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ZKM_Ausstellungen

Meisterwerke der Medienkunst aus der ZKM_Sammlung

Erdgeschoss der Lichthöfe 8 + 9
ab 19.09.2004

Ausstellung
Künstler/Werke
Besucherinfo

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Christian Boltanski : »Réliquaire« [1990]
Installation

Christian Boltanski fand zu den wichtigsten Elementen seiner Kunst, indem er seine Kindheit anhand von Archivalien rekonstruierte und das Konzept der Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Vergänglichkeit konsequent auf allgemeiner Ebene fortführt. In seinen Arbeiten begibt er sich auf eine Art Spurensuche, wobei er sich häufig verschiedener gefundener Photographien aus Nachlässen, Familienalben oder alten Zeitungen bedient, die er bis zum abstrahierten Schattenbild vergrößert. Mit dem Thema Erinnerung assoziierte Utensilien - alte Kleidungsstücke, Blechdosen, Archivkästen, Spielsachen - lassen das Bild einer fragmentarisch zusammengesetzten Vergangenheit oder rekonstruierten Identität entstehen, das jedoch keinen eindeutigen Hinweis zum genauen Schicksal des Menschen enthält. Vielmehr sieht sich der Betrachter einer symbolhaften und angedeuteten Biographie einer Person gegenüber, die eine gewisse »Anwesenheit des Todes« [Serge Lemoine] nahezu greifbar werden lässt.
Text: Heike Borowski

Biographie

* 06.09.1944 Paris [F]

Christian Boltanski wurde im Jahr 1997 von der Stiftung Bremer Bildhauerpreis für seine Arbeit mit dem Roland-Preis für Kunst im öffentlich Raum geehrt. Einzelausstellungen seines Werks präsentierten u.a. die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden [1973], das Museum of Contemporary Art, Chicago [1988] und anschließend San Francisco Museum of Contemporary Art, desweiteren Hamburger Kunsthalle [1991], Kunsthalle Wien [1995], Hessisches Landesmuseum Darmstadt [1996], National Museum of Contemporary Art, Seoul [1997].
Christian Boltanski lebt und arbeitet in Malakoff bei Paris [F].

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