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ZKM_Ausstellungen

Meisterwerke der Medienkunst aus der ZKM_Sammlung

Erdgeschoss der Lichthöfe 8 + 9
ab 19.09.2004

Ausstellung
Künstler/Werke
Besucherinfo

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Klaus vom Bruch : »Radarregal« [1991]
9-Kanal Videoinstallation, 9 Monitore, 9 Videotapes, 9 Videoplayer, Gummi, Industrieregal

Die neun, in Gummi gewickelten und auf einem schlichten Industrieregal präsentierten Monitore zeigen Radarbilder markanter Orte deutscher Geschichte aus den Bereichen Kunst und Kultur, Politik, Militär, Technologie und Gesellschaft. Doch Klaus vom Bruch legt den Fokus nicht auf das erzeugte Monitorbild, sondern auf das Medium an sich. Als eine militärische Bildgebungsstrategie wird die Radartechnologie in der Regel eingesetzt, um Unsichtbares sichtbar zu machen und selber unsichtbar bleiben zu können, denn sie zeichnet allein das Echo von Radiowellen auf. Vom Bruch erinnert an die Genese der Informations- und Medientechnologien aus der militärischen Nutzung und verweist diese zugleich geschickt in ihre Grenzen, denn Bedeutung und Geschichte solcher »Gedächtnisorte« [Pierre Nora] vermögen sie nicht sichtbar zu machen.
Text: Petra Meyer

Biographie

* 1952 in Köln [D]

Klaus vom Bruch studierte 1975 - 76 am Californian Institute of the Arts, Valencia [USA] und absolvierte anschließend ein Philosophiestudium an der Universität Köln. Seit 1975 arbeitet der Künstler mit dem Medium Video, ohne zuvor viel in anderen Medien gearbeitet zu haben. Seit Mitte der 1980er Jahre setzt er Video vor allem in Installationen ein. Seit 1992 verschiedene Professuren u. a. an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe, und der Akademie für Bildende Kunst München. Klaus vom Bruch nahm an zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen u.a. in England, USA, Frankreich und der Schweiz teil. Einzelausstellungen präsentierten u.a. die Neue Gesellschaft für bildende Kunst, Berlin, die Galerie Daniel Buchholz, Köln, die Malmö Konsthall, Malmö, die Kestner Gesellschaft, Hannover, das World Wide Video Center, den Haag und die Kunst- und Ausstellungshalle der BRD, Bonn.

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