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FUTURE THEATRE

Symposium

Sa, So 18./19.01.2003
ZKM-Medientheater

- > Programmübersicht

R e f e r e n t e n ::

Christopher Balme | Wolfgang Bergmann | Peter M. Boenisch | Andreas Breitscheid | Herbert Fritsch | Wanda Golonka | Carl Hegemann | Bernd Lintermann | Uwe Mattheiss | Sabine Mitterecker | Gisela Müller | Johannes Odenthal | Tilman Sack | Elisabeth Schweeger | Michael Simon | Helena Waldmann | Birgit Wiens

Christopher Balme
Professor für Theaterwissenschaft an der Universität Mainz, dort Lehrstuhlinhaber.
Dr. phil an der Universität Otago, Neuseeland; Habilitation 1993 an der Universität München. 1994-98 Professor am Insitut für Theaterwissenschaft, Universität München.
Mitherausgeber der Reihe Intervisionen: Theater und die anderen Künste [epodium-Verlag], Ritual, Theatre and Performance [Lit-Verlag] sowie Mitglied der Herausgeber-Gremien der Zeitschriften Theatre Research International und Theatre Studies, Mitglied des Executive Committee der International Federation for Theatre Research. Ab 2001 Associate Editor Theatre Research International.
Publikationen ::
The Reformation of Comedy [Dunedin 1985]; Das Theater von Morgen [Würzburg 1988]; Texte zur Theorie des Theaters [hrsg. zus. mit Klaus Lazarowicz, Stuttgart 1991]; Theater im postkolonialen Zeitalter [Tübingen 1995]; Decolonizing the Stage: Theatrical Syncretism and Post-Colonial Drama [1999]; Einführung in die Theaterwissenschaft [1999]; Horizonte der Emanzipation: Texte zu Theater und Theatralität [hrsg. mit Christa Hasche und Wolfgang Mühl-Benninghaus, 1999].
Forschungsgebiete ::
Interkulturelles und postkoloniales Theater; Theaterikonographie, Theater und Intermedialität.

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Wolfgang Bergmann
Geboren 1962 in Wiesbaden; Studium der Ethnologie, Publizistik und Journalistik in Mainz; seit 1986 beim ZDF, zunächst freier Mitarbeiter der Redaktion Schauspiel; 1989-1993 Referenz für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Redakteur für Theater in der Zentralredaktion 3sat; 1993-1997 Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 3sat und Beauftragter für Theater; seit 1997 Leiter der Programmgruppe Theater und Subkoordinator Theater und Musik/ARTE; organisiert die Theaterarbeit im ZDF insbesondere im Hinblick auf 3sat und ARTE; Vorbereitung für den digitalen Theaterkanal.

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Dr. Peter M. Boenisch
Peter M. Boenisch [*1971] ist am Institut für Theaterwissenschaften der Universität München vor allem für die Lehre von Tanz und Performance im Grundstudium zuständig. Boenisch studierte in München Theaterwissenschaft, Englische Literaturwissenschaft und Theoretische Linguistik und verbrachte einige Zeit an britischen Universitäten, zuletzt an der University of Wales/Aberystwyth. Er promovierte bei Christopher Balme und ist wissenschaftlicher Assistent am Institut seit Juli 2000.
Im April 2002 wurde er in den Vorstand der internationalen Fachorganisation Performance Studies International gewählt, für die er das Komittee »Emerging Scholars« leitet, und er ist außerdem Mitglied der Fédération Internationale de Recherche Théâtrale und dort der Arbeitsgruppe »Theater und Intermedialität«. Im Herbst 2002 arbeitete er als externer Kurator für das Tanzquartier Wien das internationale Symposium »skintimacies< >skinterventions. Bodies, Theories, Politics in Contemporary European Dance and Performance« [23.-24.11.2002[. Außerdem ist er seit 1992 freier Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung/Redaktion »Münchner Kultur«.
Publikationen [Auswahl] ::
· »Tanztheorie und Sprechtheater. Perspektiven der Analyse von Körperzeichen im zeitgenössischen Theater«. - In: Jeschke, Claudia/Bayerdörfer, Hans-Peter [Hg.]: Bewegung im Blick. Beiträge zu einer theaterwissenschaftlichen Bewegungsforschung. Berlin 2000, 16-29.
· »Der Körper als Zeichen!? Zur Analyse von Körper- und Bewegungsdarstellungen« - In: tanzdrama 62/Heft 1-2002, 18-21.
»Der Körper als Zeichen!? Anmerkungen zur Analyse von Körper- und Bewegungsdarstellungen im zeitgenössischen Theater«; Überarbeitete Version in: Gabriele Klein, Christa Zipprich (Hg.): Tanz.Theorie.Text. Jahrbuch Tanzforschung 12. Münster u.a.: Lit 2002, 383-95.
· körPERformance 1.0. Theorie und Analyse von Körper- und Bewegungsdarstellungen im zeitgenössischen Theater. München: ePodium 2002.
· (Herausgeber mit Ric Allsopp) Bodiescapes - Edited Issue of Performance Research, Vol. 8 Iss. 2, Summer 2003, in Vorbereitung.

- > www.bodiescapes.de

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Andreas Breitscheid
studierte Komposition bei Luigi Nono in Venedig und am dortigen Konservatorium Elektronische Musik bei Alvise Vidolin. 1984 war er Stipendiat der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks im Freiburger Experimentalstudio. Als Assistent Nonos betreute er u.a. die Uraufführung von »Prometeo« bei der Biennale in Venedig 1984 sowie 1985 an der Mailänder Scala. Eigene kompositorische Arbeiten haben ihren Schwerpunkt im Theaterbereich, so schrieb Andreas Breitscheid Bühnenmusiken für Regisseure wie Claus Peymann, Jürgen Flimm, das Regieduo Karge/Langhoff, Axel Manthey, Christoph Nel und Martin Kusej. Detaillierte Kenntnisse in Raumakustik sowie elektronischer Klangumformung und -bearbeitung machten ihn zu einem gefragten Spezialisten auf diesem Gebiet. Als Klangregisseur betreute er Uraufführungen und Produktionen unter anderem an der Oper Frankfurt, dem Theatre de la Monnaie Brüssel, der Wiener Staatsoper Opera Bastille Paris, der Semperoper Dresden, den Salzburger Festspielen, sowie zahlreichen anderen europäischen Opernhäusern und Festivals. In der selben Funktion war er verantwortlich für zahlreiche Konzerte und Produktionen mit dem SWF, SDR, WDR, RAI, ORF. Er war an verschiedenen Schallplattenproduktionen, unter anderem für Sony und Teldec, beteiligt. Seit 1992 ist Andreas Breitscheid als künstlerischer Mitarbeiter der Operdirektor an der Staatsoper Stuttgart tätig. Seit 2002 ist er designierter künstlerischer Leiter des »Forum Neues Musiktheater«.

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Herbert Fritsch
*20.01.1951, Augsburg [D]; Schauspielausbildung Otto Falckenberg-Schule, München.
Fritsch begann seine Schauspielerkarriere an den Münchner Kammerspielen, danach arbeitete er in Heidelberg mit David Mouchtar-Samorai.

Rollen [Auswahl]::
»Sonntagskinder« von Gerlind Reinshagen [Münchner Kammerspiele]
»Ella« von Herbert Achternbusch [Heidelberg, Regie: Konrad Materna]
»Alkestis« von Euripides [Stuttgart, Regie: Robert Wilson]
»Miss Sara Sampson« von G. E. Lessing [Residenztheater München, Regie: Frank Castorf]
»Emilia Galotti« von G.E. Lessing [Düsseldorf, Regie: Werner Schroeter]
»Peer Gynt« von Henrik Ibsen [Düsseldorf, Regie: David Mouchtar-Samorai]
»Ein Sommernachtstraum« von William Shakespeare [Düsseldorf, Regie: David Mouchtar-Samorai]
»Clockwork Orange« von Anthony Burgess [Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Regie: Frank Castorf]
»Die Frau vom Meer« von Henrik Ibsen [Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Regie: Frank Castorf
»Pension Schöller: Die Schlacht« von Carl Laufs, Wilhelm Jacoby und Heiner Müller [Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Regie: Frank Castorf]
»Die Sache Danton« [Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Regie: Frank Castorf]
»Die Nibelungen Born baD« [Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Regie: Frank Castorf]
»DÄMONEN« [Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Regie: Frank Castorf]
»ELEMENTARTEILCHEN« [Volksühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Regie: Frank Castorf]
»Gewöhnlicher Abend. Messer und Gabel. Ettersberg«, Nietzsche-Trilogie von Einar Schleef. (Uraufführung) [Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Regie: Thomas Bischoff]
»DER IDIOT« [Volksühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Regie: Frank Castorf]
»ATTA ATTA Die Kunst ist ausgebrochen« (Premiere am 23.01.2003) [Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz; Text und Regie: Christoph Schlingensief]

Regiedebüt
mit »Nicht ich« von Samuel Beckett und »die rausfallenden alten Weiber« von Daniil Charms [Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin]

Verschiedene Performances u.a. »Metropolis« und »Null-Show«

Filme [Auswahl] ::
»Ohne Titel«, 1983 [Video]
  (international im Rahmen zahlreicher Ausstellungen präsentiert; u.a. 1990 im Long Beach Museum of Art, Los Angeles)
»Die Suppe«, 1984 [62 min.; 16 mm, s/w]
  (gezeigt im Schweizer Fernsehen DRS und auf zahlreichen Festivals)
1985 »Lulu«, 1985
  - vier Kurzfilme zum gleichnamigen Stück von Frank Wedekind am Baseler Theater -
»Der Ohrwurm«, 1986 [12 min.; 16 mm, s/w]
  (gezeigt auf mehreren internationalen Festivals, 1. Preis auf dem Festival in Barcelona)
1988 »Die Zwei-Ein Film«, 1988 [10 min.; 16 mm, Farbe]
  - Hommage an R. W. Fassbinder -
»Zitterchor«, 1991 [13 min.; 35 mm, Cinemascope,Dolby Stereo, Farbe]
  [Premiere bei den Hofer Filmtagen]
»Prometheus oder 33.333 Bilder«, 1993 [23 min.; 35 mm]
»Happiness Is A Warm Gun«, 2002 [92 min.; 35 mm]

Internetprojekt ::
www.hamlet_X.de, 2000 -
[auf mehrere Jahre angelegtes work-in-progress-Projekt]
- > Projektbeschreibung

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Wanda Golonka
* 13.11.1958, Lyon [F]
1986
Gründung des Ensembles NEUER TANZ in Düsseldorf
1986-1995
Gsamtleitung von NEUER TANZ
1996
Geburt der Tochter Salomé
1997
Geburt der Tochter Saphir
1999-2000
Artist-in-Residence im Marstall/Bayerisches Staatsschauspiel München
2001-2002
Regisseurin, Choreographin im schauspielfrankfurt

Auszeichnungen ::
1995
1. Mouson-Award der Stadt Frankfurt
1. Deutscher Produzentenpreis für Choreographie Förderpreis der Stadt Düsseldorf für darstellende Kunst

Werkverzeichnis ::
»Trio in Opus 1«, 1980
»calligraphie«, 1985
»Engel«, 1986
»Call«, 1986
»DIE BOESE MINUTE«, 1987
»DIE SCHIEFE«, 1987
»VERNE MILOVANI LEITZ, dem Nachlaß verfallen«, 1988
»RÄUMEN« Ein Stück von Wanda Golonka und VA Wölfl, 1998
»SIEBEN MINIATUREN«, 1988
»GELAGE« Eine Choreographie von Wanda Golonka und VA Wölfl, 1988
  [Produktion: NEUER TANZ, Stadt Düsseldorf]
»BALLET No.5...to dance by the nose...« Ein Stück von Wanda Golonka und VA Wölfl, 1990
  [Produktion: Theater Erlangen, NEUER TANZ, Stadt Düsseldorf]
»RCA / going to work« Eine Choreographie von Wanda Golonka und VA Wölfl, 1991
  [Produktion: Mousonturm/Frankfurt a. M., NEUER TANZ, Stadt Düsseldorf, Kultusministerium NRW]
»ELEPSIE... Die Künstler sind anwesend« Eine Choreographie von Wanda Golonka und VA Wölfl, 1994
  [Produktion: Mousonturm/Frankfurt a. M., NEUER TANZ, Stadt Düsseldorf Kultusministerium NRW, Siemens Kulturprogramm/München]
»MATALE« Eine Choreographie von Wanda Golonka und VA Wölfl, 1995
  [Produktion: Mousonturm/Frankfurt a. M., NEUER TANZ, Stadt Düsseldorf, Kultusministerium NRW]
»High fidelity« Eine Choreographie von Wanda Golonka und VA Wölfl, 1995
  [Produktion: Bayerisches Staatsballett/München, DANCE 95]
»GEGNUNG«, 1997
  [Produktion: Theater im Pumpenhaus]
»objet inquiétant«, 1998
  [Produktion: Festival d´Avignon]
»Feld«, 1999
  [Produktion: Marstall, Bayerisches Staatsschauspiel]
»FRAKTALE«, 1999
  [Produktion: Marstall, Bayerisches Staatsschauspiel]
»India song«, 2000
  [Produktion: Marstall, Bayerisches Staatsschauspiel]
»MIT VOLLEM MUNDE. Ein literarisches Bankett«, 2001
  [Produktion: schauspielfrankfurt]
»Die blauen den Kleinen, Die gelben den Schweinen, Der Liebsten die roten, die weißen den Toten« Ein Stück von Wanda Golonka. Titel + Text + Material: Heiner Müller, 2001
  [Produktion: schauspielfrankfurt]
»A very long silence. 4.48 Psychosis / Sara Kane«, 2002
  [Produktion: schauspielfrankfurt]

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Carl Hegemann
geb. 1949 in Paderborn, war von 1992-95 Dramaturg an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin und ist es wieder seit 1998. Er studierte Philosophie, Gesellschafts- und Literaturwissenschaften im Frankfurt am Main und promovierte dort 1979 mit einer Arbeit über Deutschen Idealismus und Amerikanische Soziologie, war Chefdramaturg an den Stadttheatern in Freiburg im Breisgau [1989-92] und Bochum [1995-96] und am Berliner Ensemble [1996-98]. Außerdem Lehrtätigkeit an Universitäten und Hochschulen in Frankfurt am Main und Berlin [FU, DFFB, HdK].
Publikationen ::
Identität und Selbst-Zerstörung, Frankfurt/Main 1982; Chance 2000 - Wähle dich selbst (mit Christoph Schlingensief), Köln 1998; Kapitalismus und Depression [Hg.] 3 Bände, Berlin 2000/2001; Regelmäßige Beiträge zur Kolumne »1000 Theorien« in der Frankfurter Allgemeinen [Sonntags-]Zeitung [z.T. auch nachzulesen in der Rubrik »Regiecontainer« der Website der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin.]
Des weiteren zahlreiche Aufsätze und Interviews in Zeitungen [u. a. FAZ, TAZ, SZ, ND, Die Zeit], Zeitschriften [u.a. Theater Heute, Theater der Zeit, Spiegel, BerlinerDebatte, Das Argument, Ästhetik und Kommunikation, Kursbuch, lettre international], in Jahrbüchern [Deutsches Jahrbuch für Philosophie, Jahrbuch der Sartre-Gesellschaft], Festschriften [für Jürgen Ritsert, Oskar Negt, Bazon Brock], diverse Fachbuchbeiträge, Spielplan- und Programmheftartikel, Redaktion und Konzeption von ca. 80 Programmheften und -büchern.

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Bernd Lintermann
Bernd Lintermann [*1967] ist sowohl Künstler als auch Programmierer. Am ZKM | Institut für Bildmedien forscht er bereits seit 1997. Mit seiner Software »Xfrog«, die genetische Algorithmen zur Erzeugung komplexer natürlicher und emergenter Strukturen verwendet, hat er sich international einen Namen gemacht. Zu seinen neueren künstlerischen Arbeiten gehört »SonoMorphis« [mit Torsten Belschner], »conFiguring the CAVE« [mit Agnes Hegedüs, Jeffrey Shaw und Leslie Stuck] und »Room with a View« [mit Michael Bielicky].
Homepage ::
http://i31www.ira.uka.de/~linter/

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Uwe Mattheiss
* 1962, Bensheim [D]; lebt seit 1994 in Wien; Journalist: Beiträge für Die Woche, tazund Theater der Zeit. Seit 1999 Theaterkritiker und kulturpolitischer Korrespondent für das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Seit 2000 Tätigkeit als Dramaturg in Zusammenarbeit mit Sabine Mitterecker. Derzeit Studie zur Reform der Förderung Freier Theater im Auftrag der Stadt Wien.

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Sabine Mitterecker
*1963, Niederösterreich [A]; 1990 Studienabschluß in Wien [Theaterwissenschaft u. Französisch]. Praktische Theaterarbeit in Deutschalnd [Regieassistenzen, Dramaturgien, Übersetzungen] mit Studienbeginn. Inszenierungen seit 1990.
Seit 2000 Arbeiten in Wien [freie Produktionen, Schauspielhaus, Volkstheater] und Beginn der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit Uwe Mattheiss als Dramaturg.

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Gisela Müller
Autorin; Netz- und Medienprojekte
*1967. Studium der Theaterwissenschaft, Soziologie und Amerikanischen Literatur. Regieassistenzen und eigene Theaterprojekte an verschiedenen Theatern [Stadt-Theater Würzburg, Städtische Bühnen Nürnberg, Big Bang Musiktheater e.V. München, Münchner Biennale/Int. Festival für Neues Musiktheater, Alte Oper Frankfurt/Frankfurt Feste, Staatstheater Stuttgart - Schauspiel und Oper, FestSpielHaus München].
Seit 1995 Beschäftigung mit dem Internet in künstlerischen und kommerziellen Kontexten. 1999 Gründung der /\/theatermaschine [zusammen mit Horst Konietzny], als Plattform für Theater, networking und [Medien-] Kunst. Seit 1999 freie Schriftstellerin und Autorin für und in verschiedene/n Medien sowie Konzeption und Realisierung von Netz-Performance- Medienprojekten. Mitglied im Medienforum München e.V.

Jüngste Projekte [Auswahl] ::
»SMServices«, München 2000
  Das erste SMS-Literatur-Projekt in der Geschichte der Mobilfunk-Kommunikation. Konzept und Realisation: Horst Konietzny und Gisela Müller
»Heimatmuseum«, München 2000/2001
  Internet-Projekt auf der Suche nach Heimatgefühlen in virtuellen Räumen. Idee und Realisation: Gisela Müller
»The Long Long Story Night«, München 2002
  Begleitveranstaltung zur Ausstellung »Stories. Erzählstrukturen in der zeitgenössischen Kunst« im Haus der Kunst München. Koproduktion Bayerisches Staatsschauspiel, Haus der Kunst, Medienforum München e.V. Konzeption und künstlerische Leitung für die Beiträge des Medienforums: Gisela Müller
»Lei/iebesübungen«, München 2002
  SMS-Internet-Projekt mit anschließender Live-Performance im Rahmen der Architekturwoche München, Konzept und Text: Gisela Müller

[Ausführliche Projektbeschreibungen und weitere Informationen unter www.inbeta.de und www.theatermaschine.net.]

Vortrag im Rahmen des Symposiums ::
Wo eine Masche, da ist es kalt; wo ein Knoten, da ist es warm. [Estn. Sprichwort]
Von vernetzten Spielräumen und der Inszenierung des Disparaten.

Auf den ersten Blick ein Widerspruch: Der keimfreie Computer und das körperliche Theater. Auf den zweiten Klick eine enttäuschte Erwartung, dass hier durch den Gestaltungswillen von Theatermachern womöglich eine eigene Kunstform entstünde. back to realities. Der Vortrag handelt vom alten Gewerbe in den nicht mehr ganz so neuen Medien, von der Verführung des Users als öffentliches, bzw. künstlerisches Anliegen, von der spezifischen Dramaturgie des Netzes und davon, wie man die disparate Welt erzählen kann.

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Johannes Odenthal
ist Künstlerischer Leiter des Bereichs Tanz und Theater am Haus der Kulturen der Welt, Berlin. Zuvor war er Redakteur und Herausgeber der Tanzzeitschrift ballet international - tanz aktuell.

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Tilman Sack
* 1967, Stuttgart-Sonnenberg [D], hat nach einer vierjährigen Arbeit als Schauspieler und Regieassistent am Studio-Theater-Stuttgart von 1993-94 Slavistik, Germanistik und Politik an der Universität Hamburg studiert. 1994 wechselte er an das Max-Reinhardt-Seminar in Wien, um Theaterregie in der Klasse von Prof. Achim Benning zu studieren. In dieser Zeit war er an mehreren Arbeiten als Inspizient und Regieassistent am MRS beteiligt. 1998/99 Regieassistent in der Produktion »Das Weite Land« am Burgtheater in Wien. In Hamburg hat er u.a. »Mann ist Mann« von Bertolt Brecht inszeniert und ein Filmprojekt über Georg Büchners Woyzeck geleitet. In Wien hat er »Das Medusenhaupt« von Boris Vian und »Rabenthal« von J.Graser [Diplominszenierung und Einladung zum SKS-Schauspielschultreffen 1998 in München] am Max-Reinhardt-Seminar inszeniert. 1998 schenkten ihm gute Freunde einen Computer mit vorinstalliertem Internetanschluß und entließen den Technikscheuen ohne Vorwarnung in die Welt der »virtuellen Kommunikation«. Seitdem beschäftigt sich Tilman Sack in u.a. mit der Verknüpfung und Konfrontation der Medien Theater und Internet. Daraus resultieren das Konzept des »Chattheaters«, welches im Januar 2000 als »Kampf der Autoren« in Stuttgart seine ersten Krabbelversuche machte und im Oktober 2000 in Deutschlandsberg [Österreich], im Rahmen des steirischen herbst in den Laufstall entlassen wurde, sowie die Entwicklung eines Konzepts für »Leonce und Lena« von G. Büchner im Theater und im Internet, welches im April 2001 in St. Poelten [Österreich] aufgeführt wurde. In Linz inszenierte er das Kammermusical »I do I do« [ Mai 2002; Chamäleon Theater] ganz konventionell und bereitet im Moment das Projekt »Sprechblasen« ein Chattheaterprojekt in Zusammenarbeit mit dem Thetar »die rampe«, Stuttgart, und dem SWR 2 vor, das im Zeitraum von Ende Januar bis März 03 im Internet und als Hörspielreihe stattfindet und am 19.03.03 seine Theaterpremiere feiern wird.

Zum Vortrag im Rahmen des Symposiums ::

'Drei Medien - Eine Vision'
Ein Spiel mit Text, Sprache und Handlung im Internet, auf der Bühne und im Radio

»Was im Theater nicht passieren kann:

Die Abwesenheit leibhaftiger Menschen;
Ein vertikaler Handlungsverlauf;
Mehrere Orte gleichzeitig;
Ein paralleler Ablauf von Zeit.

Was im Internet nicht passieren kann:

Die Anwesenheit leibhaftiger Menschen; Ein linearer Handlungsverlauf;
Lediglich ein Ort;
Ein chronologischer Zeitablauf.

Was liegt näher, als diese beiden Medien miteinander zu verknüpfen?«

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Elisabeth Schweeger
*1954, Wien [A]
Studium der vergleichenden Literaturwissenschaft, Romanistik, Germanistik und Philosophie in Wien, Innsbruck und an der Sorbonne, Paris. Buchhandelslehre.
1979 Promotion zum Doktor der Philosophie. Lehrbeauftragte an der Wiener Hochschule für angewandte Kunst und an der Akademie der bildenden Künste, dort auch Leitung des Ausstellungsreferats [1985 - 92].
Seit 1993 Künstlerische Leiterin des Marstall, München, seit 1999 zusätzlich Chefdramaturgin am Bayerischen Staatsschauspiel.
Ausstellungskuratorin u.a. für Ars Electronica, documenta, OK Linz, Museumsquartier Wien. Kommissärin der 49. Biennale Venedig/Österreichischer Pavillon.
Zahlreiche Publikationen: u.a. Herausgabe der Architekturzeitschrift UMRISS; Illusion und Simulation [Cantz Verlag]; Ach, Deutschland [Belleville Verlag].
Seit September 2001 Intendantin des Frankfurter Schauspielhauses.

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Michael Simon
studierte 1978-1981 an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Seit 1981 beteiligte er sich an verschiedenen Performances, Installationen und Kunstmessen in Stuttgart, Köln, New York und Washington und betätigte sich ab 1983 als Bühnenbildner an Schauspielhäusern auf der ganzen Welt. U.a. entwickelte er zwischen 1982-1990 Raum- und Lichtarbeiten für William Forsythe und das Frankfurter Ballett. 1990 folgten dann Regie und Bühne, zuerst am TAT in Frankfurt, dann an Opern und Schauspielhäusern in Dortmund, Düsseldorf, Berlin, Wien und München. Seit 1998 Professor für Szenografie an der HfG - Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

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Helena Waldmann
freie Regisseurin, Berlin
inszeniert genussvolle TheaterLichtSpiele, in denen sie den Blick des Betrachters manipuliert. Körper, Musik, Licht, Stimme, Video und Raum sind gleichwertige Spielelemente einer aus den optischen Fugen geratenen Bühne.
»Forschung auf dem Feld der Blicke« nennt sie die Inszenierungsreihe, die von 1993-99 am Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt/Main entstand: »die krankheit tod«, »circuit, face....à«, »vodka konkav«, »glücksjohnny« und »CheshireCat®«.
Seit 1993 tourt sie international. Im Jahr 2000 ist sie Artist- in-Residence im Podewil, Berlin. Im Rahmen der Berliner Festspiele »Berlin: offene Stadt« wird ihr Stück see and be scene im Haus der Deutschen Wirtschaft uraufgeführt, ein Jahr später folgt am Podewil »Gelage für Langschweine - ein Gastmahl«. Am Staatstheater Darmstadt inszeniert sie »Die Invasion der Pinguine«; am Luzerner Theater [CH] »Die Ausweitung der Kampfzone« nach Michel Houellebecq, »Odyssee 2002« und derzeit »Waschen, schneiden, föhnen«.
Helena Waldmann [* 1962] studierte von 1982-1987 Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und schliesst das Studium als Diplomtheaterwissenschaftlerin ab. Lehraufträge an der Universität Frankfurt/M. [1994/95] und Paris [1995]. 1989-90 assistiert sie bei Frank-Patrick Steckel, Gerhard Bohner, Jürgen Gosch, Urs Troller u.a. am Schauspielhaus Bochum.
Waldmann inszenierte am Schauspielhaus Bochum, arbeitete mit George Tabori an den Münchner Kammerspielen und mit Axel Manthey am TAT Frankfurt, lernte bei Gerhard Bohner, Heiner Müller, Adolf Dresen, Emma Lewis Thomas, Molly Davies.

Inszenierungen [Auswahl] ::

· Projekte in Vorbereitung:

06.06.2003   »Questions«, Staatstheater Saarbrücken
12.10.2003   »Headhunters World Travel«, Teatro Villa Velha, Salvador de Bahia [BR]

»Die Invasion der Pinguine, 2002 [UA]/Staatstheater Darmstadt
»Odyssee 2002« nach Motiven von Homer, 2002 / Luzerner Theater [CH]
»Ausweitung der Kampfzone« nach Michel Houellebecq, 2001/Luzerner Theater [CH]
»Quer durch die Zeiten: China auf dem Laufsteg«, 2001 / Asien-Pazifik-Wochen, Berlin/Peking
»Gelage für Langschweine - ein Gastmahl«, 2001 [UA]/ Podewil, Berlin
»see and be scene - a catwalk banquet«, 2000 [UA] / für die Berliner Festspiele 'Berlin: offene Stadt' und Podewil

· Inszenierungen am Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt/Main:

»CheshireCat® - a little revue«, 1999
»glücksjohnny - a boat movie«, 1998
»vodka konkav - optics break dance«, 1997
  [ausgezeichnet mit dem Preis »Impulse '97«, NRW]
»face....à - an erotic phantasmagoria«, 1996
»circuit - a raging roundabout«, 1995
»die krankheit tod - an overhead show«, 1993

· Inszenierungen als freischaffende Regisseurin :

»Affaire Rue de Lourcine« von Eugène Labiche, 1993
»Amphitryon« von Heinrich von Kleist, 1992

· Inszenierungen am Schauspielhaus Bochum:

»Ungeduscht, Geduzt und Ausgebuht« nach Max Goldt/Wiglaf Droste, 1992 [UA]
»In der Einsamkeit der Baumwollfelder« von Bernard-Marie Koltès, 1991 »Verkürzte Landschaft« nach Georg Paulmichl, 1991 [UA]

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Dr. Birgit Wiens
Birgit Wiens studierte Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Washington University, St.Louis [USA]. 1998 Promotion. Von 1994 bis 1997 freie Mitarbeiterin am Marstall/Bayerisches Staatsschauspiel. 1998-2000 freiberufliche Tätigkeit u.a. für die Akademie zum 3. Jahrtausend, Burda-Medien; 2001 Dramaturgin des interkulturellen Festivals »China Fest« [APW/Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin].
2000/01 kuratierte sie in Karlsruhe die Veranstaltungsreihe »Ghost Dances - Projekte an den Grenzen zwischen Theater, Tanz und Medienkunst«, eine Koproduktion des Zentrum für Kunst und Medientechnologie und der Hochschule für Gestaltung/Fachbereich Szenografie. Lehraufträge an der HfG Karlsruhe und an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, Studiengang Dramaturgie.
Forschungsschwerpunkte ::
zeitgenössisches Theater, Performance- und Medientheorie.

Publikationen [Auswahl] ::
Körper - Gedächtnis - Schrift. Der Körper als Medium kultureller Erinnerung, hg. mit C. Öhlschläger, Berlin 1997; Grammatik' der Schauspielkunst. Die Inszenierung der Geschlechter in Goethes klassischem Theater, Tübingen 2000; div. Aufsatzbeiträge, zuletzt »'Iconoclash' im Theater? Bemerkungen zur Inszenierung und Destruktion von Bildern«, in: Performance und Bild / Performance als Bild. Hg. von C. Janecke. Dresden 2003; »Performance als Panoptikum: Zu Penelope Wehrlis Versuchsanordnung 'Operation Solaris'«, in: Pinsel, Pixel, Bytes und Poren: Medien (in) der Auflösung. Hg. von A. Marx, voraussichtl. 2003.

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