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»Audiovisuellen Dokumentation« der documenta 5, 1972 von Karl Oskar Blase

Biographien [Auswahl]

A - M | - > N - Z

A_
Acconci, Vito | Ammann Prof.Dr., Jean-Christophe

B_ Beuys, Joseph | Bloch, Ernst | Bode, Arnold | Bongard Dr., Willi | Berchem, Theodor | Brock, Bazon

C_
Cladders, Johannes

F_
Fried, Howard

G_
Gallwitz, Klaus | Grochowiak, Thomas

H_
Haftmann, Werner | Harten, Jürgen | Hering, Karl-Heinz | Honnef, Klaus

I_
Iden, Peter

J_
Joachimides, Christos M.

K_
Krämer-Badoni, Rudolf

L_
Leonhard, Kurt

M_
Mangold, Hans


Acconci, Vito
*1940 in der Bronx, New York. Lebt und arbeitet in Brooklyn, New York.
Vito Acconci studierte am Holy Cross College in Worcester bis 1962 und erhielt 1964 seinen Master of Fine Arts an der Univerität von Iowa. Zunächst setzte sich Acconci mit verschiedenen ästhetischen Fragen im Bereich der Literatur bzw. Lyrik auseinander. Ende der 60er/ Anfang der 70er Jahre entstanden erste Arbeiten in den Bereichen Performance bzw. Film und Video, in denen er die eigenen Person und zwischenmenschlicher Beziehungen analysierte. Mitte der 70er Jahre erweiterte Acconci seine Audio- und Videoinstallationen im Hinblick auf die Zuschauerpartizipation. Architekturentwürfe, Landschaftsarchitektur und Möbeldesign bestimmten die Schwerpunkte seiner Arbeit Mitte der 80er Jahre. Ende der 80er gründete er das »Acconci Studio«, wo eine Architektengruppe, Projekte für den öffentlichen Raum konzipiert.
Er nahm an zahlreichen int. Gruppenausstellungen teil u.a. an der d5 - d7. Außerdem zahlreiche Einzelausstellungen, wie 1983 im Whitney Museum of American Art, New York.

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Ammann Prof.Dr., Jean-Christophe
*1939, war nach dem Studium der Kunstgeschichte, christlichen Archäologie und deutschen Literatur, an verschiedenen Museen in der Schweiz tätig. Als Leiter der Kunsthalle Basel wurde er 1989 in selbiger Funktion ans Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main berufen. Seit den siebziger Jahren war er in leitender Funktion bei mehreren internationalen Kunstereignissen tätig. [u.a. documenta 5, biennale Paris, Biennale Venedig]. Seit 1992 ist er Lehrbeauftragter an der Universität Frankfurt am Main und Gießen. 1998 wurde er in Frankfurt zum Professor ernannt.
Publikationen [Auswahl]:
Bewegung im Kopf [1993]; Rémy Zaugg Gespräche mit Jean-Christophe Ammann [1994]; Kulturfinanzierung [1995]; Annäherung. Über die Notwendigkeit der Kunst [1996]; Das Glück zu sehen. Kunst beginnt dort, wo Geschmack aufhört [1998].

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Beuys, Joseph
geb.1921 in Krefeld; gest. 1986 in Düsseldorf.
1940 Abitur am Gymnasium Kleve.
1941-1945 Kriegsdienst als Sturzkampfflieger.
1943 Abschuss seines Flugzeugs in Russland.
1945 Goldenes Verwundetenabzeichen.
1945-1946 Britische Kriegsgefangenschaft.
1947 Beginn des Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Enseling.
1948-1951 Fortsetzung des Studiums bei Ewald Mataré.
1952-1954 Meisterschüler und Atelier in der Kunstakademie Düsseldorf.
1954 Atelier in Düsseldorf-Heerdt.
1958 Atelierräume im alten Klever Kulturhaus am Tiergarten / Entstehung eines monumentalen Eichenkreuzes und eines Tores für das Ehrenmal der Gemeinde Büderich.
1959 Heirat mit Eva Wurmbach.
1961 Berufung an die Kunstakademie Düsseldorf als Professor für monumentale Bildhauerei.
1962 erste Kontakte zur Fluxus-Bewegung.
1963 erste Teilnahme an Fluxus-Aktionen / am 18. Juli erste Aktion mit Fett in der Kölner Galerie Rudolf Zwirner.
1966 Spanienaufenthalt mit Per Kirkeby.
1967 Gründung der Deutschen Studentenpartei.
1970 Gründung der »Organisation der Nichtwähler, Freie Volksabstimmung«.
1971 Gründung der »Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung [freie Volksinitiative e.V.], Düsseldorf, Andreasstr. 25»/ Besetzung des Sekretariats der Kunstakademie Düsseldorf / Gründung des »Komitees für eine Freie Hochschule«.
1972 fristlose Kündigung des Lehramts an der Kunstakademie Düsseldorf.
1973 Gründung des »Vereins zur Förderung einer Freien internationalen Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung« mit Klaus Staeck, Georg Meistermann und Willi Bongard.
1974 Gründung der »Freien Hochschule« in Düsseldorf mit Heinrich Böll / Gastprofessur an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg.
1975 Aufenthalt in Kenia mit Charles Wilp.
1976 Kandidat der Aktionsgemeinschaft unabhängiger Deutscher in Nordrhein-Westfalen für den Deutschen Bundestag.
1977 Einrichtung der »Freien internationalen Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung e.V.«, während der documenta 6, Kassel.
1978 Ungültigkeitserklärung der fristlosen Kündigung von Beuys als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie durch das Bundesarbeitsgericht in Kassel / Mitglied der Akademie der Künste, Berlin.
1979 erste Begegnung mit Andy Warhol in Düsseldorf / Kandidat der Grünen für das Europaparlament.
1980 Mitglied der Königlichen Akademie der schönen Künste, Stockholm / Kandidatur für die Grünen auf der Landesliste Nordrhein-Westfalen.
1982 Reise nach Australien. 1984 Aufenthalt in Japan.
Hat sich an den documenten 3-9 beteiligt.

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Bloch, Ernst
geb.1885 in Ludwigshafen/Rhein; gest. 1977 in Tübingen.
Dt. Philosoph der in München und Würzburg Philosophie, Physik und Musik studierte.
1907 Dissertation über das Problem der mod. Erkenntnisphilosophie.
1908-11 Privatseminare von G.Simmel in Berlin.
1912 im Kreis von Max Weber in Heidelberg. Freundschaft mit G.Lukacs, W.Benjamin, T.W.Adorno. B.Brecht, S.Krakauer und O.Klemperer.
Sein erstes Werk Der Geist der Utopie entstand. Schrieb für die Weltbühne und die FAZ.
1917 Emigration in die Schweiz.
1933 in die Tschechoslowakei und später in die USA.
1949 Professur an der Universität Leipzig.
1954-59 3Bd. Werk Das Prinzip Hoffnung.
1957 Lehrstuhl Aufgabe, infolge Systemkritik an der DDR.
1961 nutzte Vortragsreise zur Flucht aus der DDR. Gastprofessur in Tübingen.
1967 Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Mehrfach durch den Ehrendoktortitel ausgezeichnet. Stellte ein Vorbild für die Studentenbewegung dar.
1977 nach Abschluß seiner 16 Bd. Gesamtausgabe seiner Schriften, verstorben.

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Bode, Arnold
geb. 23.Dez.1900 in Kassel; gest. 03. Dez. 1977 in Kassel.
Studierte 1919-24 Malerei und Graphik an der Kasseler Kunstakademie. Ab 1930 unterrichtet er am Berliner Werklehrerseminar.1933 wird er Berufsverbot durch die NSDAP. Nach dem Zweiten Weltkrieg geht er vielseitigen Arbeiten nach als Maler, Möbeldesigner Stadtplaner, Messe- und Ausstellungsmacher. 1946 Gründungsmitglied der Künstlervereinigung Hessischer Sezession. 1947 gelingt die Neugründung der 1931 geschlossenen Kasseler Kunstakademie.1954 gründet er die Gesellschaft Abendländische Kunst des 20 Jahrhunderts.e.V.1955 realisiert er die Idee einer Übersichtsausstellung zur kunst unter dem Namen documenta. Während Bode inszeniert, interpretiert Haftmann aus kunsthistorischer Sicht. 1964 wird während der d4 ein 23-köpfiger Rat gebildet, der Bodes Autorität beendet und ihn in eine symbolische Position verweißt. Bode gilt als »Vater der Documenta« und stirbt einen Tag nach der d6.

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Bongard Dr., Willi
gest. 1985 Autounfall.
Kölner Kultur- und Wirtschaftsjournalist. 1970 Erfinder des »Kunstkompasses«, der den Marktwert der Künstler er- und vermittelt. Die »Top 100« der zeitgenössischen Künstler erscheinen seitdem in der Nov.Ausgabe des Wirtschaftsmagazins capital [ehedem im art aktuell]. Das Ranking errechnet sich aus Punkten, die für jede Ausstellung eines jungen Künstlers in größeren Museen und auf Veranstaltungen wie der Biennale und der Documenta, sowie für jeden Artikel in bekannten Kunstzeit-schriften vergeben werden. Jedes Jahr wird dann Punktezuwachs oder Verlust errechnet. Nach seinem Unfalltod führte seine Ehefrau Linde Rohr-Bongard den »Kunstkompass« weiter. Der »Kunstkompass« ist unter Künstlern und Kritikern nach wie vor umstritten, bietet jedoch einen Anhaltspunkt für die internationale Bedeutung zeitgenössischer Künstler. Gerhard Richter - seit vielen Jahren im »Kunstkompass« vertreten - sagte über das Ranking: »Der Kunstkompass ist ein schönes Spiel.«
Eine Untersuchung der Ausgaben von 1970 bis 1995 ergab, daß der Kunstkompaß weitläufig das Marktgeschehen korrekt wiedergab und daß Gewinne durch Kunst-investment auch statistisch nachweisbar sind.
Sigmar Polke brachte demnach in diesem Zeitraum 30,1 % Rendite pro Jahr, Anselm Kiefer 28,1 %, Enzo Cucchi 19,3 %, Bruce Nauman 17,7 %, Mario Merz 16,5 %, Georg Baselitz 16 %, Francesco Clemente 15 %, Jean Tinguely 13 %, Gerhard Richter 12,2 %, Sol LeWitt 11,0 %, Yves Klein 10,3 %, Christian Boltanski 10,1 %, Nam June Paik 9,5 %, Joseph Beuys 9,4 %, Roy Lichtenstein 8,8 %, Richard Serra 8,7 %.

Teilnahme und Ausstellungen in der Saatchi Sammlung, der Biennale in Venedig und der d5. 1973 Gründung des »Vereins zur Förderung einer Freien internationalen Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung« mit Joseph Beuys, Klaus Staeck und Georg Meistermann.

Publikation [Auswahl]:
Bongard, Willi: Kunst & Kommerz. Zwischen Passion und Spekulation , Oldenburg , Hamburg 1967 .
ars multiplicata - vervielfältigte Kunst seit 1975. Kat. Wallraff-Richartz-Museum, Köln. Texte v. Gerd v.d. Osten, Horst Keller, Karl Gerstner, Willi Bongard, Hein Stünke u.a.. Köln 1968.

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Berchem, Theodor
* 22. Mai 1935 Pützchen bei Bonn.
1956-63 Studium der Romanistik, Anglistik und Slawistik.
1963 Dr. phil. Sorbonne Paris.
1962-67 Wiss. Assist. Univ. Erlangen, 1966 Privatdoz.
1967 o. Prof. f. Roman. Philologie Univ. Würzburg.
1975/76 Rektor, 1976 Präs. Univ. Würzburg; 1969/71 Dekan, 1971/72 Prodekan, 1974/75 Dekan d. Phil. Fak. Univ. Würzburg.
1979-83 Vizepräs. u. 1983-87 Präs. Westd. Rektorenkonferenz.
1978-82 Vors. Bayer. Rektorenkonferenz.
Seit 1967 Dr. phil., o. Prof. f. Roman. Philologie und seit 1976 Präsident der Univiversität Würzburg.
Seit 1988 Präsident des Dt. Akad. Austauschdienst [DAAD].
Freiherr von Berchem ist unter dem Namen Franz Dahlem als Autor und Kunsthändler bekannt geworden ist.

Publikationen [Auswahl]:
Linguistik für Romanisten: Transformationsgrammatik, 1972. [Hrsg.]: Die Akademiker und der anderen, 1977.
Elitebildung in der Massenuniviversität ? Bildung und Perspektiven der Hochschulreform, 1985.
[Mithrsg.:]Teatro del siglo de oro, 1985.
Zahlr. Aufs. z. Romanistik sowie Bildungs- u. Hochschulpolitik in dt. u. intern. Ztschr.

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Brock, Bazon
* 1936 in Stolp/ Pommern [heute Polen]. Flucht und Internierung in Dänemark, 1947 Ansiedlung in Schleswig-Holstein.
1957-1961 Ausbildung als Dramaturg.
1957-1964 Studium [mit Unterbrechung] der Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaften in Zürich, Hamburg, Frankfurt/M.
Ab 1957 erste Aktionslehrstücke und Publikationen.
Ab 1968 Besucherschulen der documenta in Kassel.
Lehrtätigkeit im Fach Ästhetik zunächst als Dozent, dann als o. Professor von 1965 bis 1976 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, von 1977 bis 1980 an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien, seit 1980 an der Bergischen Universität Wuppertal »Design, Kunst- und Musikpädagogik, Druck« / Lehrstuhl für Ästhetik und Kulturvermittlung.
Insgesamt über 700 Veranstaltungen in Museen, Akademien, Hochschulen, Theatern, Galerien und im Fernsehen in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich, Dänemark, Italien, Frankreich, Spanien, Holland, Großbritannien, Japan und in den USA.
Ehrenpromotion zum Doktor der technischen Wissenschaften an der Eidgenössisch-Technischen Hochschule [ETH] Zürich 1992.

»Geschichte und Zukunft der Besucherschulen - Vermittlungsdilemma: Macht man nichts, heißt es, man ließe die Besucher völlig allein. Macht man was, heißt es, man manipuliere die Besucher sträflich.«

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Cladders, Johannes
* 1924 in Krefeld.
Studium der Germanistik, Anglistik und Philosophie. 1955 Promotion; zunächst freiberufliche Tätigkeit als Journalist und Kunstkritiker.
1957-67 wissenschaftlicher Assistent am Kaiser-Wilhelm-Museum, Museum Haus Lange in Krefeld.
1967-85 Direktor des Städtischen Museums Mönchengladbach [seit dem Neubau 1982 »Museum Abteiberg«].
1972 Mitarbeit an der documenta 5 in Kassel
1982-84 Kommissar der Deutschen Pavillone der Biennale Venedig
nach 1985 u.a. museumsfachliche Betreuung bei Bau und Einrichtung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.
Art-Cologne-Preis 2000.

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Fried, Howard
* 1946 in Cleveland, OH.. Lebt und arbeitet in San Francisco, CA.
studierte an der Syracuse Univerity, N.Y. 1964-1967 Western Reserve University in Cleveland. 1967 am Cleveland Art Institute tätig und 1967-68 am San Fransisco Art Institute. 1968-1970 B.F.A: University of California.
1972 an der d 5 mit Performance - Aktion/Video beteiligt.
Einzelausstellungwn u.a.: »Deep Skin Excursions: Early Works by Howard Fried«, N.Y. 1998.

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Gallwitz, Klaus
Direktor der Kunsthalle Baden-Baden.
1974-1995 Direktor des Städelschen Kunstinstituts und der Städischen Galerie Frankfurt.

Publikationen [Auswahl]:
Revision. Die Moderne im Städel 1906-1937. 1991.
Die Nazarener. 1977.
Russische Malerei. 1890-1917. Bilder aus Museen der UDSSR. 1977.

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Grochowiak, Thomas
*1914 in Recklinghausen. Lebt und arbeitet in Kuppenheim bei Baden-Baden, Recklinghausen und Andalusien.
1948 Gründung der Gruppe »junger westen« mit Deppe, Hermanns, Schumacher, Siepmann, Werdehausen.
1950-79 Leitung der Ruhrfestspiele.
1954 Mitglied und von 1979-85 Präsident des deutschen Künstlerbundes, Mitglied des Westdeutschen Künstlerbundes, Mitglied der Neuen Darmstädter Sezession.
1954-80 Direktor der Städtischen Museen Recklinghausen.
Ab 1969 auch der Städtischen Galerie Schloß Oberhausen.
1965-69 Generalkommisar für die deutsche Sektion der Biennale de Paris.
1971-78 für die Triennale-India, Neu Delhi.
1972 Verleihung des Titels Professor.
1980 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes.
Seit 1990 Leitung von Workshops und Produktion von TV-Filmen. Ausstellungsbeteiligung in Europa, USA und Südamerika, wie »Art International«, N.Y., und Einzelausstellungen u.a. in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe.

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Haftmann, Werner
*1912. ? 1999 in München.
1.Direktor der West- Berliner Nationalgalerie [heute: Berliner].
1967-1974 steht in dem Ruf eines bedeutenden Kunstkritikers.
Nach dem 2. Weltkrieg folgt 1954 Werner Haftmanns Buch über Malerei im 20. Jahrhundert, ein wichtiges und einflußreiches Buch für Westdeutschland, das für die erste erneute Auseinandersetzung mit der Internationalen Kunstgeschichte nach dem 2. Weltkrieg von großer Bedeutung war und lange Jahre noch bis Mitte der 70er Jahre, als Standardwerk galt.
1955 begründete Werner Haftmann, als führender Kunsthistoriker, in Zusammenarbeit mit Arnold Bode die »documenta«in Kassel.

Publikationen [Auswahl]:
Verfemte Kunst. Bildende Künstler der inneren und äußeren Emigration in der Zeit des Nationalsozialismus. 1986.
Wols. Kat. Stedelijk Van Abbe Museum 1966.
Freunde danken Werner Haftmann. 1976.
Roland, Berthold [Hrsg.]: Marc Chagall. Die Bibel. Mit Beiträgen von Werner Haftmann. 1990.

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Harten, Jürgen
* 24. Sept. 1933 Hamburg.
1956-61 Studierte Erziehungswissenschaften., phil. Anthropologie, Kunstgeschichte.
1961-67 Volks- u. Realschullehrer Hamburg.
1967-68 Sekretär der d 4.
1969-72 Wiss. Assistent und stellvertretender Direktor der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf.
1972-98 Direktor Städtischen Kunsthalle Düsseldorf.
1998-99 Gründungsdirektor der Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf.
Mitgl. AICA [Internat. Kunstkritikerverband]; ehrenh. Mitgl. im Vorst. d. CIMAM [Comité Intern. d. Musées d'Art Moderne].

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Hering, Karl-Heinz
Dr. phil.; 1955 Assistent von Hildebrand Gurlitt, 1958-1961 gemeinsam mit Ewald Rathke Geschäftsführer und 1961-1986 geschäftsführender Direktor im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf.

Literartur [Auswahl]:
Otten, Marie-Luise [Hrsg.]:Von DADA bis Beuys. 30 Jahre Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen mit Karl-Heinz Hering. 1998.
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Honnef, Klaus
* 14. Okt. 1939 Tisit.
Studierte Geschichte und Soziologie an der Universität in Köln. Volontariat bei den Aachener Nachrichten. 1970 Ressortchef des Feuilleton u. Unterhaltund. 1972 Leitung der Abteilung »Idee+Idee/Licht«, zusammen mit Konrad Fischer, auf der d5. 1974 Geschäftsführer des Westf. Kunstverein Münster. 1974-99 Abteilungsleiter des Rhein. Landesmuseum Bonn. Prof. f. Theorie d. Fotografie GH/Univ. Kassel. Chevalier de l'ordre des arts et des lettres; Vizepräsident des AICA. Ehrenmitglied des Dt. Künstlerbundes.

Publikationen [Auswahl]:
Concept Art, 1971; Gerhard Richter, 1975; 150 Jahre Fotografie, 1977; [Hrsg.:]Lichtbildnisse, 1982; Back to the USA, 1983; [Hrsg.:] Aus d. Trümmern, 1985; [Hrsg.:] Modewelten, 1985; Helmut Newton Portraits, 1987; Kunst der Gegenwart, 1988; Andy Warhol, 1989; Pantheon der Photographie, 1992; [Hrsg.:] Gabriele u. Helmut Nothhelfer. Die verlassenen Schuhe, 1993; Wege der Kunstkritik, 1999; [Mithrsg.:] John Heartfield, 1992; John Heartfield-Dokumentation u. Hermann Claasen. Nie wieder Krieg, 1994; Kunst im Hotel, 1996; Nichts als Kunst, 1997.

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Iden, Peter
* 11. Sept. 1938 Meseritz/Mark.
1955-56 Kalifornien-Aufenthalt.
Studierte am Johanneum Lüneburg; Univ. Frankfurt u. Wien Philosophie, Geschichte und Theaterwissenschaften.
Seit 1972 Mitglied des Dt. PEN-Zentrums.
Seit 1980 Prof. an der Hochschule f. Musik in Frankfurt.
Journalist, Theater- u. Kunstkritiker u. a. Redaktion der Frankfurter Rundschau, Gründung und Aufbau des Museum für Moderne Kunst in Frankfurt.

Publikationen [Auswahl]:
Über die Wirklichkeit, 1963. Eduard Bond, Monographie, 1973; Die Schaubühne, 1978; Theater als Widerspruch, 1983; Gesellschaft was ist das?, 1985; [Mithrsg.:] Neues dt. Theater, 1971.

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Joachimides, Christos M.
* 1932 in Griechenland. 1952 siedelte er aus Athen nach Deutschland über, um in Stuttgart Philosophie und Literaturwissenschaften zu studieren.
1953 wechselte er nach Heidelberg zum Studium der Kunstgeschichte und der Kultursoziologie.
1957 organisierte er in Athen seine Erste Ausstellung »Berlin Berlin - Junge Berliner Maler und Bildhauer«.
Den Ruf als »großer« Ausstellungsmacher machte er sich 1977 mit der Beuys Retrospektive »Richtkräfte« in der Neuen Nationalgalerie.
1982 folgte die Ausstellung »Zeitgeist« im Martin-Gropius-Bau.
1985 wurde daraufhin die »Zeitgeist-Gesellschaft zur Förderung der Künste in Berlin« begründet, die sich auf Ausstellungen im Martin-Gropius-Bau spezialisiert haben.
Joachimides ist Generalsekretär bei »Zeitgeist« und organisierte 1991 »Metropolis«, 1993 »Amerikanische Kunst des Zwanzigsten Jahrhunderts« und 1997 »Die Epoche der Moderne. Kunst im 20. Jahrhundert«. Für die Afrika-Ausstellung wurde er 1996 mit der außerakademischen Ehrenprofessur ausgezeichnet.

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Krämer-Badoni, Rudolf
* 1913 in Rüdesheim. ? 1989 in Wiesbaden.
Studierte Literatur, Sprachen, Philosophie und Geschichte in Frankfurt. 1938 Promoviert. Im Zweiten Weltkrieg war er im Sanitätsdienst in Frankreich und Rußland. Nach einer Tätigkeit als freier Schriftsteller war Krämer-Badoni für verschiedene Zeitungen tätig [u.a. FAZ, Die Welt]. Er engagierte sich kritisch gegen das Verhalten der Bundesregierung in der »Spiegel-Affäre«, aber auch gegen links eingestellte Schriftsteller der Gruppe 47. Weiterhin wirkte er im P.E.N.-Zentrum und in dem von ihm mitbegründeten »Freien Deutschen Autorenverband«. Neben Romanen, Erzählungen, Sachbüchern, politisch-philosophischen Werken und Artikeln in Zeitungen verfaßte er auch Hörspiele und fertigte Übersetzungen an. Krämer-Badoni war langjähriger Kunstkritiker der Welt.

Publikationen [Auswahl]:
Über Grund und Wesen der Kunst. Frankfurt 1960; kunst und automation - Die Chancen der Künste im wissenschaftlichen Zeitalter. Wien 1961.

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Leonhard, Kurt
* 5. Febr. 1910 Berlin.
1972 Mitglied der Akademie der Wissenschaft und Literatur in Mainz.
Seit 1976 Prof. h. c., Schriftsteller, Übersetzer, Verlagslektor.
Mitglied des AICA.
1984 Verdienstmedallie des Land Baden-Württ.; 1985 Ehrenmitgl. Staatlichen Akadademie Stuttgart.

Publikationen [Auswahl]:
Die heilige Fläche, 1947. J. Bissier [Monogr.], 1948; Der gegenwärtige Dante, 1950; Augenschein u. Inbegriff, 1953. Gegenwelt [Ged.], 1955; Silbe, Bild u. Wirklichkeit, 1957; Moderne Lyrik, 1963; Cézanne in Selbstzeugnissen, 1966; Picasso. Das graphische Werk 1954-65, 1967; Der Maler Henri Michaux, 1967; Ida Kerkovius [Monogr.], 1969; Dante in Selbstzeugnissen, 1970; Wort wider Wort [Ged.], 1974; Was ist Kunst?, 1981; Das zehnte Loch, 1983; Horst Beck [Monogr.], 1984; Gegenbilder [Ged.], 1986; Zirkelschlüsse [Ged.], 1988; Texte aus sechs Jahrzehnten, 1995. Übers. aus d. Franz. Kunstkrit. [Rolland, Valéry, Michaux, Cioran, Leiris, Bachelard u.a.].

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Mangold, Hans
* 3. Sept. 1915.
1952-63 u. 1979-88 Rechtsanwalt u. Notar. Leiter d. Hess. Brandversicherung u. Kommunalen Versorgungskassen d. Regierungsbezirkes Kassel 1968-85 Mitglied des Staatsgerichtshofs des Landes Hessen. 1963-85 Vorsitzender des Hessischen Museumsverbandes. Bekleidet mehrere Ehrenämter Mitglied der Historischen Kommission für Hessen in Marburg/L.. Ehrenvorsitzender des Hessischen Museumsverbandes und des Museumsverbandes Thüringen. Langjähriger Förderer der documenta.

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