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Der Bratschist Garth Knox in Karlsruhe

Do 07.03.2002 ::
20 Uhr, ZKM_Kubus | Eintritt : EUR 8/5

° Programm ::
Garth Knox : »Malor me bat«
Johannes Goebel : »Konzert für Bratsche und Streicher«
Gérard Grisey : »Prologue«

Die Konzerte des ZKM_Institut für Musik und Akustik sind meist Themenabende, die kompositorische Fragen, neue musiktechnische Verfahren oder ungewohnte instrumentale Farben in den Mittelpunkt stellen. War bereits im letzten Dezember die Klarinette mit ihrer eigenen Klangwelt in Verbindung zur Live-Elektronik Konzertthema, so wird bei »strings attached« die zweite Geige einmal die Hauptrolle spielen. Als Solist des Abends konnte Garth Knox gewonnen werden, der als Bratschist von 1990 bis 1997 Mitglied des weltbekannten Arditti Quartetts war, mit dem er auf mehreren Welttourneen mit den größten Komponisten der Gegenwart wie Ligeti, Kurtag, Berio oder Stockhausen zusammengearbeitet hat. Auf Einladung von Pierre Boulez spielte er auch im Ensemble InterContemporain, mit dem er viele Werke zeitgenössischer Musik zur Uraufführung brachte.

Neben zwei Werken [Garth Knox, »Malor me bat« und Johannes Goebel, »Konzert für Bratsche und Streicher«], in denen die Viola als Soloinstrument von einem Streicherensemble begleitet wird, tritt sie in Gérard Griseys »Prologue« in einen Dialog mit unterschiedlichen akustischen Klangkörpern. In einer ersten Version verlangte »Prologue« neben der Viola noch ein echtes Klavier, Tamtam, kleine Trommel und zwei Typen des Ondes Martenot, einem Ur-Instrument der elektronischen Musik. Diese wurden als Resonanzkörper genutzt, die den verstärkten Violaklang einfärben oder kolorieren sollten. Seit der Uraufführung 1980 wurde diese Version aber nur selten gespielt zu groß waren die Schwierigkeiten, den elektronischen Teil von »Prologue» mit akustischen Klangkörpern und analogen Mitteln zu realisieren. Anläßlich des ZKM-Konzertabends wird erstmals in Deutschland eine am IRCAM [Institute de Recherche et Coordination Acoustique/Musique, Paris] unter Mitarbeit von Garth Knox entstandene neue Fassung gespielt. Die Klangräume der Instrumente werden durch computergesteuerte Resonanzfilter ersetzt, die auf der Basis einer Analyse der Originalinstrumente modelliert wurden.

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