Angus Fairhurst [GB] :: Things that don´t work properly / Thinks that never stop [1998]

"Things that don´t work properly / Thinks that never stop" ist eine vierteilige Videoanimation, in der Körperteile sich vereinigen wollen, deren Rhythmus aber nicht zum Gleichklang finden. Durch eine minimale Frequenzveränderung geraten die Bilder in Unordnung, überlagern sich zu einer digitalen Ursuppe, die an ihrer eigenen Redundanz erstickt.

Die Schichtung der unterschiedlichen anatomischen Skizzen führt die Möglichkeiten der Technik ad absurdum, denn am Ende der Bänder erstarren die bewegten Linien zu einem Standbild, das zeit- und raumlos genau den Kriterien unterliegt, die einer klassischen Zeichnung zukommen. Charakteristisch für die Arbeit des jungen Briten Angus Fairhurst ist, dass er versucht, Erwartungen zu unterlaufen, interdisziplinär zu arbeiten. So tritt er in Performances auf, fotografiert, arbeiten mit Bildern und Skulpturen. Fairhurst stellt häufig mit den sogenannten »Young British Artists« aus, doch im Gegensatz zu Damien Hurst oder seiner Freundin Sarah Lucas, ist Fairhurst ein Meister der leisen Töne. Grelle Gestik ist seinem Werk fremd, vielmehr untersucht er die Regionen der »niedrigsten Erwartungen«. »Low Expectations« nennt er seine Gruppe, die ihn dabei unterstützt die Formate des Pop auf die Kunst zu übertragen, »High and Low« eng aneinander zu schmieden.

Text: Barbara Könches

Die multiplen Organe :: Rekombinationen des Körpers

  
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Januar-März 2001
  
  

 





 
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