Yves Netzhammer [CH] :: Was man frisst, wird zum Inhalt [1998]

»Was man frisst, wird zum Inhalt« so der Titel eines Videos von dem jungen Schweizer Yves Netzhammer, womit er bereits die bearbeitete Thematik pointiert in Worte faßt. In seinen am Computer erstellten Animationen unternimmt der Künstler den erstaunlichen Versuch, die menschliche Gefühlswelt in einer digital generierten Umgebung zu erkunden. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist der menschliche Körper, denn - so Netzhammer - dieser ist Lexikon und Grammatik einer Sprechweise, die auf eine eigentümliche Weise Fragen über subjekive und gesellschaftliche Verhältnisse zu stellen beginnt.« Aber es sind selten menschliche Wesen, die er im Video oder in seinen Grafiken abbildet, sondern bizarre Geschöpfe, die aus dem Reich der Tiere zu stammen scheinen.
»Ich beschreibe einen Fisch mit dem Bild von einem Kamel, das ein Pinguin gemacht hat.« Ob das_Original Käfer oder Fledermaus, Netzhammer nutzt die Tierfabel auf eine neue, konträre Weise, indem er nicht die bekannten Charaktere versinnbildlicht, sondern im Gegenteil mit unbekannten Lebewesen menschliche Emotionen symbolisiert.
»Wesen, mit denen man eigene Gefühlslandschaften abklopfen kann«.
Text: Barbara Könches

Der virtuelle Körper :: der Körper als reines Bild

Linkempfehlung::
Ausstellung »Kunst ist Kunst« Ethnographisches Museum Neuenburg (CH), 1999
»Was sich erzählen lässt, wird verbessert werden« Buch von Yves Netzhammer
»pixelart.01«
Gruppenausstellung im Kunstraum Aarau

  
  Seeing Time
  
  Wichtige Ausstellungen
Januar-März 2001
  
  

 





 
© 2000 zkm | zentrum für kunst und medientechnologie
Alle Rechte vorbehalten. Website realisiert von:
[Lindner | Fuerstner | Pingel | Graesser ]