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ZKM_Medialounge

»Audiovisuellen Dokumentation« der documenta 5, 1972 von Karl Oskar Blase

Biographien [Auswahl]

< - A - M | N - Z

N_
Nemeczek, Alfred | Nitsch, Hermann

O_
Ohff, Heinz

P_
Picard, Lil | Pisani, Vettor

R_
Rainer, Arnulf| Rinke, Klaus | Roters, Eberhard

S_
Sandberg, Willem | Schmidt, Burghardt | Staeck, Klaus | Schult, HA | Schum, Gerry | Schwegler, Fritz | Szeemann, Harald

T_
Thomas, Karin

V_
Vautier, Ben

W_
Walther, Franz Erhard | Wargin, Ben | Weigel, Anatol und Betram | de Wilde, Edy | Wilp, Charles

Z_
Zwirner, Rudolf


Nitsch, Hermann
* 1938 in Wien.
Idee zu O.M. [Orgien Mysterien] Theater, das sechs tage andauern soll. Eine neue Form des Gesamtkunstwerkes, das reale Geschehnisse inszeniert und alle sinne anspricht.
1960-1966 Aktions-und Ausstellungsarbeit in Wien, auf die mehrere Gefängnisstrafen folgen.
1966 »destruction in art«- Symposium in London.
1971 Ankauf von Schlosses Prinzendorf.
1974 24std. Aufführung. 50Aktionen.
1984 72std.aufführung. 80Aktionen.
Lehrt seit 1989 an der Hochschule für Bildende Kunst in Frankfurt.
1995 Co-Regie »Hérodiate« an der Wiener Staatsoper.
1998 6Tage-Spiel des O.M.Theaters.
seit 1960 intern. Ausstellungen [u.a. »happining und Fluxus« 1970 in Köln, d5 und d7, »biennale« in Sydney 1988].
Er ist durch seine Werke in intern. Museen vertreten. Arbeitet momentan an der Ausweitung des O.M. Theaterkonzeptes auf die Architektur und Musik und der Fassung seines Lebenswerkes.

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Ohff, Heinz
* 1922. Lebt und arbeitet in Berlin und Cornwell.
1961 - 1987 Feuilletonchef des Berliner Tagesspiegel.
Ohff hat sich auf Biographien spezialisiert, unter anderem über Königin Luise von Preußen, Karl Friedrich Schinkel, Fürst Pückler-Muskau und Theodor Fontane.
Publikationen [Auswahl]:
Galerie der neuen Künste. Pop, Happening, Hard-Edge, Neo Surrealismus,Kritischer-Realismus, Minimal, Ars Povera etc. 1971.
Theodor Fontane. Leben und Werk. 1998.

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Picard, Lil
*1899 in Laundau.
Im Kreis von Dada-Berlin.1936 flucht vor dem NS-Regime in die U.S.A. In den 50er und 60er war sie Mitglied des NOIart Kollektives und Freundschaften in der Pop Art Szene. Seit 1955 bis 1981 hatte sie mehr als 15 Einzelausstellungen und über 40 Gruppenausstellungen [u.a. »New Media« in der Martha Jackson Gallery N.Y., 1960; »12 Evenings of Manipulations« in der Judson Gallery N.Y., 1961]. 1976 Mitwirkung an Rosa v.Praunheims Film Underground and Emigrants. Picard ist als bildende und intermediale Künstlerin bekannt geworden durch ihre feministisch geprägten Performances, ihre Assemblagen und ihre cosmetic destruction. Außerdem war sie in der Anti-Vietnam Krieg Bewegung mit künstlerische Arbeiten aktiv beteiligt. Kunstkritikerin für deutsche und N.Y. Kunstmagazine. u.a. Die Welt bis 1976, seit 1973 New York Letter für Kunstform International, und mehrere Jahre für Warhols Interview Magazin in N.Y.

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Pisani, Vettor
* 1934 in Neapel. 1945 beginnt Studien der Architektur. 1970 Erste Austellung »Maschile, femminile e androgino. Incesto e cannibalismo in Marcel Duchamp« in Rom. Szenografie in mythologischen und symbolhaften Elementen. 1972 d5. 1976 Beitrag zur Biennale in Venedig, die Oper Theatrum. Pisani nimmt auch an den Biennalen 1978, 1984, 1986, 1990 und 1993 und an der Quadriennale di Roma 1986 und 1992 teil. 1982 findet im Museum Folkwang in Essen eine Retrospektive statt, die 1990 nach Valencia und 1992 in die Galerie Civica d'Arte Contemporanea in Trento.

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Rainer, Arnulf
* 1929 in Baden bei Wien.
1940-1944 nationalpolitische Erziehungsanstalt in Traiskirchen.
1944 verlässt die Schule aufgrund deren naturalistischen Dogmatismuses.
1947-1949 Staatsgewerbeschule in Villach, Kärnten.
1949 Aufnahme an der Angewandten in Wien, aufgrund einer Kontroverse verläßt er die Akademie noch am selben Tag. Danach 3 tage an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
1972 Beteiigung an der d5.
1978 Vertreter Österreichs bei der Biennale Venedig.
1981 Professur an der Akademie der bildenden Künste in Wien und Mitglied der Akademie der Künste Berlin.
1993 Eröffnung des Arnulf Rainer- Museums in N.Y.
1994 unbekannte Täter zerstören im Akademieatelier 26 Gemälde. Daraufhin emeritierte A.Rainer und lebt in Wien, Oberösterreich und Bayern.
Der Fall wurde politisch brisant und sorgte für viel Pressewirbel. Er ist bis dato ungeklärt.

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Rinke, Klaus
* 1939 in Wattenscheid.
1954-1957 Lehre als Dekorations- und Plakatmaler in Gelsenkirchen.
1957-1960 studium an der Folkwangschule in Essen.
1960-1964 Aufenthalt in Frankreich.
1962 erste Einzelausstellung in Le Havre.
1967 gab die Malerei auf und arbeitete mit dem Element Wasser, um Prozesse der Zeit und Raum zu visualisieren.
1969-1976 skulpturale Handlung und Primärdemonstrationen, ab 1971 als Performance und Fotoserien, Body-Art, Aktionskunst und Rauminstallationen.
1974 Beginn der Lehrtätigkeit an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. Gründet interdisziplinäre Klasse mit Bildhauern, Malern Filmemachern und Fotografen.
1978 hält sich länger in Australien auf.
Lehrt in Düsseldorf und lebt in Californien auf seiner Kakteenenfarm

Literatur [Auswahl]:
Foto-Kunst.Dieter Appelt, Anna und Bernhard Blume, Thomas Florschuetz, Jürgen Klauke, Astrid Klein, Sigmar Polke, Klaus Rinke, Katherina Sieverding. Text von Wulf Herzogenrath und Gabriele Muschter. ifa 1995.

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Roters, Eberhard
geb. 1929 in Dresden; gest.1994.
1949 1956 Studium der Kunstgeschichte, Archäologie, Philosophie in Halle und Berlin.
1956 Promotion. 1958-1965 an den Staatlichen Museen Berlin.
Seit 1962 an der Nationalgalerie, Berlin.
1965-1969 Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Bildende Kunst.
1969-1971 Ausstellungsleiter der KH Nürnberg.
Seit 1972 Präsidialsekretär der Akademie der Künste Berlin.
Gründungsdirektor der berlinischen Galerie.
Dadaistischer Autograph und Begründer des Hannah-Höch-Archives.
Publikationen [Auswahl]:
Kunst ist ein Spiel, das Ernst macht. Hommage an Eberhard Roters: Briefe und Texte 1949-1994.

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Sandberg, Willem
geb. 1897; gest. 1984. [Niederlande]
Typograph und Buchdesigner.
1973 gründete er das Design Department im Israel Museum in Jerusalem. Organisierte dort mehr als 100 Ausstellung, die z.T. auch in Europa, USA und Japan gezeigt wurden. Als Direktor des Stedelijk Museums förderte er die 1948 gegründeten CoBrA Gruppe, zu der Asger Jorn [Dänemark], der Poet Charles Dotremont, Joseph Noiret [Belgien], Karel Appel, Constant and Corneille [Niderlande] gehören. CoBrA benennt eine künstlerische Kooperative der Städte COpenhagen, Brüssel und Amsterdam.

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Schmidt, Burghardt
* 1942 in Wideshausen. Studierte Biologie- Physik und Chemie, seit 1966 Philosophie und Kunstgeschichte in Tübingen. Seit 1968 wiss. Mitarbeiter von Ernst Bloch und verantwortlich für die Edition von Blochs Gesamten Schriften. 1971 Lehrauftrag für Philosophie an der FH Wuppertal.
Publikationen [Auswahl]:
Kopfstand Buchstand. Erinnerungen an Ernst Bloch in anekdotischen Aufzeichnungen. 2001.
Giersch, U./ Fliedl, G./ Sturm, M./ Zendron, R. [Hrsg.]: Wa[h]re Kunst. Der Museumsshop als Wunderkammer, Theoretische Objekte, Fakes und Souvenirs. Mit Beiträgen von Helmut M. Bien, Bazon Brock, Walter Grasskamp, Burghardt Schmidt, Karl Josef Pazzini, Monika Schwärzler, Thomas Zaunschirn u.a. 1996.

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Staeck, Klaus
* 1938 in Pulsnitz bei Dresden.
Bauhilfsarbeiter und 1957-1962 Jura-Studium in Heidelberg, Hamburg und Berlin.
1960 erste Ausstellung von politischen Plakaten und Postkarten in Heidelberg.
Seit den 60ern politisch aktiv in der SPD.
1965 grüdet Produzentenverlag Edition Tangente [heute Staeck].
1968 erste Zusammenarbeit mit Beuys.
1970 Veranstalter des »intermedia ´69« Kulturfestivals, erhält im selben Jahr den Zille-Preis für sozialkritische Grafik. Mitbegründer der IKI in Düsseldorf und Köln [heute Art Cologne].
1973 Vorsitzender des mit Beuys gegründeten »Vereins Freie Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung«.
1976 Bonner Bildersturm, politischer Affront auf den hunderte von Ausstellungen folgen.
Seit 1971 als Dozent tätig und in folge zahlreiche Gastprofessuren in Kassel, Essen und Düsseldorf. Internationale Preise für Grafik. Teilnahme an intern. Ausstellungen [u.a. d5-9, Akademie der Künste Berlin, experimenta4 in Frankfurt].
1981 Aktion »wir schreiben nicht für Springer-Zeitungen«.
1982 Mitglied des P.E.N. Zentrums.
Weiterhin als Grafiker, Kritiker, Rechtsanwalt und Verleger tätig.

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Schult, HA
* 1939 und in Berlins Trümmern aufgewachsen. 1958-1961 Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf. Erfand in den 60ern die Begriffe Macher, Biokinetik und Umwelt und operiert seitdem mit der sozialen Fauna der Städte. Er schulte das Umweltbewußtsein der Zeit. 1968 erste Einzelausstellung und erste Aktion Materialshow in einer Kölner Tiefgarage. Er nahm an der d5 und d6 teil.1986 gründete er das HA Schult-Museum für Aktionskunst in Essen. Seit 1998 arbeitet er an dem Großprojekt Hotel Europa. Ist durch seine Werke sind in intern. Museen und Sammlungen vertreten. Lebt derzeit in Köln.
Literatur [Auswahl]: Die Schult-Frage, 1970; New York ist Berlin, 1986; Fetisch Auto, 1994. Der Kugelblick, 1997.

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Schum, Gerry
* 15.Sept. 1938 in Köln. ? 1973 beging er Selbstmord in Düsseldorf.
Seit 1958 Medizinstudent in München.
1961 63 Studium an dem deutschen Institut für Film und Fernsehn [DIFF] in München und Organisation von Underground Film Festivals.
1964 Umzug nach Berlin.
1966-67 Studium an der Film und Fernsehakademie Berlin. Organisiert politische Diskussionen über die Position und Funktion der Akademie. Bestrebung eine »Art Klasse"«zu gründen. Tätigkeit als Kameramann.
1967 verläßt die Akademie aufgrund von Restriktionen. Aufnahmen bei der 6. Art Biennale in San Marino und anschließender Broadcast im WDR III in Köln.
1968 Konzipierte die »Fernseh-Galerie Berlin«; Aufnahme und Broadcast von »Konsumkunst-Kunstkonsum«.
1968-69 »Land Art« Fernsehausstellung I.
1969 lebt im Wohnmobil. Broadcast Land Art im Sender Freies Berlin, Self-Burial im WDR III, Tv as a fireplace mit Jan Dibbets und konzipiert das unrealisierte Artscapes.
1960 lebt bei M. de la Motte in Hannover. Identifications Fernsehausstellung II. Beginnt Videotapes zu machen.
1971 Kooperation mit der Galerie Konrad Fischer in Düsseldorf.
1971-73 Videogalerie Schum in Düsseldorf.
1972 Konzeption eines Video Departments im Folkwang Museum, Essen.
Schum prägte 1969 den Ausdruck »Land Art« und schuf eine Videokollektion dieser Arbeiten. Er entwickelte mit den damals avanciertesten Künstler aus Land Art, Konzept- und Prozeßkunst, wie Dennis Oppenheim, Lawrence Weiner, Richard Serra, Gilbert & George, Daniel Buren, Joseph Beuys, Mario Merz, Robert Smithson u.a. spezielle Präsentationen für das Fernsehn.

Literatur [Auswahl]: Baumgärtel, Tilman: Das Kunstereignis findet im Augenblick der Sendung statt. Ein Buch über den Fernsehgaleristen Gerry Schum. 1998.
Christiane Fricke: »Dies alles Herzchen wird einmal dir gehören« - Die Fernsehgalerie Gerry Schum 1968 - 1970 und die Produktionen der Videogalerie Schum 1970 1973. 1996.
Migot; Dorine: Gerry Schum. Kat. Stedelijk Museum 1980.

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Schwegler, Fritz
*1935 in Breech. Schreinerlehre. Fritz Schwegler lebt und arbeitet in Düsseldorf.
1955-59 Wanderjahre: Reise durch Europa, Kleinasien und Nordafrika. Meisterbrief. Werklehrer an den Akademien in Stuttgart und London. Professur an der Staatlichen Akademie für Bildende Kunst, Düsseldorf.

Einzelausstellungen [Auswahl]:
1963 City and Guilds of London Artschool, London.
1964 Musée Vivant, Paris.
1970 Württembergischer Kunstverein Stuttgart, Tokyo gallery, Tokio
1973 Kunsthalle Tübingen, Akademie der Künste, Berlin [West]
1974 Neue Galerie - Sammlung Ludwig, Aachen
1991 Hamburger Kunstverein

Ausstellungsbeteiligungen [Auswahl]:
1972/ 87 d 5 + 8, Kassel
1989 Zeitzeichen. Stationen Bildender Kunst aus NRW, Landesvertretung NRW, Bonn / Museum der Bildenden Künste, Leipzig [DDR], u.a.

Literatur [Auswahl]:
EFFESCHIADIANA. Kat. Neue Galerie - Sammlung Ludwig, 1974.
Fritz Schwegler: Rheinfarbe. 100 ausgewählte Blätter aus »BLAU IST NUR AUG«. 1992.

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Szeemann, Harald
* 1933 in Bern.
1954-60 Studium der Kunstgeschichte, Archäologie, Zeitungswissenschaft in Bern und Paris.
1961-69 Direktor der Kunsthalle Bern
1970-72 Generalsekretär d5. Prägte den Begriff »Individuelle Mythologien« um die documenta im ganzen zu erfassen.
1969 Gründung der Agentur für geistige Gastarbeit im Dienste der möglichen Visualisierung eines Museums der Obsessionen .
1974-1983 die grossen thematischen Ausstellungen: Grossvater; Jungesellenmaschinen; Monte Verità; Der Hang zum Gesamtkunstwerk,
1980 Biennale Venedig, Kreation von APERTO.
1981-2001 Permanenter freier Mitarbeiter Kunsthaus Zürich, grosse Ausstellungen in Paris, Bordeaux, Berlin, Ljubljana, Hamburg, Madrid, Sevilla, Warschau, Kwangju, Tokio, Lyon.
1998-2002 Direktor Arti Visive Biennale in Venedig.
1996-2001 Dozent Accademia di Architettura, Mendrisio.

Literatur [Auswahl]:
Kunstforum Bd.147, Sept.-Nov.1999. szeemanns apertutto.

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Thomas, Karin
* 1941. Studierte Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie und Geschichte. Lehrtätigkeit im Fa. Kunsterziehung an der Hochschule in Mainz. Seit 1971 Lektorin. Seit 1986 Cheflektorin für Kunst im Dumont Buchverlag Köln.
Publikationen [Auswahl] :
Joseph Beuys: Life and Works. 1979.
Bis heute. Stilgeschichte der bildenden Kunst im 20. Jahrhundert. 2000.
Menschenbilder. Kunst aus der DDR. 1986.
Vernetzte Zeiten. Über Gerhard Richter, Anselm Kiefer, Heribert C. Ottersbach, Neo Rauch.
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http://www.kunstforum.de/zeitmodelle/archiv/baende/150/150022.htm
Read, Herbert [Hrsg.] Thomas, Karin [Dt. Überarb.] Du Monts Kunstlexikon des 20. Jahrhunderts: Künstler, Stile und Begriffe. 1991.

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Vautier, Ben
* 1935 in Naples, Ägypten.
Bis 1949 leben zwischen Ägypten und Frankreich.
1956-58 Bibliothekar und Auseinandersetung mit Kunst u.a. Y.Klein und Arman.
1959 Leidenschaft für Nouveau Réalisme. Brief an Sporri über die Theorie des Neuen [Manuskript].
1960 Einladung von J.Lepage zur Konferenz über »Tout et Rien« im Club des Jeunes.
1962 Art d´appropriation [in Besitznahme]. Kontakt zu G.Maciunas, Fluxus und Happening.
1964 Straßenaktionen. Gründung des Théâtre Total. Teilnahme am »Festival de la Libre Expression de Jean-Jaques Lebel«.
1965 viele Publikationen gegen alles was in der Kunst geschieht.
1970 erste Einzelausstellung in Paris.
1966-1970 Recherche über Post-Duchamp Einstellungen.
1972 Teilnahme an der d5 in Kassel und Luzern mit dem Magazin. Anschliessend im Guggenheim N.Y.1977 Centre Pompidou A propos de Nice.
1980-85 verliert die Kunst an Bedeutung , wendet sich den Kulturen zu und stellt Kollektionen in Koffern zusammen.
Seit 1990 Zusammenarbeit mit dem MAMAC in Nizza.
2000 Biennale in Lyon.
2001 In Strasbourg La vérité , in Lyon »Comment va ta vache« und Retrospektive im MAMAC »Je cherche la vérité«.

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Walther, Franz Erhard
1939 in Fulda. Lebt in Hamburg und N.Y.
1956 Bewerbung an der Werkkunstschule Offenbach, Absage wegen nichterreichtem Mindestalter.
1957 Aufnahme des Studiums und ertse Gruppenausstellung.
1958 Ausstellung im Elternhaus
1959 Studium der Bildenden Künste in Frankfurt a. Main.
1961 nach einer Kontroverse zwangsexmatrikuliert.
Seit 1962 Entdeckung und Erforschung des Werkbegriffes.
1962-1964 Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie.
1964-1967 Formulierung des anderen Werkbegriffes.
1967-11973 in N.Y. lebend.
1969 Ausstellung des 1.Wersatzes im Museum of Modern Art in N.Y.
1970 Gastprofessur in Hamburg.
1972. 2.Werksatz .
1979 Arbeit an Wandformationen.
1984 Berufung an die HdK Berlin und Absage wegen unvereinbaren Auffassungen.
1985 Zusammenfassung der Wortwerke.
1995-1997 Verfilmung des 1.Werksatzes in den Plänen von 1969.
Walther hat an der d5-d8 teilgenommen.

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Wargin, Ben
* 1929. Inszenierte die Berliner »S« Galerie. Für den Aktionskünstle und Baumkünstler kommen Pflanzen eine gleichbedeutende Stellung in der Kunst bei, wie Bleistiften. veröffentlichte Bücher pro arte 0/66 und Poesie der Straße. 1996 erhielt er das Grüne Verdienstkreuz von Berlin und ist in Berlin vor Ort dezentral vertreten durch das Parlament der Bäume und am Bhf. Savignypl., und in mehreren Werkstätten. In seinem Werk spiegelt sich die Verweigerung einer chronologischen Biografie.

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Weigel, Anatol und Betram
gründeten 1972 in Düsseldorf »Arbeitszeit«. Haben an der d 5 im Bereich: /Objekt/Performance - Aktion teilgenommen.

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de Wilde, Edy
*1920. Jura-Studium an der Nijmegen Universität. Bis 1946 arbeitete er im Stichting Nederlands Kunstbesitz, indem die während des Krieges entwendete niederländische Kunst wieder zurückgeführt wurde. 1946-63 rekonstruierte und baute als Direktor den Ruf des Van Abbemuseum als einer international renommierten Instution auf. Er konzentriete den Aufbau der Sammlung auf Malerei, zunächst von den niederländischen Malern der 20er Jahre später folgten internationale Expressionisten. [u.a. Kokoschka, Kandinsky, beckmann, Chagall Picasso und Braque].

1999 widmete das Van Abbe Museum ihm eine Retrospektive seiner Arbeit: »The Collection Part IV: The choice of Edy de Wilde. Acquisitions from the period 1946 to 1963«.

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Wilp, Charles
* 1935 . Studium der Publizistik, Kunst und Wirkungspsychologie in Aachen und Berlin.
In N.Y. lernt er an der Raymond Loewys Schule bei Man Ray Fotografie. Situiert sich in der Werbebranche [u.a. für VW, Puschkin, Pirellli, Afri-Cola].
1967 erhält er den Rizzoli Preis in Mailand und Gold und Silber bei der IAA in den U.S.A.
1972 gestaltete die Service Spiele der Olympischen Spiele in München.
Seit den 50ern Beschäftigung mit Biofeedback und Passion für die Raumfahrt.
Seit 1995 Weltraumkunst- Projekte an Bord der Kosmonautentrainingsmaschine Orbitec Zero-G und zukünftig auf der MIR-Raumstation.

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Zwirner, Rudolf
* 1933 in Berlin. Lebt in Berlin.
1954-55 Studium der Kunstgeschichte und der Jurisprudenz in Freiburg.
1956-1959 Volontariate in Galerien.
1959 Generalsekretär der d2.
1960 Eröffnung der Galerie Rudolf Zwirner in Essen.
1962 Verlegung der Galerie nach Köln.
1966 Mitbegründer des Verein progressiver Kunsthändler e.V.
1967 Gründung des ersten Kölner Kunstmarktes.
1973 Gründungsmitglied der europäischen Kunsthändlervereinigung und Leitung des Sekretariats bis zur Fusion.
1975 mit dem Bundesverband Deutscher Galerien.
1976-1992 Galerie- Ausstellungsleiter.
1993 Gründung und Leitung des Zentralarchivs des intern. Kunsthandels in Bonn.
1994 Mitherausgeber der Zeitschrift sediment.
1995-97 Kurator zusammen mit Eckhart Gillen für die Ausstellung »Deutschlandbilder« im Martin-Gropius-Bau, Berlin.

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