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Small Fish
Annika Blunck

*_Small Fish bezeichnet eine zweidimensionale Kammermusik. Fünfzehn faszinierende Partituren können von den Besuchern gehört und gesehen werden, denn hier ist es Objekten ohne materielle Präsenz erlaubt, sich visuell zu manifestieren. Aus den zwei akrobatischen Händen des Musikers werden die mit Cursor und Button spielenden Hände des Besuchers, der die Koordinaten der grafischen Elemente auf dem Bildschirm immer wieder ändert. Was erklingt ist nicht etwas zufällig Berührtes, sondern eine animierte visuelle Konzeption, die der Besucher auf der Fläche arrangiert hat: verstreute abstrakte Formen, Kreise und Punkte, Linien oder farbige sich bewegende Muster.



In Small Fish wird mit Klängen und Tönen, Farben und Formen gespielt ebenso wie mit abstrakten Konzepten. Doch findet sich zwischen Spielendem und Gespieltem der Monitor, auf dem die Komposition in immer neuen Bildern formuliert wird. Die Künstler haben Abstand geschaffen dort wo Nähe längst vorhanden war: am Musikinstrument, wo »press and play« seine frühe Anwendung fand. Diese traditionelle Nähe wird beim Spielen von Small Fish aufgehoben. Der Akteur manipuliert nicht, sondern kommuniziert: die Hände erstellen Grafiken und Animationen, die sich erst in Klänge, dann in Musik wandeln. In der Verbindung der einzelnen Elemente löst sich die Bildschirmfläche in einem dynamischen Kunstraum auf und macht so das kreative Zusammenspiel zwischen Werk und Betrachter erst möglich. Das Spiel kann beginnen.][

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