Yves Netzhammer [CH] :: Was man frisst, wird zum Inhalt [1998]
»Was man frisst, wird zum Inhalt« so der Titel eines Videos von dem jungen Schweizer Yves Netzhammer, womit er bereits die bearbeitete Thematik pointiert in Worte faßt. In seinen am Computer erstellten Animationen unternimmt der Künstler den erstaunlichen Versuch, die menschliche Gefühlswelt in einer digital generierten Umgebung zu erkunden. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist der menschliche Körper, denn - so Netzhammer - dieser ist
Lexikon und Grammatik einer Sprechweise, die auf eine eigentümliche Weise Fragen über subjekive und gesellschaftliche Verhältnisse zu stellen beginnt.« Aber es sind selten menschliche Wesen, die er im Video oder in seinen Grafiken abbildet, sondern bizarre Geschöpfe, die aus dem Reich der Tiere zu stammen scheinen.
»Ich beschreibe einen Fisch mit dem Bild von einem Kamel, das ein Pinguin gemacht hat.« Ob
das_Original
Käfer oder
Fledermaus, Netzhammer nutzt die Tierfabel auf eine neue, konträre Weise, indem er nicht die bekannten Charaktere versinnbildlicht, sondern im Gegenteil mit unbekannten Lebewesen menschliche Emotionen symbolisiert.
»Wesen, mit denen man eigene Gefühlslandschaften abklopfen kann«.
Text: Barbara Könches
Der virtuelle Körper :: der Körper als reines Bild