: ZKM :: Magazin :: Asta Gröting
 
 






 

Asta Gröting - Filme und Videos

Ellen Heider

++ Der vorliegende Text entstand anläßlich einer Veranstaltungsreihe des ZKM_Museum für neue Kunst, in der in loser Reihenfolge aktuelle Strömungen der Film- und Videokunst vorgestellt werden. ][

Die 1961 geborene deutsche Künstlerin Asta Gröting machte sich in der Vergangenheit durch ihre Teilnahme an internationalen Ausstellungen, darunter die 8. Biennale Sydney »The Readymade Boomerang«, die Biennale in Venedig 1990 sowie die Biennale in São Paulo 1994, einen Namen. Seit 1997 ist sie Professorin für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München.

Bevor Asta Gröting 1993 begann, sich den künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten des bewegten Bildes zuzuwenden, konzentrierte sie sich auf das tradierte Medium der Skulptur. Sie schuf raumgreifende Arbeiten von beeindruckender Form- und Materialästhetik, in denen sich ein formales Interesse an Objekt/Raum-Beziehungen mit existentiellen Fragestellungen verbindet.

In einer ihrer ersten Skulpturen thematisiert sie die Funktion und Bedeutung des Förderbandes. Daraus resultierte beispielsweise der im Museum für Neue Kunst_ZKM ausgestellte Reifen, den die Künstlerin aus dem Latexmaterial eines Förderbandes nähte. Diese Metapher für automatisierte Produktionsprozesse und repetitive Abläufe bildet den Ausgangspunkt für die umfangreiche Werkgruppe plastischer Anatomie-Arbeiten. Asta Gröting erkannte, daß auch der menschliche Körper über ein »Förderband« verfügt. Das führte sie zu einer intensiven skulpturalen Auseinandersetzung mit energetischen Systemen wie beispielsweise dem Nerven- oder Verdauungssystem.

So isoliert sie beispielsweise den menschlichen Gehörgang und übersetzt ihn in eine filigrane, überdimensionierte Skulptur, gießt das Verdauungssystem eines Haies in Glas oder schnitzt in einem lang währenden Prozess das Nervensystem einer Hand in Holz, um »das Fühlende der Hand« freizulegen. Gröting transplantiert sozusagen menschliche und tierische Organe und implantiert sie in einen visuell und haptisch erfahrbaren Kontext. Nicht Sichtbares wird in Sichtbares übersetzt, Inneres nach außen gekehrt. So "spiegeln die menschlichen bzw. tierischen Kleinsysteme den Makroorganismus des Körpers und deuten - aus seinen Grenzen heraus isoliert und emanzipiert - auf den ihn einschließenden, unendlichen Kreislauf des Lebens" [Gudrun Inboden].

Gröting interessiert sich also nicht nur für die anatomischen Vorgänge im Innern der Lebewesen. Denn die formale Auseinandersetzung mit den Räumen im Innern des Körpers impliziert neben dem physischen auch das psychische Erleben, tangiert das innere und äußere Sehen, die Imagination und Wahrnehmung.

Skulptur ist gemeinhin statisch, verändert sich lediglich durch den Wechsel des Tageslichts und das bewegte Auge des Betrachters. Indem Asta Gröting in ihren Anatomie-Arbeiten organische Motive wählt, bricht sie den Stillstand von Skulptur auf. Auf der Suche nach den Bedingungen der Skulptur konfrontiert sie dynamische Organismen mit statischen, leblosen Objekten. So entwickelt sich in diesem Widerspruch ein Spiel zwischen Prozess und Stillstand.

Um dem Dualismus von Statik und Dynamik auf die Spur zu kommen, um physische und psychische Wahrnehmungsformen auszuloten, wendet sich Asta Gröting seit 1993 konsequenterweise dem bewegten Bild zu. Somit erscheinen die Filme und Videoarbeiten als Fortsetzung ihrer skulpturalen Strategien. In fast allen Arbeiten läßt Gröting die Protagonisten mittels Choreographie und Kameraführung zu »lebenden Bildern« oder »bewegten Skulpturen« werden. 1

Die Schwimmerin 1996 35-mm Film

In dem Film Die Schwimmerin von 1996 vollführt die Berliner Meisterin im Synchronschwimmen Marlen Thamm Figuren, die Asta Gröting ihr vorgegeben hat. All diesen Formationen ist gemeinsam, daß sie mit dem Kopf nach unten im Wasser quasi spiegelbildlich geschwommen werden. Lediglich die Füße ragen über die Wasseroberfläche hinaus. Zwei Bewegungstypen wechseln einander ab: Einerseits ein Gehen im Wasser, andererseits unterschiedliche Drehungen, die wie umgedrehte und sehr verlangsamte Pirouetten aussehen. Es wirkt wie eine umgedrehte Welt in Zeitlupe, in der Wasser und Luft vertauscht sind und die Schwerkraft nahezu aufgehoben scheint. Die einzelnen Figuren oder Drehungen in diesem lebenden Bild sind so ineinander montiert, daß die Übergänge fast nicht sichtbar sind und sich ein endloses Kontinuum ähnlicher und sich wiederholender Figuren ergibt. Hier steigert sich das repetitive Motiv einiger Skulpturen zu mechanischen, immer wiederkehrenden Bewegungsabläufen. Auch die Umkehrung von Innerem in Äußeres der Skulpturen Grötings, findet hier in dem Wechsel von Verborgenem und Hervorgekehrtem eine Fortsetzung.

Zudem fällt auf, daß die verschiedenen Künste, die in den Videos von Asta Gröting agieren, durchweg dem Feld der spektakulären Körperkünste angehören. In diesen Künsten artikuliert sich eine Lust am Körper, die diesen als eine Art von Körperskulptur wahrnimmt: als unpersönliche Präsentation von perfekten Körpern, Bewegungen und Gesten.

Apfelbaum, 1998, 16-mm, s/w, stumm

So zeigt der Film Apfelbaum eine Varietétänzerin, eine »Gummifrau«, die auf einem dicken Ast eines Apfelbaums einen einarmigen Handstand vollführt. In einer zweiten Sequenz versucht sie, den Ast abzusägen, auf dem sie sitzt. Direkt darunter befindet sich eine Scal-Sängerin, die abstrakte Laute singend artikuliert und diese gestisch untermalt. Da der Film stumm ist, erschließen sich die hypnotischen Klänge lediglich aus der ausholenden Gestik und Mimik. Ihre Handlungen scheinen ganz ähnlich einem Untertitel das Geschehen über ihr zu kommentieren. So tritt dem aktiven oberen Part ein reflexiver im unteren Teil hinzu. Der Film ist in schwarz/weiß gedreht, so daß die surreal anmutende Szene zusätzlich noch mit der historischen Ferne eines frühen Stummfilms aufgeladen wird.

Wie in dem Film Die Schwimmerin geht es auch hier um das Konzept der Balance und um das Spiel mit der Schwerkraft, im formalen wie inhaltlichen Sinne. Denn bei aller Absurdität der Szenerie werden grundlegende Fragen menschlicher Existenz berührt. Die endlos scheinende Drehung um die eigene Achse, der drohende Verlust des Gleichgewichtes oder der Boden, der unter den Füßen wegzubrechen droht, können sowohl als formal-ästhetische Bilder als auch als Metaphern für existenzielle Ängste gelesen werden.

EIS, 1995

Gleiches gilt für das Video EIS. Dabei handelt es sich um die Aufzeichnung einer Performance, die Asta Gröting 1995 in einer Eislaufhalle für das Theater am Turm, Frankfurt, produziert hat. Auch hier setzt sie Aspekte ihres bisherigen plastischen Schaffens in lebende Bilder um. Zu sehen ist der Auftritt eines honigschleckenden Bären neben professionellen Eiskunstläufern, schlitternden Amateuren und auf Kufen geschobenen Skulpturen.

Gröting nutzt hier die Möglichkeit, in ihrer Aufführung Aspekte des Raums, die Kälte des Eises oder des Lichtes miteinzubeziehen. "Das Eisstadion hat mich gereizt," sagt sie, "weil die weiße, glatte, kalte Eisfläche an sich schon eine Skulptur darstellt. Das Zusammenspiel dieser weißen Fläche, der weißen Stadionbeleuchtung und der ganzen Reklameflächen ergeben einen skulpturalen Raum." 2

Als erstes betritt ein Braunbär die Eisfläche. Der skulpturale Charakter des Tieres sticht sofort ins Auge. Der Kontrast zwischen dem dunklen Bären und der hell strahlenden Eisfläche, zwischen der Wärme des Tieres und der Kälte des Bodens und schließlich die unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit: weich und hart, bestätigt in erster Linie künstlerische Kriterien plastischer Arbeiten. "Ein Bär auf dem Eis ist für mich Material wie ein Bronzeguß", sagt Gröting. 3

Im Anschluß betritt ein Tänzer das Eis, der während der gesamten Performance das Wort »Wie« mit seinen Kufen in das Eis einkratzt. Konzentriert auf die existentielle Frage nach dem »wie«, folgt er der vorgegebenen Choreographie wie einem festgefügten Schicksal. Er scheint gefangen in Wiederholung, Kreisbewegung und Rückwendungen. Kurz darauf betritt ein Duo die Fläche, das an Auftritte von Gilbert & George erinnert. Gemeinsam stolpern zwei Männer über das glatte Eis, stürzen gekonnt, reißen sich gegenseitig herunter und helfen sich auf. Das ständige Auf und Ab, der Versuch voranzukommen und die darauffolgende Erfahrung des Scheiterns weisen auf die Mechanismen des menschlichen Überlebenskampfes. Eine in schwarz gekleidete Frau bewegt sich rückwärts über das Eis. Mit Hilfe zweier LKW-Spiegel kann sie nach hinten voraus blicken und Zurückliegendes zum Vorwärtskommen nutzen. Diese Szene wollte Asta Gröting ursprünglich selbst übernehmen. Nach einigen Unterrichtsstunden merkte sie aber, "daß dies in einer Katastrophe enden würde". 4

Dann erscheint die Pirouetten-Weltmeisterin Nathalie Krieg, die sich mit kunstvollen Pirouetten-Variationen über die Fläche bewegt. Gröting versteht diese Drehung als "äquivalentes Bild für einen Menschen, [...] der sich ewig um die Achse dreht. Es ist für mich ein plastisches Bild für Egoismus". Die zentrifugale Kraft der Drehung führt darüber hinaus zu einer optischen Auflösung der Körperform und berührt somit wieder markante Motive ihrer plastischen Arbeiten. Wie einige frühe Skulpturen können die Pirouetten zudem als Verbildlichung zyklischer Prozesse verstanden werden.

Den Schluß bildet der improvisierte Tanz eines Laien. Bewußt hat die Künstlerin hier auf eine skulpturale Choreographie verzichtet, um der Spontaneität und Lebensfreude des Tänzers freien Lauf zu lassen. Seine Präsenz kontrastiert dadurch in besonderem Maße mit den professionellen, angeleiteten Darstellern, die ähnlich den anti-narrativen Strategien eines Samuel Beckett in ihrem ständigen Kampf gegen Hindernisse, in ihrem ewigen Wollen und Nicht-Können und im Kampf um das innere Gleichgewicht auf die Condition humaine verweisen. Zwischendurch werden zwei Skulpturen über die Eisfläche geschoben. Zunächst die Arbeit »Nest«, anschließend der »Käfig«. Zielte Gröting bei dem Bären auf den formalen Kontrast, so bilden die beiden Skulpturen zusätzliche inhaltliche Gegenpole. Geborgenheit und Gefangensein kennzeichnet die Künstlerin hier als Eckpunkte menschlicher Befindlichkeit.

Das Video dauert ca. 28 Minuten. Der Künstlerin ist bewußt, daß bei einer Aufführung die Gefahr besteht, daß sich das Publikum ab einem bestimmten Zeitpunkt langweilt. Sie sagte: "Trotzdem hätte ich es in meiner Aufführung gerne gehabt, daß der Bär bis zu zwei Stunden auf dem Eis sitzt und seinen Honig frißt, d.h. seinem Grundbedürfnis des Honigschleckens nachgeht und sich dabei von nichts und niemandem stören läßt. So eine Situation müßten Leute auch aushalten können. Ich möchte den Punkt oder die Grenze herausfinden, bis wann ein Bild seine Kraft und dadurch seine Berechtigung hat." 5

Innere Stimme

Die drei folgenden Filme gehören zu einer seit 1993 entstandenen Serie, die Asta Gröting als abschließende Arbeit ihres anatomischen Zyklus versteht. Das Thema bilden hierbei anstelle innerer Organe die »Innere Stimme«. Das Bauchreden erschien der Künstlerin dafür als äquivalente Technik. Wie in den vorherigen Filmen kommt es auch hier zu einer spannungsvollen Konfrontation individueller Fähigkeiten der Darsteller mit »formenden« Vorgaben der Künstlerin. Asta Gröting hat eigens eine Puppe gebaut, die mit weltbekannten Bauchrednern bislang 12 in unterschiedlichen Sprachen Gespräche über Freundschaft, Selbsterkenntnis oder Identität führt. Ihr Interesse liegt darin, abstrakte und komplexe Erkenntnisfelder des Psychologischen in Alltagssprache zu kommunizieren und dabei kulturelle Unterschiede offenzulegen.

The Inner Voice/You are good, 1999
The Inner Voice/Love, 2000

Für The Inner Voice/You are good konnte Gröting Buddy Big Mountain gewinnen, eine Kultfigur der Gaukler- und Artistenwelt. Auch Willy Tyler, der in dem neuesten Video The Inner Voice/Love sein Talent zum besten gibt, zählt zu den bekanntesten Vertretern des Comedy-Genres. Asta Gröting interessiert, so sagt sie, "die Verführung durch das Triviale, die Kirmes-Ästhetik, die Geschmacksverletzung. Bauchreden ist schlechter Geschmack. Doch wenn ich mir vorstelle, ich müßte mich als Künstlerin ausschließlich mit Skulpturen beschäftigen, macht mir die Welt der Bauchrednerei einfach bessere Laune, weil sie vitaler, kommunikativer und vom Kunstzusammenhang nicht so belegt ist. So konstruiere ich viel leichter offene Bilder für die Begriffe und Themen, die mich interessieren." 6

Die Serie bildet den Versuch, über die Inszenierung einen immateriellen Stoff zu bearbeiten, die Kommunikation. Der Bauchredner spricht den Text, den Asta Gröting verfaßte; es ist ein Spiel der Verdopplung oder Aufspaltung der Stimme. So wie die Schwimmerin, Varietékünstlerin oder die Eisläufer zur angeleiteten Figur, zur Puppe werden, läßt Gröting hier umgekehrt die Puppe in die Rolle des Menschen schlüpfen. Wurden dort existentielle Fragestellungen choreographisch thematisiert, so werden hier Grenzen menschlichen Empfindens in verbaler Inszenierung berührt. Die Bauchredner sprechen mit zwei Stimmen, der eigenen und einer fremden, die das Verschwiegene oder Verdrängte dialogisch artikuliert.

Die Innere Stimme/Arbeiten, 2000, gekürzte Fassung

In einer deutschen Version Innere Stimme/Arbeiten wandelt sich der Dialog zwischen eigener und fremder Stimme zu einem Streitgespräch zwischen äußerer und korrektiver innerer Stimme. Der Akteur ist in dieser Version kein Bauchredner, die Puppe in diesem Falle ein dicker Säurehandschuh aus Plastik. Bodo Albertinis improvisierter Dialog zweier Handschuhe kreist um das Thema Arbeit, bzw. Arbeitslosigkeit. Unter den drei gezeigten Inner Voice - Filmen ist dieser wohl der authentischste, da er auf spontanen Einfällen des Interpreten beruht und im wahrsten Sinne des Wortes sein Innerstes nach außen kehrt. Zudem hat der Film einen hohen Unterhaltungswert.

Asta Gröting verfolgt in ihren Filmen im wesentlichen zwei Absichten: Zum einen lotet sie die Übergänge tradierter, künstlerischer Medien aus, bewegt sich auf der Grenze zwischen Skulptur, Performance und Video. Im Vergleich beispielsweise zu dem Konzept der »living sculpture« von Gilbert & George, geht Gröting subtiler vor. Sie bezieht Protagonisten ein, deren Talente sich im Sichtbaren, im Körperlichen manifestieren und die Aspekt des Skulpturalen sozusagen bereits in sich tragen. In dem Gröting die Darsteller choreographisch anleitet, benutzt sie diese wie formbares Material. Dabei bezieht sie den Raum als skulpturale Erscheinung mit ein. Zum anderen berührt Asta Gröting Fragen der innern Befindlichkeit. Was in ihren »lebenden Bildern« bereits angelegt ist, kulminiert schließlich in dem Zyklus Die Innere Stimme. Ausgehend von ihrer skulpturalen Strategie, Inneres nach außen zu kehren, nähert sie sich in den dialogisch aufgebauten Inszenierungen dem Innersten des Menschen, seiner Seele.

Um den Menschen in seinen gesellschaftlichen, sozialen und psychischen Zusammenhängen zu thematisieren, bedient sie sich nicht herkömmlicher Kunstgriffe, wie schnelle Perspektivwechsel der Kamera oder zersplitterter Bilderfolgen durch die Bespielung mehrerer Screens. Kommunikation entsteht bei Gröting nicht einmal über die Darstellung eines konkret menschlichen Gegenübers. Asta Gröting visualisiert die Schwierigkeiten des zwischenmenschlichen Miteinanders, aber auch die inneren persönlichen Konflikte in einer sehr reduzierten Form, in Zwiegesprächen zwischen einer äußeren und inneren Stimme.

 

1 Vgl. Johannes Meinhardt: »Leibliche Sinnbilder. Asta Grötings Skulpturen und "lebende Bilder"«. In: Kunstforum international, Bd. 148, Dez. 1999/ Jan. 2000, S. 249 263 ^
2 Interview mit Asta Gröting von Sybille Roter: »Skulpturen im Körper«. In: Musik und Theater, 5/6, Mai/ Juni 1955, S.16 19, hier: S. 17 ^
3 Ebd. ^
4 Ebd., S. 18 ^
5 Ebd., S. 17 ^
6 Interview mit Asta Gröting von Marius Babias. In: Transmitter, Ausst.-Kat. Bonner Kunstverein, 1999, S. 18 34, hier: S. 26/ 28 ^

 

Biografische Angaben zur Künstlerin:

Asta Gröting wurde 1961 in Herford bei Bielefeld geboren. Im Anschluß an ihre Schulausbildung begann sie 1981 mit dem Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Als Meisterschülerin von Klaus Rinke schloß sie dort 1986 ihre künstlerische Ausbildung ab. In den Jahren 1996 und 1997 war sie als Gastprofessorin an der Valand Kunsthochschule Göteburg, an der Gesamthochschule Kassel und an der Städelschule in Frankfurt tätig. Seit 1997 ist sie Professorin für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München.

Mit diversen Preisen und Stipendien geehrt sie erhielt unter anderem 1994 den Otto Dix Preis, Gera ist Asta Gröting bereits seit Studienzeiten mit ihren Arbeiten in zahlreichen internationalen Ausstellungen vertreten. Hervorzuheben ist hier ihre Teilnahme an der 8. Biennale Sydney »The Readymade Boomerang« und an der Biennale in Venedig 1990. 1994 stellte sie neben Gerhard Richter und Rosemarie Trockel auf der Biennale in São Paulo aus. Momentan sind einige ihrer Arbeiten in der Ausstellung »hers. Video als weibliches Terrain« zu sehen, die im Rahmen des »steirischen herbstes« in Graz veranstaltet wird. Einige ihrer plastischen Arbeiten aus der Sammlung Grässlin befinden sich in der Ausstellung des Museums für Neue Kunst | ZKM.

Biografische Angaben zur Autorin:

Ellen Heider wurde 1970 in Bonn geboren. Sie studierte Kunstgeschichte, klassische Achäologie und Ethnologie an der Universität Trier und an der Freien Universität Berlin; ihre Magisterarbeit behandelte das Kunstzitat bei Otto Dix. Ellen Heider war beteiligt an zahlreichen Ausstellungen und Publikationen über die Kunst des 20. Jahrhunderts. Von März 1999 bis März 2001 war sie wissenschaftliche Volontärin am Museum für Neue Kunst_ZKM Karlsruhe. Derzeit arbeitet sie an ihrer Doktorarbeit zum Thema skulpturale Elemente im Videofilm.

Videostill: EIS, 1995
© Asta Gröting 2001

© 2014 ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe :: Impressum/Web Site Credits