Wendy McMurdo [GB]

Was in der Biotechnologie angestrebt wird und in der Öffentlichkeit auf skeptische Zweifel stößt, ist in der Kunst längst ein Allgemeinplatz: das Klonen von Menschen, genauer, die identische Abbildung einer Person, die zweifelsfrei keinem Zwillings- oder Drillingspärchen entstammt. Dank digitaler Manipulation verdoppelt Wendy McMurdo ihre kindlichen Protagonisten und konfrontiert deren Ich mit einem zweiten Ich, das mal wie bei »Helen« die Figur beherrscht oder wie bei »Somnambulist« ein gleichwertiger Spielpartner ist.
Mitunter führt die Künstlerin den Betrachter aber in die Irre, nicht alle Doppelgänger sind künstlich generierte. Die in der Ausstellung »der Anagrammatische Körper« gezeigten »Sabin Brothers« sind durchaus real und belegen, dass auch die Natur aus dem Anagramm das Palindrom zu formen weiß.
Text: Barbara Könches

Der virtuelle Körper :: der Körper als reines Bild

Linkempfehlung::
»Summerfield« 1997
von Wendy McMurdo

  
  Seeing Time
  
  Wichtige Ausstellungen
Januar-März 2001
  
  

 





 
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