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Keith Haring - Heaven and Hell

23.09.2001 - 06.01.2002 | Museum für Neue Kunst

Der amerikanische Maler, Zeichner und Bildhauer Keith Haring gehört unbestritten zu den populärsten Künstlern der Gegenwart. Seine Arbeiten üben auch elf Jahre nach seinem Tod immer noch eine große Wirkung auf die junge Kunst wie auf ein breites Publikum aus. Harings zu Logos stilisierte strahlende Hunde und Babys sind zu einem Teil unserer Bildkultur geworden. Mit dem 1986 in New York eröffneten Pop Shop läutete er selbst die Verbreitung seiner Bildwelt weit über die Grenzen einer elitären Kunstszene hinaus ein.

Umso wichtiger scheint es, vor diesem Hintergrund den weniger bekannten Haring jenseits der weltweit präsenten fröhlichen Strichfiguren in den Mittelpunkt zu rücken. Diesen Versuch unternimmt die Karlsruher Ausstellung, die über 80 Werke vereint.

Von Anfang an setzte sich Haring in seinem Werk mit der Bedeutung von Tod, Elend und Gewalt, von Religion und Jenseitsvorstellungen für das Leben auseinander. Der einzelne Mensch als Bestandteil oder Gegenüber einer anonymen Masse steht immer wieder im Zentrum seiner Kunst. Die Konfrontation mit der Immunschwächekrankheit AIDS, der er mit 31 Jahren zum Opfer fiel, prägt das Themenspektrum vieler Bilder und Zeichnungen. Nur aus dieser Perspektive werden die so lebensfrohen "Ikonen" Keith Harings als Gegenbilder verständlich.

Im Zentrum der Ausstellung stehen selten gezeigte, zum Teil extrem großformatigen Bilder und Wandbehänge aus dem Estate of Keith Haring und amerikanischen Sammlungen. Zu sehen ist neben dem 7x10 Meter messenden Breitformat "The Marriage of Heaven and Hell" (Estate of Keith Haring) unter anderem die 1985 entstandene Serie der "10 Gebote".

Begleitend zur Ausstellung ist eine Publikation erschienen mit Beiträgen von David Galloway, Ulrike Gehring, Ralph Melcher, Andreas Schalhorn und Giorgio Verzotti. Sie ist zahlreich bebildert und enthält unveröffentlichte Seiten aus den Tagebüchern von Keith Haring.

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