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ZKM_Ausstellungen

Meisterwerke der Medienkunst aus der ZKM_Sammlung

Erdgeschoss der Lichthöfe 8 + 9
ab 19.09.2004

Ausstellung
Künstler/Werke
Besucherinfo

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Nam June Paik :
»Passage« [1986]
, Videoskulptur
»Buddha« [1989], Installation
»Versaille Fountain« [1992], Installation
»Internet Dream« [1994], Installation

Die Verwendung von Elementen aus älteren Werken in neuen Arbeiten und das permanente Selbstzitat ist eine der grundlegenden Arbeitsmethoden Paiks. Ausgangsmaterial für seine Werke sind stets Konsumprodukte wie beispielsweise der Fernseher, aus dem er wie ein Bildhauer Skulpturen schafft, die er durch integrierte Videobilder belebt.
Die Videowand »Internet Dream« wurde 1995 ursprünglich für das neu gestaltete Foyer von RTL Television in Auftrag gegeben. Die Wand besteht aus 52 Monitoren, die sowohl unterschiedliche Einzelbilder als auch ein großes Ganzes zeigen. In Videowänden ist der Bildschirm nur als Oberfläche in die künstlerische Komposition eingebunden. So pulsieren die Bildfelder im schnellen Schnittrhythmus und eine Videomontage läuft parallel auf mehreren, unterschiedlichen Kanälen ab. Nur für einen kurzen Moment wird dieser Rhythmus unterbrochen und ein Muster formiert sich. Schon in den 70er Jahren hat Paik die Idee eines »Electronic Superhighway« entwickelt und die Vision eines weltweiten Zapping durch Fernsehkanäle in Videos wie »Global Groove« [1973] umgesetzt. Anfang der 90er Jahre, im Zuge der Internetentwicklung, widmet er sich mit den Videowänden »Electronic Superhighway - From Venice to Ulan Bator« [Venedig Biennale, 1993] und »Internet Dream« wieder verstärkt diesem Thema. So entspricht seine Installation dem gängigen Bild unserer Datennetze, die uns einerseits Informationen, andererseits ein großes Rauschen liefern.

Biographie

* 1932 Seoul [ROK]

Nam June Paik emigrierte 1950 mit seiner Familie nach Japan und beendete 1956 das Studium der Musik, Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Tokio mit einer Abschlußarbeit über Arnold Schönberg. Von 1956 bis 1957 studierte er Musikgeschichte an der Universität München und von 1957 bis 1958 Komposition bei wolfgang Fortner an der Hochschule für Musik in Freiburg. Von 1979 bis 1996 lehrte Paik an der Kunstakademie Düsseldorf. Er wurde 1987 Mitglied der Akademie der Bildenden Künste in Berlin. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in Einzelausstellungen international präsentiert, u.a. im Whitney Museum of American Art, New York, im Tokyo Metropolitan Art Museum, Tokyo, in der Hayward Gallery, London, im Musée d'art Moderne de la Ville de Paris, in der Kunsthalle Basel, im Museum des 20. Jahrhunderts, Wien, im Indianapolis Museum of Art, Indianapolis, in der Kunsthalle Nürnberg sowie im Kunstmuseum Wolfsburg.

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Nam June Paik: »Passage«, 1986, 2-Kanal Videoskulptur, 348 x 341 x 61 cm, ZKM_Sammlung
© Nam June Paik

Nam June Paik: »Buddha«, 1989, Installation, Buddha: 64 x 49 x 35 cm, ZKM_Sammlung
© Nam June Paik

Nam June Paik: »Internet Dream«, 1994, Videoinstallation, 287 x 380 x 60 cm, ZKM_Sammlung
© Nam June Paik

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