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Rezension
zu Barbara Lüneburg: »Weapon of Choice« - Werke von Lüneburg, Ciciliani, Vega u.a.
von Dr. Stefan Drees, 25.07.2011 unter Klassik.com:

Innovative audiovisuelle Produktion

»Viel zu selten kommt es vor, dass Interpreten sich mit etwas Neuem an die Öffentlichkeit wagen. Die vorliegende DVD der Geigerin Barbara Lüneburg, veröffentlicht bei dem kleinen Label Ahornfelder in Kooperation mit dem ZKM Karlsruhe und dem Deutschlandfunk Köln, hat es allerdings in sich: Sämtliche Werke sind zwischen 2007 und 2010 auf Anregung Lüneburgs entstanden, die derzeit selbst über die kreative Rolle des Interpreten als ‚Interface‘ zwischen Instrument, Komponist und Publikum in der zeitgenössischen Musik forscht. Dem hierin aufblitzenden Selbstverständnis, als Interpret nicht nur ein nachschaffender Künstler, sondern zugleich auch kreativer Mitschöpfer neu entstehender künstlerischer Konzepte zu sein, ist es zu verdanken, dass die Geigerin von Anfang an die Aufgabenstellung einer kompositorischen Auseinandersetzung mit medialer Technik im visuellen Bereich – also mit Film, Projektionen oder Licht – in den Mittelpunkt rückte. [...]
Höhepunkt der Produktion ist Marko Cicilianis Komposition 'Alias' für E-Violine, Live-Elektronik, Licht und Laser (2007), eine kurzweilige Melange aus vielfältigen Einflüssen, zu denen japanischer Manga und Popularmusik-Elemente ebenso zählen wie der Reflex auf die Arbeit mit melodischen und rhythmischen Loops oder die kompositorische Ausarbeitung von farbigen Licht- und Laserprojektionen. [...]
Hier zeigt sich nicht nur ein höchst gelungenes Miteinander unterschiedlicher kompositorischer Komponenten, sondern auch das innovative Element, bei der DVD-Produktion für jedes Werk eine eigene visuelle Sprache zu finden. Ganz gleich also, wie man die einzelnen Kompositionen auch bewerten mag: Hier ist eine ausgesprochen wichtige Produktion entstanden, die wie nur wenige andere zuvor die medialen Möglichkeiten reflektiert und eine durchdachte Verbindung von auditiven und visuellen Gehalten bietet.«


Rezension
zu WERGO: »Spectral Strands: für Viola und bewegte Bilder«
von Dr. Stefan Drees, 22.11.2010 unter Klassik.com:

Wie Klang zu Bild wird

»Seit seinem Ausstieg aus dem Arditti String Quartet im Jahr 1997 hat sich der Violaspieler Garth Knox als Solist etabliert und einige wichtige Tonträger-Veröffentlichungen mit zeitgenössischer Musik für Viola und Viola d’amore (mit oder ohne Live-Elektronik) eingespielt. Das vorliegende, mit einem exzellenten Booklet ausgestattete DVD-Projekt ‚Spectral Strands‘ von Wergo, eine Produktion des Zentrums für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM), fasst gleichfalls entsprechende Kompositionen von Giacinto Scelsi ('Manto I' für Viola, 1966), Salvatore Sciarrino ('Tre notturni brillanti' für Viola, 1974), Gérard Grisey ('Prologue' für Viola und Live-Elektronik, 1976), Michael Edwards ('24/7: freedom fried' für Viola d’amore und Live-Elektronik, 2006) und Kaija Saaraho ('Vent nocturne' für Viola und Live-Elektronik, 2006) zusammen, reichert sie aber um einen neuen Aspekt an: den des bewegten Bildes, mit dem sich der irisch-amerikanische Videokünstler Brian O’Reilly dem Spiel von Knox auf einer visuellen Ebene nähert, indem er Klang und Bild auf eine gemeinsame Basis zu stellen versucht. [...]
Besonders gelungen erscheint die Verbindung von Klang und Bild in Griseys 'Prologue', einem Werk, das Knox bereits mehrmals eingespielt hat und dessen Facetten er außerordentlich gut herausarbeiten kann. [...] Bleibt noch ein abschließendes Lob für Garth Knox, der den Hörer einmal mehr nachvollziehen lässt, wie ihn extreme spieltechnische Anforderungen zu musikalischen Höchstleistungen antreiben. Insofern bietet ‚Spectral Strands‘ – trotz gewisser Parallelen zwischen den ausgewählten Werken – doch ein sehr abwechslungsreiches, spannendes und durch die Visualisierung bereichertes Hörerlebnis.«