnlich wahrnehmbarer Ton-Raum entsteht, der den Körper ebenso umhüllt wie durchdringt und erfüllt. Eine Tuba-Multiphonics-Komposition (Basstuba mit Oberton-Schwingungen) versetzt die verzweigte Architektur unisono, d.h. alle Wandflächen zeitgleich, in akustische Schwingung. Die Metalltafeln transformieren zu oszillierenden, schwebenden Resonanzwänden, welche die schmalen Gang-Räume entgrenzen, verengen und weiten. In den Pausen des Ton-(Bau-)Materials schwingen die Räume bis zu 15 Sekunden aus, linear in der Zeitachse langsam verklingend. Als Kontrast zu dem statischen, lang gezogenen Tuba-Material rythmisieren kurz gestoßene Posaunensequenzen die Wände, die dann wellenartig verhallen. Die schweren Metallplatten, dem Auge Gewicht, Masse und Zeitlosigkeit suggerierend, erzeugen in ihrem Klang zeitlich begrenzte, akustisch körperintensive, aber immer wieder ins Leichte, ins Gewichtslose entschwebende Räume: Eine Architektur, die sich im Pianissimo auflöst.

Die CD Kopf-Raum-Stücke, die in Kooperation mit dem ZKM entstand, wird im Herbst 2002 bei Hatje-Cantz erscheinen. Bewegungen von Ton-Linien und Klang-Masse konstruieren Raum. Sie beschreiben, formen, bauen akustisch-geometrische Zeit-Räume im Kopf. Sie wandern, winden und wölben sich durch das Gehirn, als hätte es keine Masse. Im akustisch offenem Kopf-Gehäuse bewegte Räume spüren und hörend denken.

- > Homepage Benrhard Leitner :: http://www.bernhardleitner.at/

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° 21.11.2002 ::

Vortrag von Bernhard Leitner: »Körper / Klang / Raum«

Leitner berichtet über Forschung und Projekte seiner Ton-Raum-Arbeit von 1969 bis 2002.

[19 Uhr : ZKM_Vortragssaal | Eintritt frei]

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